DLG-Gütezeichen für Mischfutter Für hohe Leistungen und gute Tiergesundheit

Hohe Leistungen im Stall und gute Tiergesundheit sind nur mit hochwertigen, bedarfsgerechten und sicheren Futtermitteln zu erzielen. Landwirtschaftliche Nutztierhalter müssen sich darauf verlassen können, dass die Qualität stimmt. Sie können die Einhaltung der immer komplexer werdenden Anforderungen selbst nicht oder nur mit hohem Aufwand kontrollieren. Mischfutter mit DLG-Gütezeichen wird nach unabhängigen fachlichen Vorgaben – den DLG-Standards – hergestellt und laufend auf Qualität und Sicherheit kontrolliert.

Eine hohe Verlässlichkeit über das ganze Jahr

Qualitätsschwankungen beim Futter bedeuten immer Einbußen bei Leistung und Ertrag.

Je nach Futtertyp werden folgende Parameter routinemäßig untersucht:

  • Energie
  • Rohprotein, Rohfett
  • Aminosäuren
  • Calcium, Phosphor
  • Kupfer, Zink

Weitere erwünschte und unerwünschte Stoffe werden im Rahmen von Stichproben nachgewiesen.

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Sonderuntersuchung 2014: Schweinemineralfutter zusätzlich auf Phytase untersucht

Der native Gehalt an verdaulichem Phosphor (P) im Schweinefutter ist vor allem durch die Verdaulichkeit des Phosphors im Basisfutter begrenzt. Insbesondere bei Futtermitteln pflanzlichen Ursprungs liegt die P-Verdaulichkeit nur zwischen 10 bis 60 % - im Gegensatz zu tierischen (80 bis 90 % P-Verdaulichkeit) oder mineralischen Komponenten (75 bis 95 % P-Verdaulichkeit).

Eine ausreichende Versorgung der Schweine mit Phosphor kann über verschiedene Wege gewährleistet werden. Zum einen besteht die Möglichkeit, dem Futtermittel bis zu 5 % gut verfügbares, anorganisches Phosphat zuzusetzen – dies ist jedoch mit relativ hohen Kosten verbunden. Eine kostengünstigere Alternative ist der Zusatz des Enzyms Phytase, das den in den pflanzlichen Futtermitteln gebundenen Phosphor abspaltet und damit für die Schweine verfügbar macht. Mineralfutter mit Phytasezusatz kommen deshalb üblicherweise mit einem Zusatz von maximal 3 % mineralischem Phosphat aus, was auch zu einer verbesserten Nutzung des Phosphatangebots und geringeren Phosphorausscheidungen führt. Phytase erhöht außerdem die Verdaulichkeit von Calcium, Eisen und Zink und hilft damit Futter- und Umweltkosten zu sparen.

Phytasehaltige Mineralfutter werden deshalb immer stärker nachgefragt. Daher sollte mit dieser Sonderuntersuchung überprüft werden, ob auch die Phytasegehalte im Gütezeichenfutter den Anforderungen entsprechen und die Deklarationstreue eingehalten wird. Dies konnte eindeutig bestätigt werden und zeigt wiederum, dass DLG-Gütezeichenfutter halten, was sie versprechen.

Das DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel hat im Rahmen einer Sonderuntersuchung 67 Mineralfutter für Schweine zusätzlich auf den Gehalt an Phytase untersucht. Einbezogen waren die Futtertypen:

  • Lysinhaltiges Mineralfuttermittel für Ferkel (17 Futter)
  • Lysinhaltiges Mineralfuttermittel für Mastschweine (25 Futter)
  • Lysinhaltiges Mineralfuttermittel für Sauen (25 Futter)

Die Phytase-Deklaration lag bei den Ferkelfuttern zwischen 9.500 bis 25.000 U/kg, bei den Mastschweinefuttern zwischen 9.000 bis 30.000 U/kg und bei den Sauenfuttern zwischen 9.000 bis 30.000 U/kg. Die Befundwerte lagen zwischen 7.410 bis 21.400 U/kg bei den Ferkeln, zwischen 8.957 bis 34.386 U/kg bei den Mastschweinen und zwischen 8.985 bis 33.478 U/kg bei den Sauen. Eine Probe konnte wegen unterschiedlicher Teilmusterergebnisse nicht ausgewertet werden.

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Kontakt

DLG e.V.
DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel
Max-Eyth-Weg 1
64823 Groß-Umstadt
Tel: +49(0)69/24 788-600
Fax: +49(0)69/24 788-690
E-Mail: tech(at)DLG.org

Georg Steuer

g.steuer(at)DLG.org
Tel.: +49(0)69/24 788-632

Bereiche:
Mischfutter, Koordinierungsstelle Verein Futtermitteltest e. V.

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