DLG e.V. - "AG Öff": Zur Pflege des Images

"AG Öff": Zur Pflege des Images

Gesellschaftliche Entwicklungen, neue Anforderungen und Möglichkeiten in der Medienwelt sowie der Wegfall der CMA haben die Kommunikation der Landwirtschaft in den vergangenen Jahren auf eine harte Probe gestellt. Nichts desto trotz ist dies auch eine große Chance. Nämlich die Chance, die Kommunikation selbst in die Hände zu nehmen, sie individuell zu gestalten und damit interessante Storys zu präsentieren.

In den vergangenen Jahren hat sich eine Vielzahl von Initiativen und Bewegungen zur Öffentlichkeitsarbeit etabliert, die Spaß daran finden, die Menschen fernab der Landwirtschaft über die Entstehung von Lebensmitteln zu informieren. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig - den „richtigen“ Weg gibt es also nicht. Zur optimalen Information bedarf es deshalb eines Kommunikations-Mix. Dieser Mix setzt sich aus einer branchenübergreifenden sowie einer einzelbetrieblichen Kommunikationsstrategie zusammen.

So hat das „Forum Moderne Landwirtschaft“ als branchenübergreifendes Sprachrohr mit den AgrarScouts und dem Erlebnisbauernhof auf der Internationalen Grünen Woche bereits sehr gute Ansätze und Projekte entwickelt, um die Konsumenten in den Städten dauerhaft zu erreichen. Darüber hinaus gibt es bereits eine Reihe von etablierten Initiativen und Kampagnen in den sozialen Medien. Diese tragen erfolgreich zur landwirtschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit bei: Beiträge auf Facebook, Twitter, YouTube und Co. zu veröffentlichen ist sinnvoll und ein wichtiger Beitrag zur Imagepflege.

Der persönliche Kontakt zum Landwirt wird dadurch allerdings nicht ersetzt. Dabei haben die Landwirtinnen und Landwirte einen großen Vorteil: Die Authentizität!

Denn als Unternehmer haben sie die Möglichkeit, der Landwirtschaft ein Gesicht zu geben und ein Anlaufpunkt für Fragen zu sein. Diesen (neuen) Aufgaben nehmen sich bereits viele an: Egal, ob Unterricht auf dem Bauernhof oder Besuchergruppen, die sich für die Erzeugungsschritte interessieren – die Landwirtschaft schenkt den Fragen ein offenes Ohr und schafft zugleich Vertrauen. Aber lässt sich die Aufgabe wirklich vollends in den Betrieben umsetzen? Und wenn ja: Was fehlt, um den Anforderungen gerecht zu werden?

Die Junge DLG hat sich ausführlich mit diesen Fragen beschäftigt: Gesellschaftliche Entwicklungen und der schwindende Bezug zur Urproduktion bestätigen zunehmend die Notwendigkeit nach mehr Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Und wer kann die entstehenden Fragen letztlich besser beantworten, als die Betriebsleiter selbst?

Deshalb hat sich die Junge DLG im April 2017 mit der Gründung einer Arbeitsgruppe für Öffentlichkeitsarbeit in der Landwirtschaft dazu entschieden, landwirtschaftliche Unternehmer/innen bei Fragen zur täglichen Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Dafür wird die Arbeitsgruppe das DLG-Netzwerk mit fachlichem Austausch und interessanten Beiträgen bereichern. Unter anderem werden Handlungsempfehlungen erarbeitet, um nötige Impulse in die Branche zu senden und das Themenfeld weiterzuentwickeln.

Zusammengesetzt aus 20 Experten der Bereiche Landwirtschaft, Agribusiness, Marketing, Public Relations und Wissenschaft liefert die Gruppe damit einen Beitrag zur Imagepflege und zur Attraktivität der landwirtschaftlichen Branche. Die Erstellung erster Publikationen zeigt: Der Bedarf an Handlungsempfehlungen ist groß, und die Themen sind vielseitig – denn Imagepflege ist ein zentrales Thema aller Erzeugungsschritte innerhalb der Landwirtschaft.

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse an einer Mitarbeit in der Arbeitsgruppe steht Ihnen Stefan Luther, Leitung Junge DLG unter JungeDLG(at)DLG.org bzw. per Telefon unter 069 24788-308 gerne zur Verfügung.