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125 Jahre DLG-Qualitätsprüfung für Milch und Milcherzeugnisse

Eindrücke von damals und heute

1896 fing alles bei der DLG mit der Qualitätsprüfung von Milch und Milcherzeugnissen an. 125 Jahre, die für Erfahrung, Kompetenz und Qualitätstransparenz stehen.

Große Käselaiber werden zur Qualitätsprüfung eingerollt. Ihr Gewicht liegt bei 70 bis 120 Kilogramm.

Die sensorische Analyse stand damals wie heute im Mittelpunkt der DLG-Qualitätsprüfungen. Dabei setzen Profis ihre geschulten Sinnesorgane ein. Es geht aber nicht darum, ob etwas schmeckt. Das muss jeder für sich entscheiden. Es geht vielmehr um die Frage, wie es schmeckt und warum es so schmeckt.

Objektiv, neutral und immer ergebnisoffen – das kennzeichnet seit 125 Jahren die DLG-Qualitätsprüfungen. In den sensorischen Tests bewerten die DLG-Experten die Produkte in anonymisierter Form. Das heißt, die Lebensmittel sind mit einer Zahl getarnt. Keiner der Prüfer weiß, wer der Hersteller ist, welche Marke oder welcher Preis sich dahinter verbergen.

Unter den geschulten DLG-Prüfern herrscht eine „Gleichsprachigkeit“. Das setzt Produkt- und Produktionskenntnisse voraus, die nur Profis haben. Nur sie können Abweichungen vom optimalen Qualitätsstandard des Käses erkennen und wertneutral beschreiben. Eine exakte Ansprache der Abweichungen liegt auch im Interesse der Hersteller, denn nur so können sie gezielt behoben und die Qualität gefördert werden.

Bei den DLG-Qualitätsprüfungen kommen heute Prüfer aus Wissenschaft und Forschung, Instituten sowie der Lebensmittelwirtschaft zum Einsatz. Vom Networking und dem fachlichen Austausch profitieren alle.

DLG-Sachverständige im Einsatz: Geprüft wird alleine. Gastprüfer, die anstreben DLG-Experte zu werden, können den Profis über die Schulter schauen.Die professionelle Durchführung unterliegt heute wissenschaftlichen Standards, die nach DIN- und ISO-Normen zertifiziert sind. Hier werden die Rahmenbedingungen einer Prüfung genau vorgegeben, damit alle Testergebnisse reproduzierbar sind.

Das anfängliche 100- bzw. 50- und 20-Punktesystem wurde 1981 durch das heutige, international anerkannte DLG 5-Punkte-Schema® ersetzt. Es ermöglicht geschulten Prüfern ein standardisiertes Vorgehen bei ihrer objektiven Qualitätsbeschreibung bzw. -bewertung. Es ist immer produktspezifisch, das heißt für alle Käsesorten gibt es spezielle, die den jeweiligen Besonderheiten Rechnung tragen.

Die sensorischen Testergebnisse werden von Anfang an durch stichprobenartige Laboruntersuchungen flankiert. Seit 1949 werden routinemäßig auch qualitätsgebende Laborparameter definiert und untersucht. Schrittweise wurden diese um Verpackungs- und Deklarationskontrollen ergänzt.

„DLG-prämiert“ gibt Verbrauchern die Gewissheit, dass Rohstoff- und Herstellungsqualität stimmen. Geprüfte Qualität wird seit 125 Jahren von der DLG transparent gemacht – ein Mehrwert für Verbraucher.