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Mineralstoffe und Spurenelemente im Blick

Mineralstoffe und Spurenelemente tragen in beträchtlichem Umfang zur Gesunderhaltung von Mensch und Tier bei, da viele Stoffwechselprozesse entscheidend von diesen Mikronährstoffen abhängen. Nichtsdestotrotz wird deren Wirkung und Bedeutung häufig unterschätzt, so dass Mangelzustände aber auch Überschüsse nicht selten auftreten.

In diesem Jahr fand das jährliche Treffen der Deutschen Gesellschaft für Mineralstoffe und Spurenelemente an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena statt. Die Konferenz fokussierte auf die molekularen Wechselwirkungen von Mineralien und Spurenelementen und griff dabei wichtige Aspekte zu Gesundheitsnutzen sowie zu möglichen Risiken auf. Eingangs widmete sich die Veranstaltung in einem Workshop den spezifischen Aspekten von Spurenelementen in Tierhaltung und -medizin. Des Weiteren wurden Fragestellungen zu Referenzmaterialien für die Spurenelementanalyse in Körperflüssigkeiten und die Methodik der Spurenanalytik in der Laborpraxis genauestens erörtert.

Die Schwerpunkte der eigentlichen Tagung bildeten die Fachbeiträge zur Rolle von Spurenelementen in der Human- und Tierernährung. Im Einzelnen wurde beispielsweise die Rolle von Jod in der Nahrungskette dargelegt und darüber gesprochen, wie sich eine Jodüber- beziehungsweise -unterversorgung auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirkt. Dazu wurden auch die Auswirkungen anderer Spurenelemente auf die Schilddrüsenfunktion beleuchtet. Weitere Schwerpunkte bildeten die Wirkungen Selen und Zink in der Prävention von Krebs und der Verminderung von oxidativem Stress.

Die vorgetragenen Ergebnisse liefern wertvolle Grundlagen, die der DLG-Facharbeit in vielen Gremien großen Nutzen bringen. Gerade die interdisziplinäre Ausrichtung der Veranstaltung erlaubt den Blick über den Tellerrand und somit die Abschätzung und die Diskussion der Folgen von Fütterungsmaßnahmen auf die Qualität der Lebensmittel sowie die Gesundheit des Menschen.

Die GMS fördert die Forschung über Mineralstoffe und Spurenelemente an der Schnittstelle zwischen Medizin, Ernährung, Biologie, Chemie und verwandter naturwissenschaftlicher Disziplinen und bietet eine interdisziplinäre Plattform für den Gedankenaustausch zwischen Grundlagenforschung und Praxis.
Die GMS ist Mitglied der Europäischen Vereinigung für Spurenelemente und Mineralstoffe (FESTEM – www.festem.eu) und vertritt den deutschsprachigen Raum in der internationalen wissenschaftlichen Vereinigung.