4. Die DLG-Logos seit 1885

Das erste DLG-Logo: das legendäre „Ochsengespann“mit den DLG-Initialen

Das erste DLG-Logo: das legendäre „Ochsengespann“mit den DLG-Initialen (ab 1885), von Max Eyth eigenhändig gezeichnet.

Schon vor der Gründung der DLG war Max Eyth klar, dass die DLG ein Logo braucht. Mit seinen langjährigen Erfahrungen im Vertrieb und bei der Einführung neuester Technik und dem Wissen darum. wie Menschen für Ideen zu begeistern sind, hatte er ein ausgeprägtes Gespür für die Kriterien, auf die es hierbei ankam: Einprägsamkeit und Aufmerksamkeit. Max Eyth suchte ein Zeichen von hoher Symbolik und gutem Wiedererkennungswert. Die Abkürzung „DLG“ ist von ihm erfunden worden, eigenhändig zeichnete er das erste Logo, das heute im Original im Präsidentenbüro der DLG hängt. Es ist das berühmte „Ochsengespann“, bei dem die Peitsche des Ochsenführers die Buchstaben „DLG“ bilden.

Dieses Logo wurde bis zur Auflösung der DLG im Jahre 1934 verwendet. Auch nach der Wiedergründung im Jahre 1947 wurde es zunächst wieder eingesetzt. Ab 1956 war die DLG offensichtlich auf der Suche nach einem zeitgemäßen Logo, denn sie experimentierte mehrere Jahre sowohl mit „Ochsengespann“-Logo als auch nur mit den drei Buchstaben „DLG“ als reine Wortmarke. 

Der „DLG-Punkt“ von 1963 bis 1977.

Der „DLG-Punkt“ von 1963 bis 1977.

1963 war dann das DLG-Logo gefunden, das bis 1977 kommuniziert wurde. Es war ein sehr einfaches, die drei Buchstaben DLG herausstellendes Logo, der so genannte „DLG-Punkt“. Es war dies eine Reduktion auf die Buchstaben der Abkürzung „DLG“, meist negativ im schwarzen Umfeld dargestellt. Es wurde aber oft auch der Farbe des Papiers angepasst. Dieser DLG-Punkt bildete zugleich die Grundlage für die verschiedenen Gütezeichen und Prämierungs-Medaillen der DLG, mit denen Preisträger im Bereich Lebensmittel und Betriebsmittel im Agrarbereich ausgezeichnet wurden.

Das markante dritte DLG-Logo 1977-1997.

Eine entscheidende Weiterentwicklung auf dem Weg zur Profilierung der „DLG“ als Marke und damit als wirksames Instrument für „Corporate Identity“ bedeutete das dritte Logo der DLG ab 1977. Der DLG-Punkt wurde nun mit einem quadratischen Rahmen versehen und das Signet „DLG“ deutlich vergrößert. Das neue Logo erfüllte die Kriterien für Markennamen: klare Identifikation und Relevanz für die Branche, Einprägsamkeit, emotionale Wirkung und Imagestiftung. Das neue, moderne Logo mit seiner speziellen grünen Farbe wurde auf allen Werbe- und Informationsmitteln, Ständen, Veröffentlichungen, Broschüren und im Schriftverkehr eingesetzt – erste Schritte einer Corporate Identity. Es war sehr aufmerksamkeitsstark, eindeutiger Identifikation und mit Emotionalität und wurde auf allen Werbe- und Informationsmitteln, Veröffentlichungen und Ständen, Unterlagen, Prospekten als einheitlicher Absender verwendet.

Das moderne vierte DLG-Logo seit 1997.

Das moderne vierte DLG-Logo seit 1997.

Die Aspekte Natur, Umwelt und Tierschutz erhielten in den 1980-er und 1990-er Jahren gesellschaftspolitisch zunehmende Bedeutung. Mit diesen Themen hat sich die DLG in Veranstaltungen, in der Facharbeit und in Veröffentlichungen schon früh intensiv beschäftigt. Dies sollte auch das DLG-Logo zum Ausdruck bringen. So entstand 1997 das DLG-Logo in seiner heutigen Form. Zu dem bisherigen Farb- und Formmuster kamen die drei farbigen „Wischer“ in den DLG-Grundfarben neu hinzu. Sie symbolisieren Natur, gesunde Böden und Umwelt als Basis für Landwirtschaft, gesunde Rohstoffe und Nahrungsmittel – und damit für die DLG. Pretests im Herbst 1997 bei Mitgliedern, Ausstellern aus dem Agrarbereich und Preisträgern aus der Ernährungswirtschaft zeigten eine außerordentlich hohe Akzeptanz für das neue Logo.

(hgb)

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