DLG e.V. - Test Liegeboxmatratze Polysoft 3507 Pro

Liegeboxmatratze Polysoft 3507 Pro Dauertrittbelastung, Abriebfestigkeit, Maßhaltung, Handhabung und Verlegung, Sauberhaltung und tierbezogene Kriterien

Das Produkt

Liegeboxmatratze Polysoft 3507 Pro

Beschreibung und technische Daten:

Die hier geprüfte Polysoft 3507 Pro Liegeboxmatratze dient zur Erstellung einer Liegefläche in Liegeboxenställen für Kühe und Rinder.

  • Stallbodenbelag mit dunkel­grüner Deckmatte aus PVC als Bahnenware
  • Deckmatte: Oberseite mit Rautenmuster Profilierung / Unterseite weiß strukturiert
  • Unterlage: PU-Schaumstoff­platten mit Schutz­folie
  • Lieferbare Formate: Deckbelag, Breite: 200 cm
    Deckbelag, Länge: Bahnenware, bis 800 m möglich

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Tabelle 1: Hauptabmessungen und Gewicht

Deckmatte
Dicke Gewicht
ca. 2 mm ca. 2,3 kg/m²
Platten aus PU Schaumstoff
Dicke Gewicht
in der Abmessung
180 cm x 100 cm: ca. 40 mm
ca. 7,4 kg/m²

Beurteilung – kurz gefasst

Die hier geprüfte Polysoft 3507 Pro Liegeboxmatratze, wurde in der DLG-Anerkannt Teilprüfung auf Prüfständen auf Haltbarkeits- und Komforteigenschaften untersucht. In den Praxisuntersuchungen wurden die Montage und Maßhaltung beurteilt und Verhaltensbeobachtungen sowie Gelenksbonitierungen durchgeführt. Insbesondere die ­Verformbarkeit und Elastizität im Neuzustand und nach der Dauertrittbelastung sowie die Gelenks­gesundheit waren deutlich besser als der Standard.

Tabelle 2: Ergebnisse im Überblick

Prüfmerkmal Prüfergebnis Bewertung*
Eignung
als elastischer Bodenbelag im Liegebereich für Hochboxen in Liegeboxenställen geeignet
TECHNISCHE KRITERIEN
Verschleißfestigkeit, Haltbarkeit und Alterung (Prüfstandsversuche)
Dauertrittbelastung Belaghöhe verringerte sich um 6 mm (13 %) +
Oberfläche geringer Verschleiß
Unterseite geringer Verschleiß
Abriebtest gute Verschleißfestigkeit +
Maßhaltung
keine nennenswerte Längen- oder Breitenveränderung +
Deformationen keine + +
Handhabung, Verlegen
Verlegen in Eigenleistung aufwändig
Verlegeanleitung ausführlich und verständlich +
Sauberhaltung
Selbstreinigung gut +
Tägliche Reinigung bereitet keine Schwierigkeiten +
Wirksame Grundreinigung und Desinfektion Oberseite gut möglich +
Unterseite aufwändig
Hochdruckreiniger Mindestabstand 20 cm mit Flachstrahldüse
Mindestabstand 40 cm mit Dreckfräser
Garantie, Recycling
5 Jahre Deckbelag
5 Jahre Schaumstoff nach pro-rated System
kein Recyclingkonzept – –
TIERBEZOGENE KRITERIEN
Verhaltensbeobachtungen
keine Abweichung vom spezifischen Verhalten feststellbar +
Wahlverhalten der Tiere der Bodenbelag wird von den Tieren sehr gut angenommen + +
Gelenksbonitierung
88,1 % ohne Befund +
Rutschfestigkeit
Rutschfestigkeit** bei Gleitversuchen auf trockenem und nassem Belag gut +
Trittsicherheit der Tiere in den Praxisbetrieben gut
+
Verformbarkeit und Elastizität
im Neuzustand 24,6 mm, sehr gut + +
nach Dauerversuch 24,8 mm, sehr gut + +
Toxikologische Unbedenklichkeit
vom Hersteller bestätigt

*    Bewertungsbereich: ++ / + / ◯ / – / –– (◯ = Standard, k.B. = keine Bewertung)
**    Bewertungsbereich: + / –

Die Methode

Eignung

Die Eignung sowie die Einsatzmöglichkeiten und Einsatzbereiche der Liegeboxmatratze wurden praxisbezogen beurteilt.

Technische Kriterien

Dauertrittbelastung

Die Messung der Dauertrittbelastung erfolgte  mit 100.000 Wechselbelastungen bei 10.000 N (entspricht ca. 1000 kg) auf einem Prüfstand mit einem runden Stahlfuß. Der Stahlfuß ist als „künstlicher Kuhfuß“ den natürlichen Gegebenheiten nachempfunden. Der Fuß hat einen Durchmesser von 105 mm und somit eine Aufstandsfläche von 75 cm², der Tragrand der Klaue wird durch einen 5 mm breiten Ring an der Peripherie der Sohle, der die übrige Fläche 1 mm überragt, simuliert.

Abriebfestigkeit

Beim Abriebtest nach DLG-Standard wird der Bodenbelag mit Schmiergelleinen (Körnung 280)
bei einer Auflagekraft von 500 N (= 8,1 N/cm² Flächenpressung) gerieben. Um einen Einfluss der bei der Reibung erzeugten Wärme auf den Reibvorgang auszuschließen, wird das Reibelement kontinuier­lich mit Wasser gekühlt. Die Größe der geriebenen Fläche betrug 61,5 cm².

Maßhaltung

Die Formstabilität (Muldenbildung) der Liegeboxmatratze wurde nach Einbau gemäß Herstellervorschrift in den Einsatzbetrieben beurteilt. Zusätzlich wurde beurteilt, ob eine Längen- bzw. Breitenveränderung feststellbar war.

Handhabung und Verlegung

Die Verlegeart und die Verlege­anleitung der Liegeboxmatratze wurden praxisbezogen beurteilt.

Sauberhaltung

Das Sauberhalten der Liegebox­matratze wurde praxisbezogen beurteilt.

Reinigungsabstand

Bei Prüfstandsversuchen mit einem Hochdruckreiniger (etwa 145 bar, Einwirkzeit 1 Minute mit 25° Flachstrahldüse und Dreckfräser) wurde der Spritzabstand ermittelt, bei dem keine Schäden am Belag auftreten.

Garantie und Recycling

Vom Hersteller ist anzugeben, ob und wie lange Garantie gewährt wird und worauf sich die Garantie erstreckt. Ferner hat der Hersteller anzugeben, ob es für die Liegeboxmatratze ein Recyclingkonzept gibt.

Tierbezogene Kriterien

Verhaltensbeobachtungen

Während des Praxiseinsatzes wurden unterschiedliche Verhaltensbeobachtungen in Form von Video- und Direktbeobachtungen durchgeführt und dokumentiert. Es wurde überprüft, ob Abweichungen von den spezifischen Verhaltensmustern (z.B. typische Bewegungsabläufe beim Aufstehen und Abliegen, Liegepositionen), die auf die Liegeboxmatratze zurückzuführen wären, feststellbar sind.  Zur Überprüfung der Trittsicherheit der Tiere wurden in zwei Einsatzbetrieben je 20 Aufstehvorgänge mittels Direktbeobachtung untersucht.

Wahlverhalten der Tiere

Ein Wahlversuch wurde in einem Liegeboxenstall (Boxenzahl 6, Besatz 3 Tiere, Eingewöhnungszeit mind. 2 Wochen, Aufnahmezeitraum 7 Tage) durchgeführt. Als Vergleichsbelag wurde eine Vollgummimatte (Dicke 18 mm, Oberseite Hammerschlagprofil, Unterseite Riefenprofil) eingesetzt.

Verletzungen

In drei Betrieben, die nur die Liegeboxmatratze eingebaut hatten, wurden Kühe (möglichst ab Beginn des 2. Laktationsdrittels) auf äußerlich sichtbare Schäden im Gelenksbereich untersucht. Die Liegeboxmatratze war mindestens seit 3 Monaten eingebaut. Es wurden nur Tiere untersucht die sich für den genannten Zeitraum in dem Stallsystem befunden haben. Kühe, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen (z. B. zugekauft) oder die krank sind bzw. waren wurden von der Untersuchung ausgeschlossen. Die Untersuchung konzentrierte sich auf die beim Liegen exponierten Stellen (siehe Bild 3) und berücksichtigt die rechte und linke Körperseite. Die Untersuchung erfolgte am Ende der Winterfütterungsperiode und wurde jeweils von derselben Person durchgeführt. Die Befunde wurden nach dem in Tabelle 3 dargestellten Bewertungsschema erfasst.

Verformbarkeit und Elastizität

Die Verformbarkeit wurde im Neuzustand und nach der Dauertrittbelastung durch Kugeleindruckversuche mit einer Kalotte (r = 120 mm) und einer Eindringkraft von 2000 N (entspricht ca. 200 kg) gemessen.

Rutschfestigkeit

Die Messungen erfolgten mit  dem mobilen Comfort Control Rutschfestigkeitsprüfstand des DLG-Testzentrums. Ein mit 10 kg belasteter Kunst­stofffuß aus Polyamid (97 mm Durchmesser, Aufstandsfläche etwa 74 cm², 3 mm breiter Ring an der Peripherie der Sohle, der die übrige Fläche 1 mm überragt) wurde mit einer Geschwindigkeit von 20 mm/s über die Prüfmatte gezogen.

Toxikologische Unbedenklichkeit

Vom Hersteller ist die toxikologische Unbedenklichkeit der Liegeboxmatratze zu bestätigen.

Umfrage

Eine schriftliche Umfrage bei Betrieben, die die gleiche Liegeboxmatratze im Einsatz haben, wurde zur Ergänzung der Prüfergebnisse durchgeführt.

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Tabelle 3: Erfassungsschema

Befund Einstufung
ohne besonderen Befund keine Veränderungen
haarlose Stellen < 2 cm geringgradige Veränderungen
haarlose Stellen > 2 cm geringgradige Veränderungen
Hautabschürfungen < 2 cm mittelgradige Veränderungen
Hautabschürfungen > 2 cm mittelgradige Veränderungen
Umfangsvermehrungen im Schleimbeutelbereich, gedeckt mittelgradige Veränderungen
Umfangsvermehrungen im Schleimbeutelbereich, offen hochgradige Veränderungen
Gelenksbeteiligung hochgradige Veränderungen

Die Testergebnisse im Detail

Eignung

Die Liegeboxmatratze Polysoft 3507 Pro eignet sich als elastischer Bodenbelag im Liegebereich für Hochboxen in Liegeboxenställen. Da es sich um Bahnenware handelt, ist der Einbau nur bei freitragenden Liegeboxenabtrennungen möglich. Voraussetzung für einen problemlosen Einsatz ist eine fachgerechte Herstellung des Betonunterbaus mit einem durchgehenden Gefälle von mindestens 3, besser 4%.  Für eine einwandfreie Funktion ist eine zusätzliche Einstreu in geringen Mengen sehr zu empfehlen.

Technische Kriterien

Dauertrittbelastung

Nach einer Prüfstandsdauerbeanspruchung mit einem Stahlfuß (Aufstandsfläche 75 cm²) mit 100.000 Wechselbelastungen bei 10.000 N (entspricht ca. 1000 kg) wurde kein nennenswerter Verschleiß oder Schäden am Deckbelag festgestellt. Die PU-Schaumstoffplatten wurden komprimiert und eine bleibende Verformung von etwa  6 mm festgestellt. Bei einer Ausgangshöhe von ca. 45 mm bedeutet dies, dass sich die Höhe des Belags um etwa 13 % verringerte, als Standard sind bis zu 30 % definiert.

Abriebfestigkeit

Die Abriebtiefe nach 10.000 Doppelzyklen betrug ca. 0,4 mm, dies entspricht etwa 20 % der Belaghöhe. Von der geriebenen Fläche wurden 2,2 g abgerieben. Die geringe Abriebtiefe und der geringe Abrieb lassen auf eine gute Verschleißfestigkeit des Bodenbelags schließen.

Maßhaltung

Eine Längen- und Breitenveränderung der Liegeboxmatratze trat bei fachgerechtem Einbau im Praxiseinsatz, während des Prüfungszeitraums nicht auf. Deformationen (Muldenbildung, Rinnenbildung) der Liegeboxmatratze wurden im Praxiseinsatz nicht beobachtet.

Handhabung und Verlegung

Die Verlegeanleitung ist ausführ­lich und verständlich. Das Verlegen kann mit vergleichsweise hohem Aufwand in Eigenleistung erfolgen. Dazu sind mindestens drei handwerklich geschickte Personen erforderlich. Vor allem das Spannen und Befestigen des Deckbelags ist aufwändig. Daher wird empfohlen, den Einbau durch die Liefer­firma durchführen zu lassen.
Die Schaumstoffplatten werden vor Verlegen des Deckbelags mit einer Schutzfolie umhüllt.

Sauberhaltung

Der Selbstreinigungseffekt ist gut und das tägliche Reinigen der Oberfläche bereitet keine Schwierigkeiten. Geringe Einstreumengen erleichtern das Sauber- und Trockenhalten von Liegebox und Tieren. Aufgrund der undurchlässigen Oberfläche sind eine wirksame Desinfektion und Grundreinigung (z.B. mit Hochdruckreiniger) gut möglich.
Beim Reinigen des Belages empfiehlt sich ein Vorweichen des Schmutzes. Unter dem Bodenbelag kann sich Feuchtigkeit ansammeln. Dies lässt sich nicht vermeiden. Die Schaumstoffplatten werden durch die Schutzfolie vor Feuchtigkeit geschützt. Eine Grundreinigung ist nur mit sehr hohem Aufwand (kompletter Aus- und Einbau) möglich, da der Bodenbelag rundum verschraubt ist.
Bei der Reinigung und Desinfektion des Belages sollten nur die nach Angabe der Firma für den Bodenbelag zulässigen Mittel verwendet werden

Reinigungsabstand

Bei Prüfstandsversuchen mit einem Hochdruckreiniger traten Schäden am Belag erst auf, wenn ein Mindestabstand von 40 cm beim Einsatz eines Dreckfräsers bzw. 20 cm beim Einsatz einer Flachstrahldüse unterschritten wurde.

Garantie und Recycling

Der Anmelder gewährt gemäß seiner Garantiebedingungen eine Garantie von 5 Jahren für den Deckbelag und für den PU-Schaumstoff eine Garantie von 5 Jahren nach dem pro-rated System.
Ein Recyclingkonzept des Herstellers für eine zukünftige Verwertung des Bodenbelags gibt es nicht.

Tierbezogene Kriterien

Verhaltensbeobachtungen

Während des Praxiseinsatzes wurden unterschiedliche Verhaltens­beobachtungen in Form von Direktbeobachtungen durchgeführt. Es wurden keine Abweichungen von den arttypischen Bewegungsab­läufen beim Aufstehen und Abliegen sowie bei den Liegepositionen festgestellt, die auf die Liegebox­matratze zurückzuführen wären. Bei den Direktbeobachtungen von je 20 Aufstehvorgängen in zwei Einsatzbetrieben zeigten die Tiere uneingeschränkte Bewegungsabläufe. Die Trittsicherheit der Tiere auf der Liegeboxmatratze war gut, ein Ausrutschen der Tiere wurde nicht beobachtet.

Wahlverhalten

Die Videobeobachtungen zeigten, dass der Bodenbelag sehr gut angenommen wird. Die durchschnittlichen Steh- und Liegezeiten auf dem Belag befinden sich mit 13,7 Stunden je Tag im normalen Bereich. Das Liegeverhalten zeigt keine Abweichungen vom normalen Liegeverhalten. Unterbrochene Abliegevorgänge wurden nicht ­beobachtet. Die Auswertung der Videoaufnahmen hat ergeben, dass sich die Tiere in 24 Stunden durchschnittlich 14,8 Stunden zum Stehen und Liegen in den Liegeboxen aufgehalten haben. Davon verbrachten die Tiere 13,7 Stunden in den Boxen mit der Liegebox­matratze Polysoft 3507 Pro und nur 1,1 Stunden in den Vergleichsboxen mit der Vollgummimatte. Auch die durchschnittliche Dauer einer Liegephase war bei der Polysoft 3507 Pro höher als bei dem Vergleichsbelag.

Bild 4: Ergebnis des Wahlversuches

Verletzungen

In drei Betrieben, die nur die Liegeboxmatratze eingebaut hatten, wurden insgesamt 105 Kühe ab dem zweiten Laktationsdrittel auf äußerlich sichtbare Schäden im Gelenksbereich untersucht (Gelenksbonitierung). Die Bonitierung berücksichtigte die linke und rechte Körperhälfte und konzentrierte sich auf die 10 beim Liegen exponierten Stellen (siehe Bild 3). Die Gelenksbonitierung wurde von jeweils derselben Person durchgeführt. Die prozentuale Verteilung der festgestellten Befunde bei den 105 untersuchten Tieren ist im folgenden Diagramm (Bild 5) dargestellt. 88,1 % der bonitierten Stellen waren ohne Befund. Hochgradige Veränderungen, wie Umfangsvermehrungen im Schleimbeutelbereich und Lahmheiten wurden nicht festgestellt.

Geringgradige Veränderungen, wie haarlose Stellen wurden bei 10,9 % der bonitierten Stellen registriert. Es wurden lediglich bei 1,0 % der bonitierten Stellen mittelgradige Veränderungen wie Hautabschürfungen und Umfangsvermehrungen im Schleimbeutelbereich (gedeckt) an den Gelenken festgestellt. Die festgestellten Befunde konzentrierten sich vor allem auf das Sprunggelenk (Tarsus) und das Knie. Befunde an den Fesseln oder am Vorderfußwurzelgelenk (Carpus) wurden nicht oder nur vereinzelt festgestellt.

Verformbarkeit und Elastizität der Liegeboxmatratze

Bei den Kugeleindruckversuchen mit einer Kalotte (r = 120 mm) betrug die Eindringtiefe im Neuzustand 24,6 mm. Der hieraus errechnete Auflagedruck von 10,8 N/cm², lässt eine sehr geringe Belastung der Carpalgelenke beim Abliegen und Aufstehen erwarten. Die Elastizität wurde nach einer Dauertrittbelastung mit einem Stahlfuß (Aufstandsfläche 75 cm²) mit 100.000 Wechselbelastungen bei 10.000 N gemessen. Die Eindringtiefe der Kalotte erhöhte sich nach dem Dauertest von 24,6 mm auf 24,8 mm. Der Auflagedruck verringerte sich von 10,8 N/cm² auf 10,7 N/cm² (siehe Bild 6). Das bedeutet, dass Verformbarkeit und Elastizität gering zunehmen.

Rutschfestigkeit

Die Gleitzugversuche mit dem mobilen Comfort Control Rutschfestigkeitsprüfstand des DLG-Testzentrums ergaben eine gute Rutschfestigkeit auf trockenem und nassem neuen Belag. Die dabei gemessenen Reibbeiwerte (µ) liegen über dem Mindestwert von µ = 0,45.

Umfrage

Eine Umfrage in 15 landwirtschaftlichen Betrieben, die die Liegeboxmatratze bis zu zwei Jahre im Einsatz haben, bestätigte die in der Prüfung erzielten Ergebnisse.
In den Betrieben wurden insgesamt 1061 Liegeboxen mit der Liegeboxmatratze ausgestattet. Das Verlegen erfolgte bei 70 % der Betriebe in Eigenleistung. 67 % der Befragten gaben an, dass der Einbau einfach und praktikabel zu realisieren ist. In allen Betrieben wurden die Liegeboxen von den Tieren gut angenommen. Ein gutes bis sehr gutes Gesamturteil wird dem Belag von 64,3 % der Befragten gegeben und 100 % würden ihn im Bedarfsfall wieder anschaffen.

Bild 5: Prozentuale Verteilung der festgestellten Befunde

Bild 6: Verformbarkeit in Abhängigkeit vom Auflagedruck

Fazit

In der vorliegenden DLG-Anerkannt Teilprüfung wurde die Liegebox­matratze Polysoft 3507 Pro auf der Basis von Prüfstands- und Praxis­untersuchungen hinsichtlich Komfort- und Haltbarkeitseigenschaften untersucht. Die geprüf­te Polysoft 3507 Pro Liege­box­matratze hat die Anforderungen des Prüf­rahmens hinsichtlich der untersuchten Kriterien erfüllt.

Kontakt

DLG e.V.
DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel
Max-Eyth-Weg 1
64823 Groß-Umstadt
Tel: +49(0)69/24 788-600
Fax: +49(0)69/24 788-690
E-Mail: tech(at)DLG.org

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Ein Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT in Einzelkriterien“ wird für landtechnische Produkte verliehen, die eine umfangsreduzierte Gebrauchswertprüfung der DLG nach unabhängigen und anerkannten Bewertungskriterien erfolgreich absolviert haben. Die Prüfung dient zur Herausstellung besonderer Innovationen und Schlüsselkriterien des Prüfgegenstands. Der Test kann Kriterien aus dem DLG-Prüfrahmen für Gesamtprüfungen enthalten oder sich auf andere wertbestimmende Merkmale und Eigenschaften des Prüfgegenstandes fokussieren. Die Mindestanforderungen, die Prüf­bedingungen und -verfahren sowie die Bewertungsgrundlagen der Prüfungsergebnisse werden in Abstimmung mit einer DLG-Expertengruppe festgelegt. Sie entsprechen den anerkannten Regeln der Technik sowie den wissenschaftlichen und landwirtschaftlichen Erkenntnissen und Erfordernissen. Die er­folgreiche Prüfung schließt mit der Veröffent­lichung eines Prüfberichtes sowie der Vergabe des Prüfzeichens ab, das fünf Jahre ab dem Vergabe­datum gültig ist.

Die DLG-ANERKANNT Teilprüfung umfasste technische Messungen auf Prüfständen, Einsatzuntersuchungen, Verhaltensbeobachtungen, Gelenksbonitierungen und eine Umfrage in Praxisbetrieben. Auf den Prüfständen wurden die Verformbarkeit und die Material­härte durch einen Kugeleindruckversuch, die Dauerhaftigkeit der Elastizität durch Wechselbelastungen, die Abriebfestigkeit durch einen Abriebtest mit Schmiergelleinen und die Rutschfestigkeit durch Gleitzugversuche untersucht. Die Prüfung wurde gemäß dem DLG-Prüfrahmen für elastische Stallbodenbeläge, Stand April 2010 durchgeführt. Andere Kriterien wurden nicht ­untersucht.

Hersteller und Anmelder

GEA Farm Equipment
Vestaweg 5
NL 8938 AV Leeuwarden

Kontakt:
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Telefax: +31 58 284 33 01
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Prüfungsdurchführung

DLG e.V.,
Testzentrum Technik und Betriebsmittel,
Max-Eyth-Weg 1,
64823 Groß-Umstadt

DLG-Prüfrahmen
DLG-Anerkannt Teilprüfung „Elastische Stallbodenbeläge“
(Stand 04/2010)

Fachgebiet
Innenwirtschaft

Projektleiterin
Dipl.-Ing. Susanne Gäckler

Prüfingenieur
Dr. Harald Reubold  *

* Berichterstatter