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Schweinepest: Dänemark zieht Zaun hoch

Dänemark macht seine Grenze zu Deutschland dicht – zumindest für Schwarzwild. Das Königreich will mit einem Zaun den Übertritt von Wildschweinen verhindern und sich so vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) schützen.

Rund 70 Kilometer lang und 1,5 Meter hoch ist der Zaun, den das dänische Parlament am Montag auf Antrag der liberal-konservativen Regierung genehmigt hat.  In dem nordischen Land zählt die Schweinefleischindustrie zu den wichtigen Wirtschaftssektoren.  Die Tageszeitung „Berlingske“ zitiert diese Woche  Umweltminister Jakob Ellemann-Jensen, dass nach einem Ausbruch der ASP
für Dänemark ein Exportverlust von elf Milliarden Dänischen Kronen, rund 1,5 Milliarden Euro, drohe.

Für die in Osteuropa grassierende Tierseuche ist bislang weder in Deutschland noch in Dänemark ein Fall dokumentiert. Ob der Zaun tatsächlich seinen Zweck erfüllt, bezweifeln einige Experten, nicht zuletzt, da Wildschweine als hervorragende Schwimmer den Wasserweg wählen können.