DLG e.V. - Test Selbstfahrender Vertikal-Futtermischwagen SILOKING SelfLine 4.0 Compact 1612 – 13 m³

Selbstfahrender Vertikal-Futtermischwagen SILOKING SelfLine 4.0 Compact 1612 - 13 m³ DLG-ANERKANNT: GESAMT-PRÜFUNG

Beurteilung – kurz gefasst

Der hier geprüfte selbstfahrende Vertikal-Futtermischwagen SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ , wurde im praktischen Einsatz hinsichtlich seiner Funktionseigenschaften in einem DLG-Anerkannt Gesamtprüfungstest untersucht. Die Mischgenauigkeit, die Fräsleistung sowie der Kraftstoffverbrauch waren besser als der Standard.

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Tabelle 1: Ergebnisse im Überblick

Prüfmerkmal Prüfergebnis Bewertung*
Entnehmen und Befüllen + +
Entnahmeleistung LW-Gras: 962 kg/min + +
Häckselgras: 1.269 kg/min + +
Mais: 3.255 kg/min + +
Zerkleinerungswirkung LW-Gras: 5 % + +
Häckselgras: 7 % + +
Schnittfläche im Futterstock sauber +
Wurfverluste gering +
Futterreste am Boden sehr gering + +
Mischen ** +
Mischgenauigkeit
– halbvolle Mischung LW-Gras/Mais: 2,5 % +
Häckselgras/Mais: 2,0 % +
– volle Mischung LW-Gras/Mais: 2,6 % +
Häckselgras/Mais: 1,8 % +
Mischzeit kurz; nach Befüllen 3 min +
Zerkleinerungswirkung gut + 
Vermusung auszuschließen + +
Wiegen + +
Genauigkeit (max./min. Zuladung) <1 bzw. 1,8 % Abweichung vom wahren Füllgewicht + +
Futteraustrag +
Übersichtlichkeit linker Austrag gut +
Übersichtlichkeit rechter Austrag zufriedenstellend
Auswurfleistung hoch +
Schwadablage wird nicht überfahren + +
Entleerung fast keine Futterreste im Behälter +
Handhabung +
Fahren sehr wendig + +
direkte Lenkbewegungen auf Hinterachse erfordern Übung u. Erfahrung
Bedienung einfach und übersichtlich +
Kabine
– Anordnung zweckmäßig, breiter und bequemer Einstieg +
– Sicht durch Fräsarm eingeschränkt
– Ausstattung gehoben, gutes Platzangebot + + / +
– Heizung/Lüftung gut +
Maschinenausstattung hoher Standard +
Einsatzverhalten +
Motorleistung 105 kW, 4 Zylinder, ausreichend +
Kraftstoffverbrauch bei einem Prüfzyklus im Mittel 14,8 l/h bzw. 0,9 l/t k. B.
Fahrantrieb Hydrostat, zweistufig + +
Wendekreis maximal 9,62 Meter + +
Bereifung ausreichend
Bremse nasse Lamellenbremse in der Vorderachse + +
Geräuschpegel 72,3 dB(A) + +
Wartung +
Lager und Schmierstellen 29 Stück
Zugänglichkeit 13 Stück in aufrechter Körperhaltung zugänglich + +
16 Stück in gebückter Körperhaltung zugänglich
Antrieb normal +
Antrieb, Zugänglichkeit gut zugänglich +
Kabine gering +
Kabine, Zugänglichkeit gut erreichbar und zu öffnen +
Bedienungsanleitung gut + 
Ersatzteilliste übersichtlich und umfangreich +
Haltbarkeit +
Praxiseinsatz keine Schäden +
Arbeitssicherheit
begutachtet durch DPLF
Verkehrsicherheit
Zulassungsbescheinigung Teil I

* Bewertungsbereich: ++ / + / ◯ / – (◯ = Standard, k.B. = keine Bewertung)

**    Bewertungsbereich beim Mischen: + / ◯ / –

Das Produkt

Selbstfahrender Futtermischwagen SILOKING SelfLine 4.0 Compact 1612 – 13 m³

Beschreibung und Technische Daten (Herstellerangaben)

Selbstfahrender Futtermischwagen SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ zum selbstständigen Befüllen, Erstellen und Verteilen homogener Futtermischungen mit Selbstbefüllung.

Kompakte Bauweise mit vierrädrigem Fahrwerk und Lenkung über die mittig im Heck angebrachten ­Zwillingsräder.

Auf der linken Seite angeordnete Fahrerkabine.

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Beschreibung und Technische Daten
Motor 105 kW (143 PS) Volvo 4-Zylinder-Turbo-Dieselmotor
Abgasstufe IV
Fahrantrieb Hydrostat, zweistufig
Bremse Nasse Lamellenbremse in der Vorderachse
– Betriebsbremse hydraulisch
– Feststellbremse pneumatisch
Fahrwerk zweiachsig, vierrädrig, Lenkachse hinten
Radstand 3.900 mm
Höchstgeschwindigkeit 1. Stufe: 15 km/h
2. Stufe: 25 km/h
Behälter
Fassungsvermögen 13 m³
Öffnung oben, Länge x Breite 3.300 mm x 2.350 mm
Materialdicke und Art
– Seitenwand 6 mm, S355J2G3 plus Silonox am Austrag
– Boden 19 mm, S355J2G3
Entnahme und Befülltechnik
Fräse mit Bandförderer Hydraulikantrieb; 42 (6 x 7) Messer, gekröpft plus Wurfschaufeln
maximale Entnahmehöhe 3,26 m (Unterkante Frästrommel)
Entnahmebreite 2,00 m
maximale Entnahmetiefe 0,10 m
Förderkanal
– Außenmaß, Länge x Breite x Höhe 3.150 mm x 700 mm x 700 mm
– nutzbarer Freiraum, Breite x Höhe 700 mm x 430 mm
Gutförderer
– Länge (Achsabstand) und Art 2.950 mm, Band
– Mitnehmer Mitnehmerabstand: 360 mm
Mitnehmerhöhe: 20 mm
Gummilippe
– Material PVC
Mischsystem
senkrechte Mischschnecke 2,5 Windungen
mit 7 auswechsel- und verstellbaren gehärteten Messern
Schneckensteigung 450 mm
Materialdicke und Art 15 mm, S355J2G3
zweistufiger Hydromotor
– Drehzahl 1. Stufe (bei 1.900 min-1): 20 min-1
2. Stufe (bei 2.200 min-1): 46,0 min-1
Getriebeübersetzung 02:32,4
Gegenschneiden 2, hydraulisch betätigt
Intervallschaltung
Wiegeeinrichtung
Programmierwaage DG 600 (Dinamica Generale)
Anzeige, beleuchtet ja
Ziffernhöhe 45 mm
speicherbare Mischungsrezepte 99
mögl. Komponenten beim Beladen 24
speicherbare Entladeprogramme 48
speicherbare Entladestellen 48
Anzahl Wiegestäbe 3
Austragetechnik
beidseitiger Austrag hinten links: ausfahrbar Kettenförderer
vorne rechts: freier Auswurf
Gutförderer hydraulisch ausfahrbar
– Länge, Achsabstand 600 mm; 460 mm; Breite 1.000 mm
– Mitnehmer Mitnehmerabstand: 230 mm
Mitnehmerhöhe: 20 mm
– Höhe über Fahrbahn 500 mm
Austragöffnung, Breite x Höhe LH: 940 x 640 mm; RV: 940 x 640 mm
Dosierschieber hydraulisch betätigt
Kraftstoff, Schmier- und Kühlmittel, Füllmengen
Tankinhalt 200 Liter
AdBlue 26 Liter
Getriebeöl
– Fräsgetriebe 1,1 Liter
– Mischergetriebe 10,75 Liter
Vorderachse 11,6 Liter
Hydrauliköl 140 Liter bei Wechsel
Motoröl 13 Liter
Motor Kühlflüssigkeit 43 Liter

Sonderausstattung

Sonderausstattung (geprüft)
Zusätzlicher Austragsschieber vorn rechts; Außenspiegeleinzug rechts;

Sonderausstattung (nicht geprüft)
War in der Prüfmaschine vorhanden, wurde nicht geprüft:
Klimaautomatik; Fahrwerksabsenkung (Vorder- und Hinterachse); Einfülltrichter am Mischbehälter, inkl. Einbringschnecke mit Antriebsmotor; Schwerlastmagnet in der Mischschnecke;

Weitere mögliche Sonderausstattung:
15 km/h Version, 40 km/h Version, Hecklenkung mit Einzelradaufhängung, Bereifung vorne 385/65/R22.5, Bereifung vorne 400/70 R22.5, 129 kW (175 PS) 4-Zylinder-Turbo-Dieselmotor, 160 kW (218 PS) 4 Zylinder Turbo Dieselmotor, verschiedene Austragsschieber mit ausfahrbar- und klappbaren sowie fixen Austragsvarianten, automatisches Schmiersystem, Beladeförderband aus Gummi; SILONOX-Ausstattung

Hauptab-
messungen und Gewichte
Länge in Transportstellung: 8.000 mm Spurbreite vorne: 1.920 mm
in Arbeitsstellung: 7.600 mm hinten: 410 mm
Breite Maschinenbreite: 2.550 mm Spuraußenmaß vorne: 2.410 mm
Maschinenbreite mit Spiegel: 3.100 mm hinten: 650 mm
Höhe in Transportstellung (Fräse waagrecht): 2.900 mm Bodenfreiheit 230 mm
in Arbeitsstellung (Fräse ganz ausgehoben): 3.870 mm zul. Gesamtgewicht 12.520 kg
Behälter: 2.550 mm zul. Achslast vorne: 11.000 kg
gesamt: 2.650 mm hinten: 4.000 kg
Bereifung vorne: GOODYEAR 495/45 R 22,5 Leergewicht 10.720 kg
hinten: Wide Wall 27x10-12 20 PR

Grundausstattung

  • 3-Punkt-Fahrwerk mit geringer Bauhöhe
  • stufenlose Steuerung der Fahrgeschwindigkeit über Fahrpedal, 1 Fahrbereich (0 bis 15 km/h)
  • Steuerung der Maschinenfunktionen über CAN-Bus-Board
  • 7“ Display zur Darstellung von Maschinenfunktionen, Schieberanzeige, Geschwindigkeit und Wiegedaten
  • Futtertischmanagement: individuell programmierbare Abfolge der Austragsfunktionen
  • 2 m breite Entnahmefräse mit bis zu 3,50 m Entnahmehöhe
  • 700 mm breites Beladeförderband
  • Farbkamerasystem: 4-fach teilbarer Monitor in der Kabine sowie 2 Kameras
    (Anschlussmöglichkeit für max. 2 weitere Kameras)
  • Schneckendrehzahl in 2 Stufen per Knopfdruck unter Last schaltbar
  • Volvo 4-Zylinder-Turbo-Dieselmotor, 5,1 l Hubraum, Abgasstufe IV
  • LED-Paket für Arbeitsscheinwerfer und Kabinendach
  • Einflächen-Kühler mit automatischer Reversiereinrichtung
  • Kabine mit Glasdach und beheizbaren Außenspiegeln
  • luftgefederter Fahrersitz
  • Hydraulikölvorwärmung mit Steckanschluss für 230 V Steckdose
  • 1 Mischschnecke mit verstellbaren, gehärteten XS-Messern
  • 1 SILOKING Planetengetriebe mit 4 Planeten
  • 2 hydraulische Gegenschneiden mit Automatikfunktion
  • gekanteter Behälter
  • SILONOX Verschleißschutz am Austrag:
    SILONOX ist eine spezielle Edelstahllegierung mit besonderen Eigenschaften
    1. Korrosionsfest gegen chemischen Verschleiß (Rost)
    2. Abriebfest gegen mechanischen Verschleiß (Reibung beim Mischen)
  • Strohring

Zusatzausstattung

  • Austragsförderer hinten links, ausfahrbar schräg nach oben, Länge 600 mm
  • Zusätzlicher Austragsschieber vorn rechts
  • Außenspiegeleinzug rechts
  • Klimaautomatik
  • Fahrwerksabsenkung (Vorder- und Hinterachse)
  • Mineraleinfülltrichter am Mischbehälter, inkl. Einbringschnecke mit Antriebsmotor
  • Schwerlastmagnet in der Mischschnecke
  • 25 km/h-Version
  • voll luftgefedertes Fahrwerk mit automatischer Niveauregulierung
  • 2 Fahrbereiche, unter Last schaltbar

Die Methode

Entnehmen und Befüllen

Die Handhabung bzw. Arbeitsweise der Entnahme- und Befülltechnik wird praxisbezogen beurteilt. Beim Entnehmen/Fräsen von Gras- und Maissilage wird die Zeit je Fräsvorgang gestoppt und das Gewicht des dabei entnommenen Materials erfasst. Die Entnahmeleistung in kg/min wird berechnet. Nach dem Entnahmevorgang wird die durch die Entnahme- und Befülltechnik aus dem Futterstock ent­nommene Breite und Tiefe gemessen.

Nach dem Entnahmevorgang werden die nicht in den Mischbehälter geförderten Futterreste (Aufnahme­verluste) erfasst und gewogen. Die nach der Entnahme stehengebliebenen Randstreifen an der Silowand werden gemessen.

Durch Probenahme (10 Proben) am Futterstock wird die Futterstruktur der Ausgangsgrassilage mittels Schüttel­box (Siebgrößen 19 mm und 8 mm) untersucht. Während des Befüllvorgangs werden aus dem Futterstrom 10 Proben genommen. Auch bei diesen Proben wird mittels Schüttelbox die Futterstruktur untersucht. Die mittels der Schüttelbox erhaltenen Größenfraktionen werden gewogen und die Zerkleinerungswirkung der Fräse bei Grassilage berechnet.

Mischen

Vor dem Mischen werden jeweils 10 Proben von den beiden Mischkomponenten (Grassilage, Maissilage) am Futterstock gezogen und der Trockenmassegehalt mittels Trockenschrank (24 Stunden bei 105°C) ermittelt. Nach dem Mischen (Mischzeit 3 Minuten) und Austragen erfolgt entlang der gesamten Austragsstrecke die Probenziehung an 8 Stellen. Die erste Messstelle beginnt nach 1 Meter, die letzte endet 1 Meter vor Austragsende. An den 8 Messstellen werden 5 Proben gezogen.

Es erfolgt mindestens eine einmalige Versuchswiederholung bei annähernd gleichen Mischungsverhältnissen. Die Untersuchungen werden bei voller und halber Mischung durchgeführt.

Die Trockenmassegehalte der Einzelproben an den 8 Messstellen werden mit dem Sollwert, der aus der Masse und dem Trockenmassegehalt der zwei Mischungskomponenten errechnet wird, verglichen. Die Untersuchungen der Mischgenauigkeit erfolgen bei folgender Vorgabe der Futterkomponenten: Grassilage (kurz/lang); Maissilage (2/3 TM Grassilage und 1/3 TM Maissilage). Die Zerkleinerungswirkung der Mischschnecke sowie die Futterbehandlung werden praxisbezogen beurteilt.

Wiegen

Im Labor wird der unterschiedliche Befüllungsgrad des Mischbehälters durch Be- und Entladen von kali­brierten Gewichten simuliert. Die Gewichtsanzeige der Wiegeeinrichtung und das tatsächliche Gewicht werden miteinander verglichen und die Genauigkeit der Gewichtsanzeige berechnet.

Futteraustrag

Der Futteraustrag (Austragsmenge, Futterablage, Behälterentleerung, Übersichtlichkeit der Austrags­öffnungen) wird praxisbezogen beurteilt.

Handhabung

Die Handhabung, Bedienung sowie die Bedienungsanleitung des Futtermischwagens werden praxisbezogen beurteilt.

Einsatzverhalten

Es wird praxisbezogen beurteilt ob die Motorleistung für alle praktischen Einsatzverhältnisse ausreicht. Der Kraftstoffverbrauch des Motors wird mittels DLG Kraftstoffmesstechnik bei einem kompletten Zyklus (Fräsen Gras- und Maissilage, Mischen und Transportfahrt, Austragen) gemessen. Mit leerem Mischbehälter wird auf der DLG Messstrecke die maximale Geschwindigkeit des Futtermisch­wagens gemessen. Der Wendekreis des Futtermischwagens wird an der äußeren Vorderradspur sowie mit abgesenkten Fräsarm an der Außenkante der Fräse gemessen. Der Geräuschpegel bei maximaler Motordrehzahl und verschiedenen Betriebszuständen wird bei geschlossener Kabine am Ohr des Fahrers gemessen. Auch bei der Vorbeifahrt mit Vollgas wird der Geräuschpegel gemessen.

Wartung

Der Wartungsaufwand am Futtermischwagen wird praxisbezogen beurteilt.

Haltbarkeit

Die Haltbarkeit des Futtermischwagens wird praxisbezogen beurteilt.

Arbeitssicherheit

Die Arbeitssicherheit des Futtermischwagens wird durch die Deutsche Prüf- und Zertifizierungsstelle für Land- und Forsttechnik (DPLF) – einer nach dem Gerätesicherheitsgesetz benannten Prüfstelle – überprüft.

Verkehrssicherheit

Vom Hersteller sind die entsprechenden Unterlagen vorzulegen.

Umfrage

Eine Umfrage bei Betrieben, die den gleichen Futtermischwagentyp im Einsatz haben, soll zur Ergänzung der Prüfergebnisse durchgeführt werden.

Die Testergebnisse im Detail

Entnehmen und Befüllen

Die ermittelten Ergebnisse für die Entnahmeleistung im Futterstock sind bei Ladewagengrassilage, Häckselgras- und Maissilage sehr hoch. Die in Tabelle 2 dargestellten Entnahmeleistungen beziehen sich ausschließlich auf den Fräsvorgang im Futterstock. Die erforderlichen Rangierzeiten für das Nachführen der Fräse bzw. das seitliche Versetzen sind dabei nicht berücksichtigt. Die Messungen haben wir im Neuzustand der Fräsmesser durchgeführt. Durch den großen Förderkanal werden die großen Futtermengen problemlos durch den Bandförderer aufgenommen und in den Mischbehälter befördert. Verstopfungen konnten wir während unseres Messeinsatzes nicht feststellen.

Beim SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ ist der Förderkanal in den Mischbehälter versenkt. Deshalb kann das Fassungsvermögen des Behälters nur zu etwa 85 % ausgenutzt werden. Zur Ausnutzung des restlichen Fassungsvermögens wird empfohlen mit dem Fräsarm nicht höher als 1 m über dem Boden zu fräsen.

Entscheidend für eine saubere Futterentnahme aus dem Fahrsilo ist die richtige Handhabung. Damit kein Futter auf die Abdeckungen des Silostockes geschleudert wird, sollte die Frästrommel unterhalb der Ober­kante des Futterstockes angesetzt werden. Beim Abfräsen im Futterstock sind Entnahmetiefen von etwa 10 cm möglich. Demzufolge muss der Wagen öfters seitlich versetzt werden.

Die Fräse ist mit 42 gekröpften Schneidmessern mit geraden und abgewinkelten Transportschaufeln aus­gestattet. Diese befördern das abgefräste Futter zügig zur großen Einfüllöffnung und auf das Förderband.

Das Förderband transportiert die großen Futtermengen schnell und störungsfrei in den Mischbehälter. Dadurch wird das Futter nicht so stark zerkleinert und die Struktur bleibt weitgehend erhalten. Die Futter­zerkleinerung durch die Fräse ist vergleichsweise sehr gering (siehe Tabelle 3). Futter kann bei Entnahme von Maissilage mit voller Drehzahl bei bodennaher Aufnahme über den Behälterrand geworfen werden. Die Geschwindigkeit des Gurtförderers kann reduziert werden. Mit der zwei Meter breiten Frästrommel ist durch schräges Heranfahren eine verlustfreie Futterentnahme auch an den Seitenwänden ohne große Reststreifen möglich. Voraussetzung hierfür ist ein ausreichend breites Fahrsilo. Ein geübter und geschickter Fahrer kann die Silage auf beiden Seiten so abfräsen, dass die Reststreifen oftmals von selbst abbrechen und herunterfallen. Zugleich lässt sich das lose Futter mit der bodenschlüssigen Schiebekante bis an den Futterstock heranschieben und mit der Fräse sehr sauber aufnehmen. Bei sorgfältiger Arbeitsweise kann der Fahrer ohne jegliche Handarbeit die Futteraufnahme vornehmen.

Mit der Fräse können fast alle Futterkomponenten gut abgefräßt und aufgenommen werden. Um eine saubere Futteraufnahme zu gewährleisten, sollten die Entnahmestellen mit einer Bodenplatte befestigt sein.

Bei sorgfältiger Arbeitsweise lassen sich Rund- und Quaderballen abfräsen. Um Verstopfungen an der Frästrommel zu vermeiden, sollte der Ballen vorsichtig mit einer nicht zu großen Entnahmetiefe abgefräst werden. Nicht zu vermeiden ist bei der Aufnahme von mehligen Schüttgütern eine große Staubentwicklung. Eine externe Befüllung von oben in den Mischbehälter ist daher zu empfehlen.
Kleine Mengen von Futterzusatzkomponenten können einfach über den seitlich angebrachten Befülltricher (Sonderausstattung) zugegeben werden. Der Trichter und die Schnecke sollten aber regelmäßig kontrolliert und gesäubert werden.

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Tabelle 2: Entnahmeleistung im Futterstock

Entnahmeleistung 1)
Ladewagengrassilage max. 962 kg/min
Häckselgrassilage max. 1.269 kg/min
Maissilage max. 3.255 kg/min
Entnahmebreite 2,0 m
Maximale Entnahmehöhe (Unterkante Frästrommel) 3,16 m
Maximale Entnahmetiefe 0,10 m
Wurfverluste gering
Aufnahmeverluste (Entnahmebreite) Ladewagengras: 2,7 kg/m
Häckselgras: 3,4 kg/m
Mais: 5,1 kg/m

1)    Trockenmasse, berechnet auf Gras 40 %, berechnet auf Mais 30 %, berechnet auf Futterstockhöhe 2,5 m bis 3,0 m

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Tabelle 3: Zerkleinerungswirkung der Fräse

Futter-
struktur im Futter-
stock
Futter-
struktur nach der Fräse
Struktur-
zerklein-
erung
Partikelgröße > 19 mm > 8 mm < 8 mm > 19 mm > 8 mm < 8 mm
Häckselgrassilage 74 15 10 67 18 14 7 %
Ladewagengrassilage 89 7 3 84 9 6 5 %

Mischen

Bei allen geprüften Mischvarianten erreichte der SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ eine gute Misch­genauigkeit. Es wurden entsprechend dem Fassungsvermögen volle und halbvolle Mischungen untersucht. Dabei wurden die maximal zulässigen Abweichungen von ±10 % bei Grundfutter eingehalten (Bilder 5 und 6). Beim Mischen wurde auf die Gegenschneiden verzichtet. Die Mischzeit wurde nach Eingabe der letzten Komponente auf drei Minuten begrenzt.

Die Mischergebnisse wurden in der ersten Drehzahlstufe der Mischschnecke ermittelt. Von Vorteil sind die zwei Drehzahlstufen der Mischschnecke. Bei kleinen Mischungen kann Futter auf der Schnecke liegen ­bleiben. Durch kurzzeitiges Umschalten auf die schnelle Stufe wird das Futter heruntergeworfen und unter­gemischt.

Die Zerkleinerungswirkung des SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ ist gut. Sie kann zusätzlich durch die Stellung der Gegenschneiden und der verstellbaren Messer verändert werden. In den meisten Fällen ist ein zusätzliches Schneiden nicht erforderlich, da das Futter durch die Fräse schon zerkleinert wird. Bei sehr langem Gut ist es unter Umständen von Vorteil die Gegenschneiden zu verwenden.

Die Futterbehandlung durch die senkrechte Mischschnecke ist schonend. Selbst bei feuchten und strukturschwachen Komponenten wird das Futter schonend gemischt. Ein Vermusen kann ausgeschlossen werden. Das kontinuierliche Beschicken mit aufgelockertem Gut und die richtige Reihenfolge der Komponenteneingabe wirken sich günstig auf den Mischvorgang aus. Längere Mischzeiten können dadurch vermieden werden.

Wiegen

Der Mischbehälter ist über drei Wiegestäbe mit dem Fahrzeugrahmen verbunden. Die Gewichtsanzeige erfolgt über einen elektronischen Wiegecomputer. Er ist in der Kabine auf der rechten Seite über dem Lenkrad angebracht. Während der Arbeit ist die Displayanzeige im Blickfeld des Fahrers. Das Display ist beleuchtet und die 45 mm großen Ziffern sind sehr gut zu erkennen. Die Genauigkeit der Gewichtsanzeige ist abhängig vom Einfüllgewicht. Bei einer Mindestmenge von 130 kg haben wir eine Abweichung von 1,8 % und bei maximaler Zuladung von < 1 % festgestellt.

Futteraustrag

Der Futteraustrag ist bei Mischungen mit Ladewagengrassilage oder Heu und Stroh manchmal schubweise. Mit etwas Erfahrung und Geschick lässt sich aber entlang der gesamten Austragsstrecke eine relativ gleichmäßige Futterablage verwirklichen. Die Austragsmenge ist über die Stellung des Dosierschiebers, die Fahr­geschwindigkeit und die Drehzahl gut anzupassen. Ein voller Behälter kann innerhalb von drei Minuten aus­getragen werden. Vorteilhaft auf die Behälterentleerung wirkt sich die schnelle Stufe der Mischschnecke aus. Futterreste auf der Schnecke und am Behälterboden werden somit besser entleert. Eine fast vollständige Behälterentleerung ist somit zu erreichen. Beim Austrag großer Futtermengen (einmalige Futtervorlage am Tag) wird aufgrund der im Heck mittig angebrachten Zwillingsräder kein Futter überfahren. Die Lenkung im Heck und die damit verbundene sehr direkte Reaktion auf Lenkbewegungen erfordert beim Futteraustrag Übung und Geschick.

Die linke Auswurfseite ist aufgrund der besseren Übersicht zu bevorzugen. Über die rechten Außenspiegel ist der Futteraustrag zwar zu beobachten, es erfordert aber Routine und Geschick. Einfacher und bequemer für den Fahrer ist die Überwachung und Kontrolle auf der linken Seite. Im praktischen Einsatz wurden die Austragsmengen fast immer bei voll geöffnetem Schieber über die Motordrehzahl und die Fahrgeschwindigkeit geregelt.

Bild 7: Die Fahrerkabine ist auf der linken Seite vor der Vorderachse angeordnet.
Genügend Bewegungs­freiheit ist beim Einstieg durch die große Seitentür vorhanden.

Handhabung

Die Fahrerkabine ist vor der Vorderachse auf der linken Seite angeordnet. Alle Hebel und Schalter sind in der Kabine auf der rechten Seite ergonomisch günstig angeordnet. Das Fahrwerk mit den vier Rädern und der mittig im Heck angeordneten Lenkung mittels Zwillingsrädern macht den Wagen sehr wendig. Das Fahrzeugheck reagiert sehr direkt auf Lenkbewegungen, dies erfordert vom Fahrer Übung im Umgang. Besonders bei Fahrten auf öffentlichen Straßen und Wegen muss man sich darauf einstellen. Von Vorteil ist, dass die Vorderachse mit einer Lamellenbremse ausgestattet ist. Die pneumatische Feststellbremse schließt beim Abstellen der Maschine automatisch und ist durch einen Taster am Bedienpult zu betätigen.

Darüber hinaus ist neben der Lenksäule ein Fußpedal für die hydraulische Betriebsbremse angebracht. Im Praxiseinsatz wird die Fahrgeschwindigkeit der Maschine nur durch den Hydros­tat­an­trieb geregelt. Der Monitor mit den beiden Überwachungskameras für den Mischbehälter und am Wagenheck gehört zur Serienausstattung. Besonders die Überwachungskamera am Wagenheck ist bei Rückwärtsfahrt notwendig. Die Außenkanten des Misch­behälters sind damit aber nicht einsehbar. Sie müssen über die Außenspiegel kontrolliert werden. Ein Sitzkontaktschalter schaltet die Mischschnecke automatisch ab, sobald der Fahrer die Kabine verlässt und trägt damit zur Verbesserung der Arbeitssicherheit bei. Die Bedienungsanleitung für den SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ beschreibt gut das Arbeiten mit der Maschine.

Die Ersatzteilliste ist übersichtlich und umfangreich.

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Übersicht 1: Handhabung

Fahrerkabine
+ + breiter und bequemer Einstieg
+ gutes Platzangebot in der Kabine
+ + in der Höhe und Neigung verstellbares Lenkrad
+ Bedienknopf für pneumatische Feststellbremse am Bedienpult
+ + bequem und einfach zu steuernder Multifunktionshebel für den Fräsarm
+ Heizung, Lüftung sorgen für angenehme Temperaturen
+ + alle Anzeige- und Kontrollinstrumente im Blickfeld des Fahrers
+ Waschanlage für Frontscheibe
+ + zusätzlicher Scheibenwischer am rechten Seitenfenster und am Dachfenster
+ Motordrehzahl über Handrad gut einstellbar
+ Fahrersitz mit ausreichenden Einstellmöglichkeiten
+ + ergonomisch günstige Anordnung und Umgang der Bedienelemente
+ zusätzliche Adblue Anzeige
o Schiebefenster verstellbar
+ digitale Geschwindigkeitsanzeige im Monitor
+ + Monitor mit zwei Überwachungskameras für den Mischbehälter und am Wagenheck sowie für Rückwärtsfahrt
+ Sicherheitsabschaltung der Fräse durch Kontaktschalter Joystick und Sitzkontaktschalter
+ Sicherheitsabschaltung der Mischschnecke durch Sitzkontaktschalter
Bedienung/Wartung
+ gute Zugänglichkeit zu den Antriebsorganen
+ hydraulisch abklappbare Frästrommelabdeckung
+ elektrisch beheizte Außenspiegel,
rechte Außenspiegelhalterung elektrisch eindrehbar
+ + angebrachte LED Scheinwerfer leuchten den Arbeitsbereich sehr gut aus
+ + sehr gute Wendigkeit durch Hinterradlenkung

*    Bewertungsbereich: + +  /  +  / o  /  –  /  – – (o = Standard, k.B. = keine Bewertung)

Einsatzverhalten

Die Motorleistung reichte für alle praktischen Einsatzverhältnisse aus. Für den zentralen Antrieb ist der Wagen mit einem wassergekühlten Volvo 4-Zylinder-Turbo-Dieselmotor, Abgasstufe IV mit einer Leistung von 105 kW ausgestattet.

Der Kraftstoffverbrauch ist im Wesentlichen von der Beanspruchung und den Bedingungen z.B. am/im Silo abhängig. Bei Vollgas und Belastungsspitzen (beim Fräsen) wurde maximal ein Verbrauch von 33 l/h gemessen. Bei einem kompletten Zyklus (Fräsen Gras- und Maissilage, Mischen und Transportfahrt, Austragen) mit 3.554 kg Futter sowie einer Wegstrecke von 401 m wurde im Mittel ein Verbrauch von 14,8 l/h bzw. 0,9 l/t gemessen, siehe Bild 9.

Beim Hydrostatantrieb sind die zwei Geschwindigkeitsstufen von Vorteil. Sie lassen sich einfach mit einem Taster am Bedienpult einstellen. Mit dem fußbetätigten Hydrostatventil kann die Geschwindigkeit stufenlos geregelt werden. Auf unserer Messstrecke haben wir mit leerem Mischbehälter eine maximale Geschwindigkeit von 15,0 km/h in der ersten und 27,5 km/h in der zweiten Stufe gemessen. Der Wendekreis ist vergleichsweise klein. Der Radstand beträgt 3,9 Meter. Mit entsprechender Übung und Erfahrung kommt man mit der Hinterradlenkung gut zurecht. Bedingt durch die kompakte Bauart des Wagens und die Hinterradlenkung, kann auch an engen Entnahmestellen noch gut rangiert werden. An der äußeren Vorderradspur haben wir einen Wendekreis von 7,75 Meter gemessen. Mit abgesenkten Fräsarm (0,30 m vom Boden) wurden an der Außenkante der Fräse 9,62 Meter ermittelt. Die Bereifung war für die Beanspruchungen während der Prüfung vollkommen ausreichend.

Der Geräuschpegel beträgt bei maximaler Motordrehzahl mit zugeschalteter Mischschnecke und Fräse und geschlossener Kabine am Ohr des Fahrers 72,3 dB(A) und ist vergleichsweise sehr gering. Bei anderen Betriebszuständen werden ähnlich geringe Werte erreicht (siehe Tabelle 4).  Auch bei der Vorbeifahrt sind die Werte gering, die bei Vollgas in einem Abstand von 7,5 Meter von der Gerätelängsachse gemessen wurden.  Auf der rechten Fahrzeugseite wurde ein Schalldruckpegel von 77,7 dB(A) und auf der linken von 81,4 dB(A) gemessen.

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Tabelle 4: Schalldruckpegel (in der Kabine am Ohr des Fahrers)

Kabine Motor Motor
+ Misch-
schnecken
Motor
+ Misch-
schnecken + Fräse
dB(A) dB(A) dB(A)
geschlossen 67,4 71,4 72,3
offen 69,4 74,3 74,3

* Schalldruckpegel bei maximaler Motordrehzahl

Wartung

Für einen dauerhaften, reibungslosen und störungsfreien Einsatz ist zu empfehlen, regelmäßig vor jedem Einsatz eine Kontrolle der wichtigsten Bauteile vorzunehmen. Gegebenfalls sind Verschmutzungen zu entfernen, um die Funktion nicht zu beeinträchtigen. Besonders auf dem Motor hinter der Fahrerkabine sollten liegengebliebene Futterreste regelmäßig entfernt werden.

Die Kontroll- und Wartungsintervalle sind in der Bedienungsanleitung vorgeschrieben. Für den Motor gelten gesonderte Wartungsintervalle.  In Tabelle 5 sind die vom Fahrer durchführbaren Wartungsarbeiten aufgeführt.

Tabelle 5: Wartungsarbeiten
Lager und Schmierstellen
29 Stück
– in aufrechter Körperhaltung erreichbar: 1 Stück Lenkung hinten und 12 Stück Schmierleiste Fräse
– gebückt erreichbar: 16 Stück
Antrieb
– Motor gut zugänglich
– Ölmessstab gut zugänglich und erreichbar
– Kraftstofffilter zugänglich und erreichbar
– Ölfilter eingeschränkt zugänglich und erreichbar
– Luftfilter gut zugänglich und ohne Werkzeug zu öffnen
– Kühler vom Boden zugänglich und einfach hinter der Fahrertür zu reinigen
– Batterie vom Boden zugänglich und gut über der Hinterachse zu erreichen
Kabine
– Luftzuführungen gut erreichbar und zu öffnen
– Sicherungen frei zugänglich und einfach zu kontrollieren

Anmerkung:
Bei Ladewagengut ist ein erhöhter Messerverschleiß an der Frästrommel festzustellen.
Die Messer sollten nicht nachgeschliffen, sondern einmal umgedreht und dann gewechselt werden.

Haltbarkeit

Im praktischen Einsatz wurde der SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ in drei DLG Einsatzbetrieben ein­gesetzt, das Fahrzeug hat bisher 80 Betriebsstunden gearbeitet. Dabei wurden bislang 170 Mischungen her­gestellt. Von der Fa. SILOKING wurde ein Mischwagen gleichen Typs in 6 Betrieben eingesetzt und der Einsatz protokolliert. Dieses Fahrzeug hat in drei Monaten 431 Betriebsstunden gearbeitet. Dabei wurden 737 Mischungen mit insg. 2.212,7 t hergestellt. Der während des Prüfungszeitraumes festgestellte Verschleiß an den Fräs­messern war nach Aussage der Landwirte normal. An den Misch-, Verteil- und Austrags­organen sind keine Störungen aufgetreten.

Umfrageergebnis

Eine Umfrage bei Besitzern typengleicher Futtermischwagen konnte nicht durchgeführt werden, da die Auslieferung der Serie im Januar 2016 erfolgte.

Arbeitssicherheit

Der selbstfahrende Futter- Misch- und Verteilwagen SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ wurde durch die Deutsche Prüfstelle für Land- und Forsttechnik (DPLF) begutachtet. Gegen die Verwendung des Gerätes bestehen aus sicherheitstechnischer Sicht keine Bedenken.

Verkehrssicherheit

Der geprüfte SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ ist als Sonder-Kfz. für Fahrten auf öffentlichen Straßen und Wegen zugelassen. Eine Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) liegt vor. Die maximale Höchstgeschwindigkeit der Maschine beträgt 25 km/h. Zum Fahren ist mindestens ein Führerschein der Klasse L erforderlich. Aufgrund des Leergewichts von 10.720 kg und dem zulässigen Gesamtgewicht des Futter­misch­wagens von 12.520 kg darf das Fahrzeug bei Fahrten auf öffentlichen Straßen mit maximal 1.800 kg beladen sein. Bei Hoffahrten beträgt das zulässige Gesamtgewicht, nach Angabe der Firma, 15.000 kg.

Fazit

Die im vorliegenden DLG-Anerkannt Gesamtprüfungstest geprüften Kriterien bewerten auf Basis von
Labor- und Praxisuntersuchungen die Funktionseigenschaften des Selbstfahrenden Futter-Misch- und Verteilwagens SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³. Der geprüfte Selbstfahrende Futter-Misch- und Verteilwagen SILOKING SelfLine 4.0 Compact 13 m³ hat die Anforderungen des Prüfrahmens hinsichtlich der untersuchten Kriterien erfüllt.

Kontakt

DLG e.V.
DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel
Max-Eyth-Weg 1
64823 Groß-Umstadt
Tel: +49(0)69/24 788-600
Fax: +49(0)69/24 788-690
E-Mail: tech(at)DLG.org

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Ein Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT GESAMTPRÜFUNG“ wird für landtechnische Produkte verliehen, die eine umfassende Gebrauchswertprüfung der DLG nach unabhängigen und anerkannten Bewertungskriterien erfolgreich absolviert haben. In dieser Prüfung werden neutral alle aus Sicht des Praktikers wesentlichen Merkmale eines Produkts bewertet. Die Prüfung umfasst Untersuchungen auf Prüfständen und unter verschiedenen Einsatzbedingungen, zusätzlich muss sich der Prüfgegenstand bei der praktischen Erprobung im Einsatzbetrieb bewähren. Die Prüfbedingungen und -verfahren wie auch die Bewertung der Prüfungsergebnisse werden von einer unabhängigen Prüfungskommission in einem Prüfrahmen festgelegt und laufend den anerkannten Regeln der Technik sowie den wissenschaftlichen und landwirtschaftlichen Erkenntnissen und Erfordernissen angepasst. Die erfolgreiche Prüfung schließt mit der Veröffentlichung eines Prüfberichtes sowie der Vergabe des Prüfzeichens ab, das fünf Jahre ab dem Vergabedatum gültig ist.

Der DLG-Anerkannt Gesamtprüfungstest umfasste Messungen und Einsatzuntersuchungen in landwirtschaftlichen Betrieben. In den Praxisbetrieben wurden das Entnehmen und Befüllen, das Mischen, der Futteraustrag, der Kraftstoffverbrauch gemessen und die Bedienung, Handhabung, die Wartung, die Haltbarkeit beurteilt. Die Prüfung wurde gemäß dem DLG-Prüfrahmen für Futter-Misch- und Verteilwagen (Stand Oktober 2008) durchgeführt.

Hersteller und Anmelder

SILOKING Mayer Maschinenbau GmbH,
Kehlsteinstraße 4,
84529 Tittmoning

Kontakt:
Telefon 08683 89840,
Telefax 08683 898455,
mayer(at)siloking.com ,
www.siloking.com

Prüfungsdurchführung

DLG e.V.,
Testzentrum Technik und Betriebsmittel,
Max-Eyth-Weg 1,
64823 Groß-Umstadt

DLG-Prüfrahmen
DLG-Anerkannt Gesamtprüfungstest
„Futter-Misch- und Verteilwagen“ (Stand 10/2008)

Fachgebiet
Innenwirtschaft

Projektleiter(in)
Dipl.-Ing. agr. Susanne Gäckler

Prüfingenieur(e)
Dr. Harald Reubold *

Praktischer Einsatz
Karl und Michael Dörr GbR, 64380 Roßdorf
Kreuzdellenhof Betriebsgemeinschaft Mertz-Krämer,
64753 Brombachtal

LZ Haus Düsse,
59505 Bad Sassendorf

DLG-Prüfungskommission
Dr. agr. Steffen Pache, Köllitsch
Dipl.-Ing. Andreas Pelzer, Bad Sassendorf
Alfons Baumeister, Bad Sassendorf
Reiner Schmidt, Ronneburg
Dipl.-Ing. agr. Klaus-Werner Wolf, Höchst
Dr. med. vet./Dipl.-Ing. agr. Univ. Wilfried Wolter, Giessen
DLG-Fachausschuss für Tiergerechtheit
Frau Dr. sc. agr. Christiane Müller, Trenthorst

*    Berichterstatter