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Weizenanbauvergleich: Wer macht das Rennen?

Seit 1988 begeistert der Internationale Anbauvergleich für Winterweizen die Besucher der DLG-Feldtage. So auch in diesem Jahr an neuem Standort, direkt auf dem Stand des DLG e.V.

Den Teilnehmern stehen wie gewohnt zwei Varianten zur Verfügung. In der Wettbewerbsvariante wird nach größtem Ertrag, bester Qualität und höchsten Direktkostenfreien Leistungen gestrebt, während in der Innovationsvariante neue Verfahren und/oder ungewöhnliche Maßnahmen eingesetzt und diskutiert werden.

Am Südrand der Magdeburger Börde auf Schwarzerde herrscht ausgeprägte Vorsommertrockenheit. In diesem Erntejahr fehlten bis zur Veranstaltung bereits mehr als 60 mm Niederschlag im Vergleich zum langjährigen Mittel im gleichen Betrachtungszeitraum.

An dem Wettbewerb beteiligen sich in diesem Jahr neun Teams aus Deutschland, der Schweiz, Tschechien, der Ukraine, Russland, Dänemark und Schweden. Dabei gilt freie Sortenwahl und auch in den Dünger- und Pflanzenschutzmittelapplikationen ist alles erlaubt, was den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Um die Bestände „im Blick“ zu behalten, bekommen die Teilnehmer Informationen zu Krankheitsbefall, Entwicklungsstadien und Witterung und müssen ihre Bestandesführung meist aus der Ferne in Form von Auftragszetteln an das IPZ-Team, welches die Maßnahmen umsetzt, senden. Bei der biometrischen Auswertung und fachgerechten Durchführung unterstützen Prof. Dr. Bernd Honermeier, Universität Gießen, und Dr. Andreas Büchse, BASF SE Limburgerhof.

Die Besucher konnten zu den DLG-Feldtagen die einzelnen Anbaustrategien mit den Teilnehmern diskutieren und die Bestände unter strengem Blick begutachten. Einige Besonderheiten in diesem Jahr waren:

  • Anbau von Winterdurum statt Winterweichweizen,
  • begrannter Weizen mit ungewöhnlicher Fungizidstrategie,
  • Nutzung des Side-Dressing-Verfahrens – Harnstoff in den Bestand geschlitzt,
  • Varianten ohne Fungizid,
  • Konsequente AHL-Düngung,
  • Variationen in Sorte und Saatstärke.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit wird die Ernte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse, die Sie in den DLG-Mitteilungen Ende des Jahres verfolgen können.