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Demonstrationsbetriebe gesucht!

Im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung suchen die von DLG und Thünen-Institut durchgeführten Dialogforen Primärproduktion und Verarbeitung ab sofort Demonstrationsbetriebe. Dort sollen bereits umgesetzte oder geplante Maßnahmen bzw. Ideen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen einer Effizienz- und Effektivitätsbewertung unterzogen werden. Der Demonstrationsbetrieb profitiert selber in vielfältiger Weise von einer Teilnahme.

Die Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen werden in enger Abstimmung mit dem Thünen-Institut aufgestellt bzw. geplant, erfasst, bewertet und bilanziert.

Bewertung der Maßnahmen

  • Im ersten Schritt wird die Effektivität berechnet, nämlich wie viel Lebensmittelabfälle durch die Maßnahme eingespart wurden. Darüber hinaus kann die Menge an Produkten oder Nebenprodukten, die einer höheren Wertschöpfungsstufe als bisher zugeordnet werden, berechnet werden.
     
  • Im zweiten Schritt wird die Ressourceneffizienz quantifiziert. Hierzu wird eine klassische Kosten-Nutzen-Analyse entlang der drei Nachhaltigkeitsdimensionen (ökonomisch, ökologisch und sozial) durchgeführt.

Auf Basis dieser Daten (Kosten und Nutzen) kann der Netto-Nutzen berechnet werden. Der so ermittelte Business Case zeigt das Einsparpotential von Lebensmittelabfällen, den Netto-Nutzen sowie die Umweltauswirkungen einer Maßnahme (z. B. hinsichtlich eingesparter CO2-Emissionen).

Auch qualitative Faktoren fließen mit in die Bewertung ein, z. B. die Auswirkungen der Maßnahme auf das Arbeitsumfeld, der Umsetzungsaufwand und die Übertragbarkeit der Maßnahme/n auf andere Betriebe.

Zero Waste
Wurden bereits in der Vergangenheit Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen erfolgreich umgesetzt, eignet sich die Maßnahmen als Best-Practice-Beispiel.

Zeitfenster

  • Festlegen der Reduzierungsmaßnahmen: bis November 2021
  • Umsetzung der Reduzierungsmaßnahmen: bis spätestens Juli 2022
  • Bewertung der Reduzierungsmaßnahmen: bis November 2022

Der genaue Zeitraum ist abhängig von der jeweiligen Reduzierungsmaßnahme und kann den jeweiligen Bedürfnissen bzw. der erforderlichen Vorlaufzeit individuell angepasst werden.

Datenschutz

Alle im Projekt erhobenen Daten werden anonymisiert. Sie können nicht auf den einzelnen Betrieb zurückgeführt werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass das Unternehmen auf  ausdrücklichen Wunsch hin namentlich in geplanten Publikationen genannt wird.

Mehrwert für einen Demonstrationsbetrieb:

  • An konkreten Business Cases wird aufgezeigt, wie viel Lebensmittelverluste eingespart werden können plus Effizienzbewertung
  • Identifikation Einsparpotential Kosten (z. B. Rohstoffeinsparungen, Entsorgungskosten etc.)
  • Analyse der eingesparten Netto-Kosten und deren Umweltwirkung (z. B. eingesparte CO2 -Emissionen)
  • Kostenreduktion durch optimierte Abläufe
  • Pioniergewinne generieren: Auf mögliche Nachhaltigkeitsanforderungen des nachgelagerten Bereichs und der Gesellschaft vorbereitet sein
  • Neue Ideen für Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen durch Networking mit anderen Branchenbeteiligten
  • Beschleunigung der eigenen Nachhaltigkeitsprozesse
  • Imagegewinn durch Transparentmachung der Nachhaltigkeitsanstrengungen

Kontakte und weitere Informationen:

Dialogforum Verarbeitung: • difo-v@dlg.orgTel.: 069 24788 333

Dialogforum Primärproduktion: • difo-pp@dlg.org Tel.: 069 24788 333

Maßnahmenbewertung Primärproduktion und Lebensmittelverarbeitung
Thünen-Institut:
Dr. Yanne Goossens yanne.goossens@thuenen.de