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DLG-Forum Spitzenbetriebe Milcherzeugung

Stabilität in stürmischen Zeiten!

18. Konferenz zum DLG-Forum Spitzenbetriebe Milcherzeugung am 5.-6. März 2021 - digital

Organisatorische Hinweise:

Anmeldung: Ihre Anmeldung zur Konferenz erfolgt online bis zum 01. März 2021 mit dem im Einladungsschreiben beigefügtem Link.

Gebühr: 50,- € je Person

Konferenzsoftware: Zoom-Webinar, Installation des Programmes nicht erforderlich

Technische Voraussetzungen: Desktop-PC, Laptop, Tablet oder Smartphone; Internetzugang; aktuelle Browserversion von Firefox oder Google Chrome

Stornierung: Bis 24. Februar 2021 kostenfrei möglich unter E-Mai: S.Springer@DLG.org . Bei einer Stornierung nach dem 24. Februar 2021 sowie bei Nichtteilnahme, ist die Teilnahmegebühr von 50,- € zu entrichten.

Programm

13.00-13.15 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Cord Lilie, Landwirt in Stemmwede (NW), Vorsitzender des DLG-Ausschusses Milchproduktion und Rinderhaltung

13.15-14.15 Uhr
Betriebszweigauswertung 2019/20 – Ergebnisse aus der Erhebung
Dr. Stefan Weber, LMS Agrarberatung GmbH Rostock; Marco Hoffmann, LWK Nordrhein-Westfalen; Guido Hofmann, LfL Bayern; Georg Goerzen, act GmbH Kiel
 
14.15-14.30 Uhr
Pause

14.30-16.00 Uhr
Arbeitskreis 1: BZA-Intensiv – von den Besten lernen…
Julia Hewecker, Landwirtin aus Stadtallendorf (HE); Thorsten Reimers, Landwirt aus Großenrade (SH); Jan Hinnerk Alberti, Agrar Beratung Nord e. V.; Sibylle Möcklinghoff-Wicke, Innovationsteam Milch Hessen

16.00-19.00 Uhr
Pause

19.00-20.30 Uhr
Milchviehhaltung bis 2030: Wie werden Politik- und Marktentwicklungen unsere Milchviehbetriebe herausfordern?
Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Johann Heinrich von Thünen-Institut

9.00-10.30 Uhr
Arbeitskreis 2: Gesundheitsstatus der Kuh mithilfe der Digitalisierung erkennen
Frank Cordes, Landwirt aus Reeßum (NI); Bernd Lührmann, Landwirtschaftskammer Niedersachsen

10.30-10.45 Uhr
Pause

10.45-12.15 Uhr
Arbeitskreis 3: Gute Mitarbeiter finden und binden – Der Schlüssel zum stabilen Betrieb
Hans-Peter Greve, Milchhof Rodenwalde (MV); Hermann Dorfmeyer, farmconnect Personalberatung; Jennifer Brandl, LfL Bayern; Georg Hammerl, Bayrische Staatsgüter

12.15-14.45 Uhr
Pause

14.45 - 15.45 Uhr
Betriebsbesichtigung virtuell: Mosandl GbR in Dietfurt (BY)
Fleckviehzuchtbetrieb mit Bullenaufzucht, 128 Milchkühe, Milchleistung 11.116 kg bei 4,11% Fett und 3,57% Eiweiß, 163 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, seit 2018 neuer 6-reihiger Milchviehlaufstall mit zwei Melkrobotern der Firma Lely mit Leistungssteigerung trotz Herdenaufstockung und Umstellung auf AMS

Themenschwerpunkte nach der kurzen Betriebsvorstellung:
- Leidenschaft für optimiertes Herdenmanagement
- Fütterungscontrolling: Bewährt und schon langjährig praktiziert
 
15.45 - 16.00 Uhr
Schlusswort
Ulrich Westrup, Landwirt in Bissendorf (NI), Stellvertretender Vorsitzender DLG-Aufsichtsrat

Geplante Inhalte der Arbeitskreise zur Konferenz

AK 1: Der Arbeitskreis „BZA Intensiv“ gehört seit vielen Jahren als festes Inventar zur DLG-Tagung Spitzenbetriebe Milcherzeugung. Es wurden Fragen zum Verständnis von Kennzahlen und zur Interpretation der Betriebszweigabrechnung mit jährlich wechselnden Schwerpunkten bearbeitet. Mehrere Jahre mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen, selbst bei den Spitzenbetrieben in allen wichtigen Milcherzeugungsregionen, liegen nun hinter uns. Was verschafft einigen Betrieben in dieser Lage noch die Stabilität, beständig sehr gute Ergebnisse zu realisieren?

In diesem AK möchten wir in den nächsten Jahren Betriebskonzepte vorstellen, die trotz volatiler Märkte und Rahmenbedingungen sehr gute wirtschaftliche Ergebnisse ermöglichen. Durch den Arbeitskreis „BZA Intensiv“ erhalten Betriebe mit herausragenden Ergebnissen besondere Anerkennung und Wertschätzung für Ihre Leistung in der Milcherzeugung und Betriebsführung. Durch die geteilten Erfahrungen in der Diskussion können wir alle von diesen Betrieben lernen und profitieren, auch wenn wir vielleicht nicht alles nachmachen können, was in diesen Betrieben erreicht wurde. Welche Konsequenzen ergeben sich für Ihren eigenen Betrieb, wenn die im AK vorgestellten Erfolgsmodelle Maßstab für die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten sind?

AK 2: Auch in der Landwirtschaft schreitet die Digitalisierung in allen Bereichen voran. Mittels Sensoren im Stall können bereits heute viele Aspekte sowie Abläufe der Milchkuhhaltung kontrolliert und damit nachfolgend genauer gesteuert werden. Folgerichtig befassen sich viele Milcherzeuger mit der Investition in diese Technik. Dabei sind aktuell viele Interessenten hinsichtlich des Nutzens sowie der arbeits- und betriebswirtschaftlichen Auswirkungen bei Einführung einer Sensortechnik unsicher.

Ebenso erging es Frank Cordes bereits im Winter 2018/19 als er sich zusammen mit seinem Herdenmanagerteam mit der Thematik befasste. Er entschied sich im April 2019 für die Sensortechnik von Zoetis (Smartbow), um dadurch insbesondere kranke Tiere schneller, besser und sicherer erkennen zu können.

Zudem sollte die Kuhortung zur effizienteren Nutzung der Arbeitszeit beitragen. Ein weiterer Grund für die Investition war die Verbesserung der Brunsterkennung. Andere Betriebe erreichten bereits bessere Fruchtbarkeitskennzahlen. Bis dahin war der Aufwand der Brunsterkennung zu hoch und der Hormoneinsatz sollte gesenkt werden.

Insofern führte er die Sensortechnik in seinem Betrieb, dem Milchhof Reeßum, in Abstimmung mit seinem Herdenmanager konsequent ein. Nunmehr blickt er auf fast zwei Jahre Erfahrung mit seinem Sensorsystem zurück und wird uns seine Erfahrungen schildern, die zu erstaunlichen Ergebnissen führten.

Folgende Fragen wird er beleuchten: Wie hat sich das Herdenmanagement verändert? Welcher Erfahrungen hat er mit den Meldungen des Sensorsystems gemacht? Inwieweit konnte mit dem Sensorsystem die Tiergesundheit verbessert und damit seine Erwartungen erfüllt werden? Warum macht aus seiner Sicht diese Investition auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Sinn?

AK 3: Personalmanagement ist in allen Branchen einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens. Gerade in Wirtschaftsbereichen mit engen Gewinnmargen machen die Personalplanung und die Personalführung den entscheidenden Unterschied. Aber wie findet man den guten Mitarbeiter bzw. die gute Mitarbeiterin auf einem leer gefegten Markt für Fachkräfte und mit welchen Mitteln sorgt man dafür, dass sie gerne bei einem bleiben?

Hans-Peter Greve von der Milchhof Rodenwalde KG führt einen großen Milchviehbetrieb mit 37 Mitarbeitern. In der Betriebsphilosophie seines Unternehmens ist es wichtig, den Mitarbeitern Sicherheit zu geben, einen respektvollen Umgang im Team zu pflegen und durch gezielte Weiterbildung die Fähigkeiten und Kompetenzen seiner Mitarbeiter weiterzuentwickeln.

Hermann Dorfmeyer war früher Berater bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Bei seiner Arbeit stellte er fest, dass das Thema „Personalgewinnung“ in der Landwirtschaft zum Teil auch ein Kommunikationsproblem darstellt. Er betreibt nun eine Personalagentur für die Zielgruppe „Landwirtschaft“ und berät Landwirte bei der Personalplanung und Personalfindung. Dabei legt er Wert auf klare Formulierungen von Tätigkeitsprofilen und Analysen der Arbeitsorganisation.

Ziel des Arbeitskreises ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sie gute Mitarbeiter finden können, und wie Sie ein Betriebsklima schaffen, so dass die Mitarbeiter gerne und motiviert bei Ihnen arbeiten.

Stand: 08.02.2021, Änderungen vorbehalten

Themenpartner 2021

Das Forum der DLG-Spitzenbetriebe Milcherzeugung besteht seit 2004 und ist ein Verbundprojekt zwischen verschiedenen Beratungsorganisationen und der DLG. Ziel des Forums ist es, den Informations- und Erfahrungsaustausch auf Bundesebene zwischen führenden Milcherzeugern und Beratern herzustellen und eine breite bundesweite Datenbasis von betriebswirtschaftlichen und produktionstechnischen Ergebnissen zu schaffen.

Im Mittelpunkt des Forums steht die jährliche Betriebszweigauswertung der teilnehmenden Betriebe auf Vollkostenbasis. Etwa 280 Milchviehbetriebe aus ganz Deutschland stellen derzeit ihre Betriebsdaten für den Vergleich zur Verfügung. Die Ergebnisse der Betriebszweigauswertung sowie aktuelle und zukunftsweisende Fragenstellungen rund um die Milchproduktion werden in einem geschlossenen Kreis (an der Auswertung beteiligte Landwirte und Berater) einmal jährlich im Rahmen der Konferenz der Spitzenbetriebe vorgestellt und diskutiert. Bei der Konferenz werden neben Plenarvorträgen parallel stattfindende Arbeitskreise zu unterschiedlichen Themen angeboten, in denen Landwirte ihren Betrieb vor dem Hintergrund einer gewählten Thematik mit ihren ökonomischen und produktionstechnischen Kennzahlen vorstellen. Zum Abschluss der Konferenz werden Milchviehbetriebe besichtigt. 

Wer kann teilnehmen?

Am Forum können sich Milcherzeuger beteiligen, die zum besten Viertel des betriebswirtschaftlichen Vergleichs in ihrer Region zählen und darüber hinaus verschiedene Leistungskriterien erfüllen. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen werden federführend von Mitgliedern der Arbeitsgruppe Spitzenbetriebe-Milcherzeugung durchgeführt, die in regionalen Beratungsorganisationen tätig sind. 

Wie kann ich vom Forum profitieren?

Das Forum bietet den Landwirten eine exklusive Möglichkeit sich mit Berufskollegen aus ganz Deutschland auszutauschen und sich unter den Besten der Branche über ihre Region hinaus zu vergleichen. Es liefert einen Beitrag zur Sicherung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, da es eine Einordnung im regionalen und nationalen Umfeld ermöglicht. 


Kontakt

DLG-Fachzentrum Landwirtschaft • Nicola Bock • Tel.: + 49 (0) 69/24 788-443  • N.Bock(at)DLG.org