DLG e.V. - Test Leergehäuse der TK PC Serie mit Zubehör

Leergehäuse der TK PC Serie mit Zubehör DLG-ANERKANNT Ammoniakbeständigkeit

Beurteilung – kurz gefasst

Die in der vorliegenden DLG-Anerkannt Prüfung unter­suchten, fabrikneuen Materialien wurden bezüglich Ihrer Ammoniakbeständigkeit untersucht. Die geprüften Materialien haben die Anforderungen hinsichtlich des untersuchten Kriteriums erfüllt.

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Tabelle 1: Ergebnisse im Überblick

Prüfmerkmal Ammoniakbeständigkeit
Bauteil Prüfergebnis Bewertung
TK PC Serie Leergehäuse beständig +
SNI Stufennippel beständig +
AST Anbaustutzen beständig +
BST Belüftungsstutzen beständig +
DMS Doppelmembranstutzen beständig +
DMS/sw Doppelmembranstutzen beständig +
Isolierstopfen beständig +

Das Produkt

Leergehäuse Serie TK PC mit Zubehör

Beschreibung und Technische Daten

Die hier geprüften Materialien sind Bauteile der Verbindungsdose der Serie Abox-i. Die Dose wird auch in Tierställen verbaut und kann damit erhöhten Gehalten von Ammoniak in der Stallumgebung ausgesetzt sein.

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Tabelle 2: Technische Eigenschaften (laut Hersteller)

Leergehäuse Serie TK PC
Bemessungsspannung 690 V
Länge 52 – 361 mm
Breite 50 – 254 mm
Höhe 35 – 165 mm
Zubehör Abmessungen (L x B X H)
SNI Stufennippel Ø 30 x 20 mm
AST Anbaustutzen Ø 30 x 23 mm
BST Belüftungsstutzen Ø 25,5 x 13 mm
DMS Doppelmembranstutzen Ø 25,5 x 14 mm
DMS/sw Doppelmembranstutzen Ø 30 x 15 mm
Isolierstopfen Ø 14 x 5 mm

Die Methode

Ammoniakbeständigkeit

Die Ammoniakbeständigkeit der Materialien wurde als Laborprüfung nach dem DLG-Teststandard für den landwirtschaftlichen Einsatz untersucht. Mit dem DLG-Labortest auf NH3-Beständigkeit kann die Eignung des Prüfmusters festgestellt werden, Einwirkungen von Stallluft über eine Nutzungsdauer von mindestens 20 Jahren standzuhalten. Der Test erfolgte in einer Begasungskammer mit folgender Klimabelastung:

Testdauer1500 h
Lufttemperatur70 °C
relative Luftfeuchte70 %
Ammoniakkonzentration750 ppm


Zur Bewertung der NH3-Beständigkeit wurden die Prüfmuster vor und nach dem Klimatest visuell, gravimetrisch und durch Messung der Materialstärke untersucht.

Die Messung der Shorehärte führte nur bei den Zubehörteilen zu relevanten und verwertbaren Ergebnisse. Die Materialien wurden anhand von je mindestens zwei Mustern geprüft.

Die Testergebnisse im Detail

Ammoniakbeständigkeit

Im Test waren alle geprüften Bauteile und Materialien beständig. Weder visuelle noch funktionelle Eigenschaften der Materialien waren nach der Begasung in der ammoniakhaltigen Umgebung eingeschränkt.

Alle Abweichungen der gemessenen Parameter lagen innerhalb der Messunsicherheit bzw. der Bewertungs­grenzen. Somit ist davon auszugehen, dass die Materialien in einer NH3-haltigen Atmosphäre, wie sie beispielsweise in einer Schweinestall-Abluft anzutreffen wäre, ausreichend Stand halten.

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Tabelle 3: Veränderungen durch die NH3-Beaufschlagung – Leergehäuse

Bauteil visuelle Beurteilung Gewicht Breite Höhe Dicke Bewertung
Kasten/Deckel grau mit Dichtung keine Veränderung 0,20% -0,50% 0,70% beständig
Deckel blautransparent mit Dichtung keine Veränderung 0,20% 0,90% beständig
Deckelschraube A keine Veränderung 2,30% 0,40% 3,80% beständig
Deckelschraube U keine Veränderung 1,50% 0,10% <0,1 % beständig
Leergehäuse Serie TK PC beständig

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Tabelle 4: Veränderung durch die NH3-Beaufschlagung – Zubehör

Zubehör visuelle Beurteilung Gewicht Shore-Härte Bewertung
SNI Stufennippel keine Veränderung < 3,0 % < 5,0 % beständig
AST Anbaustutzen keine Veränderung < 3,0 % < 5,0 % beständig
BST Belüftungsstutzen keine Veränderung < 3,0 % < 5,0 % beständig
DMS Doppelmembran-
stutzen
keine Veränderung < 3,0 % < 5,0 % beständig
DMS/sw Doppelmembran-
stutzen
keine Veränderung < 3,0 % +6,50% beständig
Isolierstopfen keine Veränderung < 3,0 % < 5,0 % beständig

Fazit

Die in der vorliegenden DLG-Anerkannt Prüfung untersuchten, fabrikneuen Materialien wurden bezüglich ihrer Ammoniakbeständigkeit im Labor und der NH3-Klimakammer des DLG-Testzentrum Technik & Betriebsmittel in Groß-Umstadt geprüft. Alle geprüften Materialien haben die Anforderungen hinsichtlich des untersuchten Kriteriums erfüllt. Somit ist das gesamte Bauteil gegenüber ammoniakhaltiger Stallluft als beständig einzustufen.

Kontakt

DLG e.V.
DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel
Max-Eyth-Weg 1
64823 Groß-Umstadt
Tel: +49(0)69/24 788-600
Fax: +49(0)69/24 788-690
E-Mail: tech(at)DLG.org

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Ein Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT in Einzelkriterien“ wird für landtechnische Produkte verliehen, die eine umfangsreduzierte Gebrauchswertprüfung der DLG nach unabhängigen und anerkannten Bewertungskriterien erfolgreich absolviert haben. Die Prüfung dient zur Herausstellung besonderer Innovationen und Schlüsselkriterien des Prüfgegenstands. Der Test kann Kriterien aus dem DLG-Prüfrahmen für Gesamtprüfungen enthalten oder sich auf andere wertbestimmende Merkmale und Eigenschaften des Prüfgegenstandes fokussieren. Die Mindestanforderungen, die Prüfbedingungen und -verfahren sowie die Bewertungsgrundlagen der Prüfungsergebnisse werden in Abstimmung mit einer DLG-Expertengruppe festgelegt. Sie entsprechen den anerkannten Regeln der Technik sowie den wissenschaftlichen und landwirtschaftlichen Erkenntnissen und Erfordernissen.

Der DLG-Anerkannt Prüfung „Ammoniakbeständigkeit“ umfasst technische Untersuchungen im Labor und der NH3-Klimakammer des DLG-Testzentrum Technik & Betriebsmittel in Groß-Umstadt. Es wurden fabrikneue Muster aller verbauten Materialien geprüft. Prüfgrundlage war die DLG-Prüfvorschrift für die Untersuchung der Ammoniakbeständigkeit, Version 2.0/2012. Andere Kriterien wurden nicht untersucht.

Hersteller und Anmelder

G. Spelsberg GmbH + Co. KG
Im Gewerbepark 1
D-58579 Schalksmühle

Kontakt:
Telefon +49 (0)2355 892-0
Telefax +49 (0)2355 892-299
info(at)spelsberg.de
www.spelsberg.de

Prüfungsdurchführung

DLG e.V.,
Testzentrum Technik und Betriebsmittel,
Max-Eyth-Weg 1,
64823 Groß-Umstadt

DLG-Prüfrahmen
DLG-Prüfvorschrift „Ammoniakbeständigkeit“,
Version 2.0/2012

Fachgebiet
Innenwirtschaft

Projektleiterin
Dipl.-Ing. Susanne Gäckler

Prüfingenieur
Dipl.-Ing. agr. Iris Beckert*
Dipl.-Ing. (FH) Sander Schwick, M.Sc. *

* Berichterstatter