DLG e.V. - Test: LED-Flächenleuchte ZeusLED

LED-Flächenleuchte ZeusLED DLG-ANERKANNT Ammoniakbeständigkeit, Reinigungsabstand

Beurteilung – kurz gefasst

Das LED-Flächenleuchte vom Typ „ZeusLED“ hat die DLG-Prüfung „Ammoniak­beständigkeit“ und „Reinigungs­abstand“ bestanden.

Aufgrund dieses Ergebnisses kann davon ausgegangen werden, dass diese Leuchten beständig gegenüber ammoniakhaltiger Stallluft sind und es zu keiner zusätzlichen ­Beschleunigung der normal zu ­erwartenden Alterung kommt.

Weiterhin gilt der einzuhaltende Reinigungsabstand als gut für die Anwendung bei der Reinigung von Ställen. Das LED-Flächenleuchte vom Typ „ZeusLED“ wurde zudem in der Prüfkammer aktiv betrieben, wobei keine zusätz­lichen Alterungserscheinungen festgestellt werden konnten.

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Tabelle 1: Zusammenfassung der Ergebnisse

Testergebnis Bewertung*
Ammoniakbeständigkeit des Leuchtengehäuses:
beständig +
Reinigungsabstand
Mindestabstand mit Flachstrahldüse: 5 cm + +
Wasser ohne Beschädigung des Gehäuses eingedrungen: Nein +
BEWERTUNGSSCHEMATA: Bewertung*
Ammoniakbeständigkeit:
beständig +
bedingt beständig
nicht beständig
Wasser ohne Beschädigung des Gehäuses eingedrungen
nein / ja + / –
Reinigungsabstand
5 cm + +
10 cm +
15 cm
20 cm
25 cm – –

* Bewertungsbereich: ++ / + / ◯ / – (◯ = Standard, k.B. = keine Bewertung)

Das Produkt

LED-Flächenleuchte „ZeusLED“

Bei der geprüften LED-Flächenleuchte handelt es sich um den Typ „ZeusLED“, der in Tierställen als Ersatz für Feuchtraumwannenleuchten eingesetzt werden kann.

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Tabelle 2: Technische Daten (Herstellerangaben)

ZeusLED
Elektrischer Anschluss
Spannung 100-240VAC
Frequenz 50/60 Hz
Leistung 32 W @100 %
Abmessung und Gewicht
Breite/Länge 121,5 mm x 438,5 mm
Höhe 82,5 mm
Gewicht 3,5 kg
Weitere technische Daten
Anzahl LED-Module 112 Osram LED
Gehäusematerial Aluminium pulverbeschichtet
Farbtemperatur 2700-5000 K
dimmbar ja, 0-100 %
Leuchtwinkel 139°
Lichtausbeute 110 lm/W
Lichtfrequenz 16.000 Hz
Schutzklasse IP 67
Lebensdauer > 50.000 Std. (L70)
Herstellungsland EU/Germany

Die Methode

Ammoniakbeständigkeit

Die Ammoniakbeständigkeit der LED-Hallenleuchten wurde als Labor­prüfung an drei Leuchten nach dem ­patentierten DLG-Teststandard für den landwirtschaftlichen Einsatz untersucht. Mit diesem Labortest soll die Eignung des Prüfmusters festgestellt werden, Einwirkungen von Stallluft über einer Nutzungsdauer von mindestens 10 bis 20 Jahren standzuhalten.

Testdauer1500 h
Lufttemperatur70 °C
relative Luftfeuchte70 %
Ammoniakkonzentration750 ppm

 

Zur Bewertung der Ammoniak­beständigkeit wurde jede Leuchte vor und nach dem Klimatest visuell,
gravi­metrisch und die Kunststoffteile zusätzlich durch Messung der Shorehärte (Shore-D) untersucht.
Ab 2017 werden Leuchten bei der DLG zusätzlich während der Ammoniakbegasung nach einem festgelegten Licht­programm betrieben um thermische Einflüsse durch Ein- und Ausschaltvorgänge zu erfassen.

Für alle Tests wurde die LED-Flächenleuchte vom Typ „ZeusLED“ sowohl passiv als auch aktiv geprüft. Für die Sicht­prüfung nach den Tests stand eine baugleiche Leuchte als Referenzmuster zur Verfügung.

Reinigungsabstand

Bei Prüfstandsuntersuchungen zur mechanischen Beständigkeit gegenüber Hochdruckreinigern wurde der minimale Reinigungsabstand ermittelt. Der minimale Reinigungs­abstand wird definiert als der Abstand zwischen Düse und Ober­fläche, bei dem keine Schäden an der Ge­häu­se­oberfläche erkennbar sind. Die Prüfung erfolgte unter den in Tabelle 3 dargestellten Bedingungen.

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Tabelle 3: Prüfbedingungen Reinigungsabstand

Leitungsdruck ~150 bar
Wasser kalt, ca. 1000 l/h, kein Reinigungsmittel
Düsentyp Flachstrahldüse, 25°
Einwirkdauer 1 Minute
Abstand 250 mm / 200 mm / 150 mm / 100 mm / 50 mm
Umgebungstemperatur 10°C

Für alle Tests wurde die LED-Flächenleuchte vom Typ „ZeusLED“ sowohl passiv als auch aktiv geprüft. Für die Sichtprüfung nach den Tests stand eine baugleiche Leuchte als Referenzmuster zur Verfügung.

Die Testergebnisse im Detail

Visuelle Prüfung

Ammoniakbeständigkeit

Visuelle Prüfung

Bei der vergleichenden Sichtprüfung nach der ­Ammoniakexposition konnte nur festgestellt werden, dass Verfärbungen am Lichtband der Leuchten aufgetreten sind, hierdurch aber keine Ver­änderung der Eigenschaften zu erwarten ist. Bei den aktiv geprüften Leuchten waren die Verärbungen etwas stärker ausgeprägt.Die Leuchten sind nicht gasdicht, so dass geringe Mengen Ammoniak bzw. Ammoniumverbindungen in die Leuchte gelangten. Die Auf­fällig­kei­ten werden als un­erheblich ein­gestuft.

Gravimetrische Prüfung

Beim Vergleich des Gewichts vor und nach der Ammoniakbelastung wurde keine messbare Gewichts­­zu- oder -abnahme festgestellt. Alle ermittelten Veränderungen lagen innerhalb der Messunsicherheit.

Härteprüfung

Bei der Härteprüfung nach Shore-D wurden keine messbaren Veränderungen festgestellt. Alle ermittelten Veränderungen lagen innerhalb der Messunsicherheit. 

Anhand der Ergebnisse dieser geprüften Parameter wird die Leuchte als beständig gegenüber Ammoniak eingestuft.

Reinigungsabstand

Selbst bei einem Abstand von 50 mm trat keine Beschädigung der Leuchte auf. Es drang zu ­keiner Zeit Wasser in die Leuchten ein. Um eine Beschädigung der Leuchten beim Reinigen sicher zu vermeiden, sollte ein minimaler Reinigungs­abstand von 10 cm gemäß Herstellervorgaben eingehalten werden.

Funktionsprüfung

Hierbei wurden keine Mängel festgestellt. Alle Leuchten funktionierten nach den durchgeführten Prüfungen.

Fazit

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse erfüllt die LED-Flächenleuchte vom Typ „ZeusLED“ bezüglich der Prüfkriterien „Ammoniak­beständigkeit“ und „Reinigungsabstand“ die Anforderungen (Bewertung „◯“ oder besser) für die Vergabe des Prüfzeichens DLG-Anerkannt. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass diese Leuchten beständig gegenüber ammoniakhaltiger Stallluft sind und es zu keiner zusätz­lichen Beschleunigung der normal zu erwartenden Alterung kommt.

Ein Reinigungsabstand von 5 cm ist mit diesem Leuchtentyp möglich. Es wird aber empfohlen, bei der Reinigung mindestens 10 cm Abstand zu halten.

Die LED-Flächenleuchte vom Typ „ZeusLED“ wurde während der Ammoniakbeaufschlagung in der Prüf­kammer sowohl passiv als auch aktiv betrieben und hat beide Prüfteile bestanden.

Andere Kriterien wurden nicht ­geprüft.

Kontakt

DLG e.V.
DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel
Max-Eyth-Weg 1
64823 Groß-Umstadt
Tel: +49(0)69/24 788-600
Fax: +49(0)69/24 788-690
E-Mail: tech(at)DLG.org

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Ein Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT in Einzelkriterien“ wird für landtechnische Produkte verliehen, die eine umfangsreduzierte Gebrauchswertprüfung der DLG nach unabhängigen und anerkannten Bewertungskriterien erfolgreich absolviert haben. Die Prüfung dient zur Herausstellung besonderer Innovationen und Schlüsselkriterien des Prüfgegenstands. Der Test kann Kriterien aus dem DLG-Prüfrahmen für Gesamtprüfungen enthalten oder sich auf andere wertbestimmende Merkmale und Eigenschaften des Prüfgegenstandes fokussieren. Die Mindestanforderungen, die Prüfbedingungen und -verfahren sowie die Bewertungsgrundlagen der Prüfungsergebnisse werden in Abstimmung mit einer DLG-Expertengruppe festgelegt. Sie entsprechen den anerkannten Regeln der Technik sowie den wissenschaftlichen und landwirtschaftlichen Erkenntnissen und Erfordernissen. Die erfolgreiche Prüfung schließt mit der Veröffentlichung eines Prüfberichtes sowie der Vergabe des Prüfzeichens ab, das fünf Jahre ab dem Vergabedatum gültig ist.

Die Prüfung „Am­mo­­niak­be­stän­dig­keit“ wurde als Labor­prüfung nach patentiertem DLG-Teststandard
durchgeführt. Mit diesem Test soll festgestellt werden, ob Stalleinrichtungen den Einwirkungen von Stallluft stand­halten. Andere Kriterien wurden nicht überprüft. Ab 2017 werden die Leuchten in der Prüfkammer sowohl passiv (ohne Stromversorgung) als auch aktiv nach einem festgelegten Lichtprogramm betrieben.

Anmelder

Big Dutchman International GmbH
Auf der Lage 2
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Deutschland

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www.bigdutchman.de

Prüfungsdurchführung

DLG e.V.,
Testzentrum Technik und Betriebsmittel,
Max-Eyth-Weg 1,
64823 Groß-Umstadt

DLG-Prüfrahmen
DLG-Anerkannt-Test „Ammoniakbeständigkeit“ (Stand: 03/2012)

Fachgebiet
Innenwirtschaft

Projektleiterin
Dipl.-Ing. Susanne Gäckler

Prüfingenieur
Dipl.-Ing. (FH) Tommy Pfeifer  *

* Berichterstatter