Zum Hauptinhalt springen

Heimische Ernährungsindustrie boomt

Der Zuwachs stammt aus gestiegenen Umsätzen im nationalen Markt und Export. Am kräftigsten legte laut BVE das Auslandsgeschäft zu, die Lebensmittelexporte stiegen um 6,3 Prozent auf 60,1 Milliarden Euro. Dabei belebten sich sowohl die Exporte inner- wie außerhalb des EU-Binnenmarktes. Nach der EU sind China, die USA und die Schweiz die wichtigsten Exportmärkte für verarbeitete Lebensmittel. Die Exportquote der Ernährungsindustrie stieg im Vorjahresvergleich noch einmal um 0,5 Prozentpunkte auf 33,5 Prozent an. Der Hauptabsatzkanal bleibt jedoch das Inland, hier stiegen die Umsätze um 4,1 Prozent auf 119,4 Milliarden Euro, erläuterte der BVE diese Woche während einer Pressekonferenz in Berlin.

Die deutsche Ernährungsindustrie ist laut BVE-Geschäftsführer Christoph Minhoff die viertgrößte Industrie in Deutschland. Im europäischen Ranking der Lebensmittelproduzenten nimmt die Bundesrepublik den ersten Rang ein.

Die Branche ist zu 90 Prozent geprägt von kleinen und mittelständischen Unternehmen – also Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten – überwiegend im ländlichen Raum. "Dem Mythos, dass nur wenige Unternehmen das produzieren, was bei den deutschen Verbrauchern auf den Tisch kommt, kann also ruhigen Gewissens widersprochen werden",  so Christoph Minhoff.  Die zehn größten Unternehmen der Ernährungsindustrie haben einen Umsatzanteil von gerade einmal 12 Prozent, die 100 Größten kommen auf 43 Prozent.