DLG e.V. - Lebensleistungen Zuchtsauen (DLG-Nachhaltigkeitsbericht 2016)

Fehlende Indikatoren DLG-Nachhaltigkeitsbericht 2016

Lebensleistungen Zuchtsauen

In dem vorliegenden Bericht findet sich weiterhin nur ein Indikator zur Schweinehaltung (Indikator 11), der auf bundesweiten validen Daten basiert. Um qualifizierte Aussagen zur Nachhaltigkeit in der Schweinehaltung zu treffen, werden weitere wissenschaftlich abgesicherte Indikatoren benötigt. Aus diesem Grund wurden als potenzielle Indikatoren die Lebensleistung der Zuchtsauen und die biologischen Kennzahlen der Mast mit aufgenommen. Da für diese beiden Indikatoren keine bundesweit einheitlich erhobenen Daten zur Verfügung stehen, werden diese im Folgenden exemplarisch anhand von Daten aus den DLG-Spitzenbetrieben Schwein dargestellt.

Das „DLG-Forum Spitzenbetriebe“ ist ein gemeinschaftliches Projekt mehrerer Beratungsorganisationen mit der DLG in Deutschland und läuft seit 2002. Ziel des Projektes ist es, durch eine jährliche Erhebung die Strategien erfolgreicher Mäster und Ferkelproduzenten abzufragen und auszuwerten. Die Datenerhebung wird durch die beteiligten Beratungsträger in den Betrieben durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse wird durch eine Arbeitsgruppe realisiert, die sich aus Fachleuten der beteiligten Beratungsträger und der DLG zusammensetzt. Betriebe, die an der Umfrage teilnehmen, sollten folgende Kriterien erfüllen:

Mastbetriebe: biologische und ökonomische Leistungsdaten der Betriebe sollten im obersten Viertel der Region liegen; Haupterwerb mit mindestens 1.000 Mastplätzen; Mindestens 250 kg Zuwachs pro m² Bruttostallfläche.

Ferkelerzeuger: biologische und ökonomische Leistungsdaten der Betriebe sollten im obersten Viertel der Region liegen;Haupterwerb mit mindestens 200 Sauen; Mindestens 24,5 aufgezogene Ferkel je Sau und Jahr.

Die Lebensleistung von Zuchtsauen hängt in erster Linie vom Erstferkelalter und der Nutzungsdauer ab. Langlebige und leistungsstarke Sauen sind in der Lage, über mehrere Jahre eine hohe Lebensleistung in den Bereichen „Anzahl Würfe/Sau*Jahr“ und „Anzahl abgesetzter Ferkel/Sau*Jahr“ zu erzielen. Um dies zu erreichen, spielt neben einem sehr guten einzelbetrieblichen Management auch die Zucht eine entscheidende Rolle. Die steigende Bedeutung von Zuchtzielen wie Aufzuchtleistung und Nutzungsdauer, hier wird vor allem auf die Merkmale Fundament und Gesundheit selektiert, unterstreichen den Trend, altersbedingte Leistungssteigerungen bei Zuchtsauen besser zu nutzen und zu frühes Ausscheiden aus den Beständen zu minimieren (Heusing, 2003).

Tabelle 4 zeigt die Entwicklung der Anzahl abgesetzter Ferkel/Sau und Jahr. Hier sind eindeutige Steigerungen in den vergangenen Jahren festzustellen. Diese sind in erster Linie dem verbesserten Management der Bestände und dem züchterischen Fortschritt zuzuordnen.

Tabelle 4: Kennzahlen aus der Sauenhaltung

Alle Produktionssysteme 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Anz. Betriebe 123 127 136 119 117 99
Anz. Würfe/Sau/Jahr 2,36 2,38 2,38 2,39 2,38 2,37
Anz. abgesetzter Ferkel/Sau/Jahr 25,4 26,2 26,8 27,6 28,3 28,9

Quelle: DLG-Forum Spitzenbetriebe Schwein

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