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Urban Farming

DLG-Wettbewerb 2019/2020

Überzeugende Konzepte für die Praxis

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Urban Farming“ suchte die DLG gemeinsam mit Experten innovative und erfolgversprechende Projekte aus dem Bereich der städtischen Landwirtschaft und des Gartenbaus. Eine Jury aus Experten bewertete die eingereichten Projekte hinsichtlich Kriterien wie Qualität der Innovation, wirtschaftliche und praktische Umsetzbarkeit sowie soziale und ökologische Relevanz.

Vor dem Hintergrund der stark wachsenden Weltbevölkerung stehen immer weniger Ressourcen pro Einwohner für die Ernährungssicherung weltweit zur Verfügung. Die Prognosen der Vereinten Nationen gehen von 9,5 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2050 aus. Die Herausforderungen für die Ernährung in städtischen Gebieten werden verstärkt durch den Trend zur Urbanisierung. Die Nutzung von städtischen Gebieten für die Lebensmittelerzeugung wird deshalb in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

„Urban Farming“ steht für alternative Formen der Lebensmittelerzeugung im städtischen Umfeld und umfasst Projekte aus den Bereichen Gartenbau, Sonderkulturen, Ackerbau, Nutztierhaltung, Aquakultur, Aquaponik, Vertical Farming oder städtische Imkerei.

Preisverleihung

Aus aktuellem Anlass
Ursprünglich sollte der Wettbewerb auf der LAND und GENUSS 2020 abgeschlossen werden, die durch die Auswirkungen des Coronavirus auf 2021 verschoben werden musste.

Dennoch wollen wir zeigen, welche einzigartigen Ideen zum Wettbewerb eingereicht wurden. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, alle Einreichungen – sowohl die acht Nominierten als auch die drei weiteren Bewerber – online zu präsentieren. Jeder soll die Möglichkeit haben, sich und sein Projekt zu zeigen.

Aufgrund der vielen und so unerwartet vielfältigen Ideen war es der Jury nicht möglich, sich auf drei Hauptpreisträger zu einigen. Zu individuell die Ideen, um sie gegeneinander abzuwägen, zu kreativ, um sie über strikte Skalen zu bewerten. Vielmehr ist es der gemeinsame Wunsch der Jury, alle nominierten Bewerber darin zu unterstützen, ihr Projekt weiter zu entwickeln und nach außen zu kommunizieren. In einer gemeinsamen Entscheidung stimmten die Jurymitglieder dafür, das Preisgeld deshalb zu gleichen Teilen auf alle Mitbewerber zu verteilen.

Die acht nominierten Bewerber

Unter allen Einsendungen hat die Experten-Jury acht Projekte ausgewählt, die hier vorgestellt werden:

aponix: vertikale Pflanztonne / 3D-NFT

Bauelemente zum Aufbau von vertikalen erdlosen urbanen Farmen in 3D als alternative Lösung zum Aufbau von Regalsystemen

Magdalena Ulmer: Protein aus Bienenlarven (ProBiLa)

Nachhaltige Verwertung der Drohnenbrut als alternative Proteinquelle und als Wegbereiter-Insekt für den Insektenkonsum in Deutschland.

Fraunhofer IME: OrbiPlant™

System zur automatisierten Kultivierung von Nahrungsmittelpflanzen in geschlossenen Gebäuden zur gesteigerten und ressourcenschonenden Lebensmittelproduktion

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf: Temporäre Schulgärten für Grundschulen

Nutzung von Techniken des Urban Farming, um Grundschulkindern die Möglichkeiten eines Schulgartens zu bieten. Ein Projekt des Instituts für Gartenbau in Kooperation mit der Dehner Gartencenter GmbH & Co. KG.

Mikrokosmos: MikroGarden Berlin – Urban Insect Farm

Bau einer innovativen Insektenfarm als integrierter Bestandteil eines Berliner Gemeinschaftsgartenprojekts mit dem Ziel, die Akzeptanz von essbaren Insekten durch Workshops und Partnerschaften mit Berliner Schulen zu fördern und sie gleichzeitig im urbanen Raum für alternative Ernährungskonzepte zu kultivieren.

Bioblinds: Pflanzengardinen für jeden zum Selberbauen

Mit BIOBLINDS werden Fenster und Türen zu kinetischen Anbauflächen für Rankepflanzen. BIOBLINDS sind organische Vorhänge, die mit Produkten aus jedem Baumarkt selber konstruiert werden können. Die Initiative ist ein iteratives, open-source Forschungsprojekt.

Solawi (Solidarische Landwirtschaft): Gemeinschaftsgarten Trier

Der sozial und ökologisch ausgerichtete Gemeinschaftsgarten ist ein laufendes Projekt ohne festes Ende, das sich durch die verschiedenen, teilweise wechselnden Mitgärtner*innen laufend ändert, neue Aufgaben und Ideen bietet. Auch die Themen „Sonderkulturen“ und „städtische Imkerei“ finden Berücksichtigung.

Mechthild und Ingo Hubl: Vielfaltsgarten von den Fildern

„Gartenbau“, in unserem Projekt haben wir auch die Themen „Sonderkulturen“, „Nutztierhaltung“ und „städtische Imkerei“ vereint.

Die weiteren Bewerber

Durch die Entscheidung, den Preis online zu vergeben, wollen wir hier auch den Bewerbern, die nicht nominiert wurden, die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren.

Kontakt Neuheiten Wettbewerb „Urban Farming“

DLG-Fachzentrum Landwirtschaft  • Dr. Klaus Erdle / Michael Biallowons  • M.Biallowons@DLG.org