Initiative 
Plattform Ackerbau 

Die Initiative Plattform Ackerbau ist ein branchenübergreifendes Kooperationsnetzwerk, das Qualitäts- und Prozessherausforderungen im Ackerbau systematisch erfasst, bewertet und bearbeitet. Sie bietet einen neutralen Rahmen für den fachlichen Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der landwirtschaftlichen Erzeugung über den Handel und die Verarbeitung bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel.

Ziel der Initiative ist es, zentrale Problemstellungen gemeinsam zu identifizieren, Ursachen zu verstehen und praxisnahe, tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der klaren und sachlichen Kommunikation, um Transparenz zu schaffen, Vertrauen zu stärken und relevante Entwicklungen verständlich zu vermitteln.

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Interessierte Institutionen und Akteure können sich für weitere Informationen oder eine mögliche Mitwirkung direkt an uns wenden.

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Netzwerk-Termine

Jahrestagung des Verbands Deutscher Großbäckereien e.V. 

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Berlin-Tagung des Verbands der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V.

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Klarheit statt Kakophonie

Initiative Plattform Ackerbau verknüpft Expertise und Kommunikation  

Fünf Tools, fünf Landwirte – fünf unterschiedliche Ergebnisse bei der CO₂-Bilanz ein- und desselben Getreides. Oder: Öko-Test bewertet ein Produkt als bedenklich, das Europäische Getreidemonitoring (EGM) als sektorweites Monitoring für Getreide, Mehl und Mahlerzeugnisse in Deutschland, Österreich und der Schweiz identifiziert keinen Handlungsbedarf, der rechtliche Grenzwert wurde außerdem eingehalten. Szenarien wie diese zeigen, wo die Wertschöpfungskette Ackerbau heute steht: Jede Stufe arbeitet im Wesentlichen für sich, mit eigenen Methoden, eigenen Daten, eigener Kommunikation. Austausch und Zusammenarbeit innerhalb der Branche finden nur punktuell statt. Wenn es dann ernst wird, zum Beispiel bei einem Kontaminationsereignis, einer Rückstandsdebatte oder einer regulatorischen Verschärfung, fehlt die gemeinsame Grundlage. Die Initiative Plattform Ackerbau (IPA), im Januar 2026 gegründet, will genau das ändern. 

Zum Beitrag

Gruppenbild Initiative Plattform Ackerbau. @DLG / S.Pförtner
Die Initiative Plattform Ackerbau (IPA) auf den DLG-Feldtagen 2026 (.l.): Dr. Ulrich Dahm (Rohrbacherhof), Rudolf Hepp (DLG TestService GmbH / IPA), Clara Albrecht (Projektleiterin IPA / DLG e.V.), Bernhard Chilla (Agravis Raiffeisen AG), Christian Mieles (BVLH e.V.), Ralf-Thomas Reichrath (Edeka), Dr. Peter Haarbeck (VGMS e.V.), Björn Diesenhoff (Lieken GmbH), Konstanze Fritzsch (Bindewald + Gutting Mühlengruppe), Henrik Wiedenroth (Lidl), Erik Guttulsröd (DLG e.V.), Valery Gissler (Rewe Group). © DLG / S.Pförtner

Qualität, Transparenz, Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette

Die Initiative stärkt Qualität und Transparenz in der Wertschöpfungskette Ackerbau, um Themen wie Qualitätssicherung, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit im koordinierten Zusammenspiel aller Akteure erfolgreich zu gestalten.

Ziele sind:

Koordination entlang der Wertschöpfungskette

Wissens- und Erfahrungsaustausch über Disziplinen hinweg

Gemeinsame Entwicklung praxisnaher Lösungen

Transparente Kommunikation innerhalb der Wertschöpfungskette und mit der Öffentlichkeit

Thematische Schwerpunkte 

Die Initiative widmet sich schwerpunktmäßig den zentralen Kulturpflanzen des deutschen Ackerbaus. Dabei setzt die Initiative zu Beginn ihrer Arbeit den Fokus auf Getreide – perspektivisch kann die Facharbeit auf Ölsaaten und Zucker ausgeweitet werden

Im Fokus stehen Qualität, Ressourceneffizienz, CO₂-Bilanzen, Biodiversität, Fruchtfolgen sowie produkt- und prozessbezogene Herausforderungen, die in der landwirtschaftlichen Praxis und in der Verarbeitung auftreten.

Arbeitsweise

Die Plattform folgt einem strukturierten, wissenschaftlich fundierten Ansatz zur Bearbeitung von Qualitäts- und Prozessfragen. Dies umfasst:

  • Identifikation und Kategorisierung von Problemfeldern
  • Analyse von Risikoparametern und Eintragspfaden für Qualitätsmängel
  • Ursachenklärung und Erarbeitung praxisnaher Lösungswege

Die Arbeit erfolgt interdisziplinär und kollaborativ, unter Einbezug der relevanten Fachakteure entlang der Produktions- und Verarbeitungskette.

Organisation

Die Initiative hat sich eine klare Struktur gegeben: Ein Steuerungskreis legt strategische Prioritäten fest. Fachbeiräte entwickeln praxisorientierte Lösungen zu priorisierten Themen und installieren bei Bedarf projektbezogen Arbeitsgruppen, die die wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektive einbringen. Die Kommunikation der Ergebnisse erfolgt auf umgedrehtem Weg. Die DLG übernimmt als Geschäftsstelle die koordinierende Rolle in diesem Prozess.

Mitglieder des Steuerungskreises

DLG e.V. 

  • Dr. Anna Catharina Voges (ordentlich)
  • Dr. Lothar Hövelmann (stellvertretend)

Deutscher Raiffeisenverband e.V.  

  • Dr. Philipp Spinne (ordentlich)
  • Christian Grütters (stellvertretend)

Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V.  

  • Dr. Peter Haarbeck (ordentlich)
  • Katja Mieles (stellvertretend)

Verband Deutscher Großbäckereien e.V.   

  • Norbert Lötz (ordentlich)
  • Tobias Schuhmacher (stellvertretend)

Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH)    

  • Philipp Hennerkes (ordentlich)
  • Christian Mieles (stellvertretend)

Statements der Gründungsmitglieder 

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Initiative Ackerbau – Auftakt auf der Grünen Woche 2026 in Bildern 

(Zum Öffnen der Galerie Bilder anklicken)

Netzwerk und Trägerschaft

Die Plattform wird von einem breiten Bündnis relevanter Fach- und Branchenverbände getragen. Diese Kooperation ermöglicht eine disziplinübergreifende Betrachtung von Herausforderungen und Lösungsansätzen, die über einzelne Kulturen oder Prozessschritte hinausgehen.

Beiträge zum Thema