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ultimate powerfol® morgengrün

regeneratfrei, 15 Monate UV-stabil, 115 µm

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Das Prüfzeichen

Der DLG-Qualitätssiegel-Test ist die umfassende Gebrauchswertprüfung der DLG nach unabhängigen und anerkannten Bewertungskriterien für landtechnische Produkte. Der DLG-Qualitäts­siegel Test bewertet neutral die wesentlichen Merkmale des Produktes von der Leistungsfähigkeit und Tiergerechtheit über die Haltbarkeit bis hin zur Arbeits- und Funktionssicherheit. Diese werden auf Prüfständen sowie unter verschiedenen Einsatzbedingungen genauso geprüft und bewertet wie die Bewährung des Prüfgegenstands bei einer praktischen Erprobung im Einsatzbetrieb. Die genauen Prüfbedingungen und -verfahren, wie auch die Bewertung der Prüfungsergebnisse werden von den jeweiligen unabhängigen Prüfungskommissionen in entsprechenden Prüfrahmen festgelegt und laufend auf den anerkannten Stand der Technik sowie den wissenschaftlichen Erkenntnissen und landwirtschaftlichen Erfordernissen angepasst. Die Prüfungen erfolgen nach Verfahren, die eine objektive Beurteilung aufgrund reproduzierbarer Werte gestatten. Die erfolgreiche Prüfung schließt mit der Veröffent­lichung eines Prüfberichtes sowie der Vergabe des Prüfzeichens ab.

Der DLG-Qualitätssiegel-Test umfasste technische Messungen im Labor. Die Prüfgrundlage war der DLG-Prüfrahmen für regeneratfreie und regenerathal­tige Silofolien aus Polyethylen niederer Dichte (PE-LD), Stand Mai 2014. Gemessen und untersucht wurden die Folienlänge, die Folienbreite, die Foliendicke; die Durch­stoßfestigkeit; die Reißkraft, die Reißdehnung, die Reißfestigkeit im Neuzustand und nach Säurelagerung; die Maß­änderung nach Warmlagerung; die ­Witterungsbeständigkeit und die Sauerstoffdurchlässigkeit.

Beurteilung – kurz gefasst

Die hier geprüfte Silofolie ultimate powerfol® morgengrün wurde im Labor auf mechanische, physika­lische sowie chemische Eigenschaften untersucht und die Alterungs­eigenschaften wurden überprüft.

Tabelle 1: Ergebnisse im Überblick

Prüfmerkmal Prüfergebnis DLG-Anforderung
Eignung    
  Die Silofolie agrifol® weiß/weiß, 15 Monate UV-stabil, 150 µm ist zur Silageabdeckung geeignet.  
Folienabmessungen    
  Die Folienabmessungen entsprachen in Folienlänge und Folienbreite der Deklaration. ≥ Nennlänge
≥ 98 % Nennbreite
Foliendicke    
Mittelwert 0,111 mm 0,109 ≤ d ≤ 0,121 mm
Materialbeschaffenheit    
  Die Silofolie war gleichmäßig deckend eingefärbt und frei von Schlieren und Poren. gleichmäßig eingefärbt, frei von Schlieren und Poren
Festigkeit im Neuzustand    
Reißkraft längs 39,4 N/cm
quer 36,7 N/cm
über Falten 37,1 N/cm
≥ 25 N/cm
Reißdehnung längs 632 %
quer 666 %
über Falten 665 %
≥ 400 %
Reißfestigkeit längs 34,8 N/mm²
quer 33,5 N/mm²
über Falten 33,8 N/mm²
≥ 17 N/mm²
Durchstoßfestigkeit Fläche > 650 g
Falte > 500 g
Herstellerangaben
Festigkeit nach Säurelagerung    
Reißdehnung quer Minderung 0,2 % ≤ 15 %
Reißfestigkeit quer Minderung -2,7 % ≤ 10 %
Festigkeit nach Alterung/Witterungsbeständigkeit 2000 MJ/m²    
Reißdehnung quer nach Bewitterung 644 %
Minderung bezogen auf Neuzustand 3,3 %
≥ 350 %
≤ 30 %
Festigkeit nach Alterung/Witterungsbeständigkeit 2500 MJ/m²    
Reißdehnung quer nach Bewitterung 644 %
Minderung bezogen auf Neuzustand 4,8 %
 
Maßänderung nach Warmlagerung    
Maßänderung nach Warmlagerung längs -0,73 %
quer -0,12 %
≤ 2 %
≤ 2 %
Gasdurchlässigkeit    
Sauerstoffdurchlässigkeit bei 0,2 bar 214 cm³/(m² · d) in 24 h ≤ 250 cm³/(m² · d)

Das Produkt

Beschreibung und Technische Daten

Schwarz/grün-weiße Silofolie

  • aus regeneratfreiem Poly­ethylen niedererDichte (PE-LD)
  • 15 Monate UV-stabilisiert
  • Nenndicke 150 µm

Die Rollen sind mit einer Schutz­folie umhüllt, dadurch sollen Transportschäden vermieden werden.


Tabelle 1: Technische Daten (Firmenangaben)

 

Hauptabmessungen und Gewichte 
Nenndicke115 μm
Länge25, 35, 50, 300 m*
Breite4 bis 20 m*
Faltung4/8-fach

 

* weitere Längen und Breiten auf Anfrage

 

Die Methode

Eignung

Die Eignung der Silofolie wurde anhand der Laborergebnisse beurteilt.

Folienabmessungen

Die Länge und Breite der Silofolie werden mit einem kalibrierten Bandmaß ermittelt.

Foliendicke

Die Foliendicke wird nach DIN 53370:2006-11, Methode P bei + 23 °C (bei Regeneratfolie bleiben die Stippen unberücksichtigt), gemessen.

Materialbeschaffenheit

Es wird optisch überprüft, ob die Folie eine gleichmäßig deckende Einfärbung hat und frei von Schlieren und Poren ist.

Festigkeit

Wichtige Kenngrößen für die Festigkeit einer Silofolie sind die Reißkraft (je cm Folienbreite), die Reißfestigkeit (bezogen auf den Querschnitt des Probekörpers) und die Reißdehnung (Dehnung des Probekörpers bis zum Reißen).

Reißkraft, Reißdehnung und Reißfestigkeit werden längs, quer und über Falten nach DIN EN ISO 527-3: 2003-07 bei +23 °C, Prüf­geschwindigkeit 500 mm/min, Probe­körper Typ 2, Verformungsmessung zwischen Messmarken, im Neu­zustand und nach Säure­lagerung gemessen.

Säurelagerung: 10 Tage Lagerung in Mischsäure aus 3 % Milch-, 1,5 % Essig-, 0,5 % Buttersäure.

Alterungsverhalten/Witterungsbeständigkeit

Die Bewitterung des Materials wird mit Xenon Bogenlampen nach DIN EN ISO 4892-2, Verfahren A, Gleichlauf mit Bewässerung 102/18 bis 2000 MJ/m², Schwarzstandard-Temperatur 60 ±3 °C, relative Luftfeuchte 65 ±3 %, EUV = 60 W/m2 durchgeführt. Danach wird die Reißdehnung nach DIN EN ISO 527-3: 2003-07 in Querrichtung gemessen.

Zusätzlich zum Standardprüf­verfahren wurde die Folie mit 2500 MJ/m² bewittert, was einer UV-Stabilität von ca. 15 Monaten in Mitteleuropa entspricht.

Maßänderung nach Warmlagerung

Die Maßänderung wird nach DIN 53377:2007-10 Maßänderung nach 1/2-stündiger Lagerung in
+80 °C Warmluft untersucht.

Gasdurchlässigkeit

Die Gasdurchlässigkeit wird nach DIN 53380-3:1998-07 mit Sauerstoff bei +23 °C/0,2 bar, untersucht.

Jährliche DLG Zwischenprüfung

Die Produktqualität wird nach der Prüfungsordnung jährlich durch eine DLG-Zwischenprüfung kon­trolliert. Darüber hinaus ist der ­Hersteller zu Maßnahmen der Eigen­kontrolle bei der Produktion verpflichtet.

Die Testergebnisse im Detail

Eignung

Die Silofolie ultimate powerfol® morgengrün, rege­neratfrei, 15 Monate UV-stabil, 115 µm ist zur Silageabdeckung geeignet.

Folienabmessungen

Die gemessenen Folienabmessungen entsprachen in Folienlänge und Folienbreite der Deklaration.

Foliendicke

Als Mittelwert für die Foliendicke wurde 0,111 mm ermittelt. Der gemessene Kleinstwert betrug 0,102 mm und der gemessene Größtwert betrug 0,120 mm. Damit wurden die Anforderungen an den Mittelwert für die Foliendicke erfüllt und die zulässigen Abweichungen vom Mittelwert wurden eingehalten. Materialbeschaffenheit
Die Folie war gleichmäßig deckend eingefärbt,  frei von Schlieren und Poren.

Festigkeit

Im Neuzustand

Die Reißkraft betrug längs 39,4 N/cm, quer 36,7 N/cm und über Falten 37,9 N/cm (Mindestwert jeweils 25 N/cm). Unter Berück­sichtigung der Foliendicke ergab sich daraus eine Reißfestigkeit längs von 34,8 MPa, und quer von 33,5 MPa (Mindestwert jeweils 17 MPa). Die Reißdehnung lag längs mit 632 %, quer mit 666 % und über Falten mit 665 % über dem geforderten Mindestwert von 400 %. Die Folie erfüllte somit die Anforderungen.

Nach Säurelagerung

Nach zehntägiger Lagerung in einer Mischsäure (3 % Milch-, 1,5 % Essig- und 0,5 % Buttersäure) betrug die Minderung der Reißfestigkeit quer -2,7 % (zulässig ≤ 10 %); die Minderung der Reißdehnung quer betrug 0,2 % (zulässig ≤ 15 %). Die Säure­beständigkeit war somit gegeben.

Alterungsverhalten/Witterungsbeständigkeit

Nach Simulation einer einjährigen natürlichen Frei­bewitterung mit 2000 MJ/m², betrug die Reißdehnung quer 644 % (Mindestwert 350 %), d.h. entspricht einer Reißdehnungsminderung von 3,3 % (zulässig 10 %) bezogen auf den Neuzustand. Die Witterungsbeständigkeit war somit gegeben. Zusätzlich wurde eine Bewitterung mit 2500 MJ/m² durchgeführt, was einer UV-Stabilität von ca. 15 Monaten in Mittel­europa entspricht. Die Reißdehnung quer ­betrug 634 %, d.h. entspricht einer Reißdehnungsminderung von 4,8 % bezogen auf den Neu­zustand.

Maßänderung nach Warmlagerung

Die Maßänderungen nach Warm­lagerung bei 80° C Warmluft lagen längs mit -0,73 % und quer mit  0,12 % unter dem zulässigen Grenzwert von ≤ 2 %. Die Temperaturbeständigkeit war damit gegeben.

Gasdurchlässigkeit

Die Sauerstoffdurchlässigkeit bei 0,2 bar war mit 214 cm³/(m² · d) geringer als der zulässige Höchstwert von 250 cm³/(m² · d) in 24 h.

Fazit

Die im vorliegenden DLG-Qualitätssiegel-Test geprüften Kriterien bewerten auf Basis von Laborunter­suchungen die mechanischen, physikalischen, chemischen und Alterungseigenschaften der Silofolie ultimate powerfol® morgengrün, rege­neratfrei, 15 Monate UV-stabil, 115 µm. Die geprüfte Silofolie hat die Anforderungen des Prüfrahmens hinsichtlich der untersuchten Kriterien erfüllt.

Anmelder und Prüfungsdurchführung

Anmelder

Zill GmbH & Co. KG,
Hanns-Martin-Schleyer-Straße 31,
D-89415 Lauingen

Kontakt:
Telefon: 09072 9581-0
Fax: 09072 9581-30
E-Mail: info@zillnet.de
Internet: www.zillnet.de

Prüfungsdurchführung

DLG e.V.,
DLG TestService GmbH, Standort Groß-Umstadt
Die Prüfungen werden im Auftrag des DLG e.V. durchgeführt.

DLG-Prüfrahmen
DLG-Qualitätssiegel-Test „für regeneratfreie und regenerathaltige Silofolien aus Polyethylen niederer Dichte (PE-LD)“ (Stand 05/2014)

Fachgebiet
Betriebsmittel

Projektleiter
Dr. Michael Eise

Prüfingenieur
Dr. Harald Reubold  *

Spezialuntersuchungen
SKZ-Testing GmbH, Friedrich-Bergius-Ring 22, 97076 Würzburg

DLG-Prüfungskommission
Stefan Wolf, 63110 Rodgau Weiskirchen
Frank Scholz, 63589 Linsengericht
Dr. Hansjörg Nußbaum, LAZBW Aulendorf, 88326 Aulendorf
Dr. Klaus Hünting, VBZL Haus Riswick, 47533 Kleve
Dipl.-Ing. Udo Dengel, SKZ-Testing GmbH, 97076 Würzburg

* Berichterstatter

Kontakt

DLG Testzentrum Technik und Betriebsmittel • DLG TestService GmbH Standort Groß-Umstadt • Max-Eyth-Weg 1 • 64823 Groß-Umstadt • Tel: +49(0)69/24 788-600 Fax: +49(0)69/24 788-690 • tech@DLG.org