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DLG Wintertagung – Vorschau Fachforum Forst

Unternehmen machen lassen

Mit dem Thema „Ziele statt Zügel“ geht die diesjährige DLG-Wintertagung in den fachlichen Austausch. Land- und forstwirtschaftliche Unternehmen sind Spezialisten in Sachen Nachhaltigkeit. Sie bringen Produktivität mit Ressourcenschutz überein. Nachhaltigkeit ist aus guten Gründen Konsens in Landwirtschaft, Gesellschaft und in der Politik und daher jeder Mühe wert.

Auch der DLG-Ausschuss Forstwirtschaft ist wieder Teil der kommenden Veranstaltung am 20. und 21.02.2024 in Leipzig. Neben der geplanten Fachausschusssitzung und einem Workshop zum Thema „Sozial Media“ am 20.02. wird vor allem der 21.02.24 im Fokus der Facharbeit stehen.

An diesem Tag wird zum Thema „Herausforderung Wiederbewaldung – Best Practice“ ein Fachforum auf der DLG-Wintertagung umsetzen.

Neben dem Grußwort vom Ausschussvorsitzenden Dr. Gerrit Bub und der Moderation durch Thomas Wehner, DLG-Bereichsleiter Forst, werden folgende Referenten vortragen und sich einer abschließenden Gesprächsrunde / Diskussion stellen.

Prof. Dr. Sven Wagner
Professur für Waldbau / TU Dresden

„Verändertes Klima – veränderter Waldbau – Chance Wiederbewaldung“

Kurzvita:

Geboren 1957 in Flensburg / 1977-1983 Studium der Forstwissenschaften in Göttingen / 1983-1985 Referendarszeit Niedersachsen; Staatsexamen (Forstassessor) / 1994 Promotion an der Universität Göttingen / 1999 Abschluss des Habilitations-verfahrens mit Verleihung der venia legendi im Fach Waldbau an der Universität Göttingen. 

Div. Aufgaben bei der NDS Landesforstverwaltung zw. 1985 und 1998 /  seit 1999 Leitung der Professur für Waldbau, TU Dresden, Tharandt.

Mitglied im wiss. Beirat für „Biodiversität und genetische Ressourcen“ beim Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) / Mitglied des wissenschaftlichen Beirates Nationalpark Harz

Forschungsschwerpunkte: Verjüngungsökologie, Einzelbaumeffekte, Waldfunktionen, Nachhaltigkeitsstrategien, Anpassungsstrategien an den Klimawandel

Christof Körner
Forstbetrieb Körner, Teuschnitz

„Wiederbewaldung – Best Practice (Fallbeispiel)“

Kurzvita:

Geboren 1965 / Forstwirtschaftsmeister seit 1995 / Tätigkeit u.a. Cramer-Klett (Mitwitz) und v. Rotenhan (Rentweinsdorf) / Fachabitur in Triesdorf - Bereich Forstwirtschaft / 2 Jahre Studium in Weihenstephan / Betriebsübernahme 2002 des elterlichen Forstbetriebes /

Betrieb:

Lage Oberfranken Teuschnitz u. Reichenbach / Wuchsgebiet Frankenwald / Höhenlage 350 bis 650 m NN / zersplitterter Besitz - zusammenhängend 54 ha (Reichenbach), 71 ha (Teuschnitz) / Ziele: Starkholznutzung, Fichtenwertholz, Dauerwaldprinzip, Naturverjüngung, einbringen von heimischen Mischbaumarten Laubholz.

Aktuelle Lage:

Der Betrieb befindet sich im Borkenkäfer-Katastrophengebiet. Die Katastrophe als Chance nutzen, Pflege der Altbestände an Buche und Tanne, anerkannter Tannenerntebestand / Wald als Mehrwert / Erhaltung der Funktionen des Waldes und ggf. wieder neu aufbauen / Mischwald als wichtiges Betriebsziel der Zukunft.

Dr. Björn Seintsch
Thünen Institut, Hamburg

Kurzvita:

Studium und Promotion an der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg / Referendariat bei der Landesforstverwaltung Thüringen / Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft, Thünen-Institut, Hamburg / Leiter des Arbeitsbereichs Waldwirtschaft in Deutschland am Thünen-Institut für Waldwirtschaft, Thünen-Institut, Hamburg

Eingangsstatement Diskussion:

„Wiederbewaldung und forstliche Ökonomie - Neben den 0,5 Mio. ha Waldfläche, welche aufgrund der Waldschäden seit dem Jahr 2018 wiederbewaldet werden müssen, liegt die eigentliche Mammutaufgabe im Waldumbau der Risikostandorte im Klimawandel. Für die Fichte und die Buche werden dies allein auf 3 Mio. ha geschätzt. Eine aktive Waldklimaanpassung erfordert hierbei erhebliche finanzielle Investitionen der heutigen Generation zugunsten künftiger Generationen.“