DLG e.V. - DLG-Merkblatt 372: DLG-Standard zur Kalkulation einer Kurzumtriebsplantage

DLG-Merkblatt 372: DLG-Standard zur Kalkulation einer Kurzumtriebsplantage

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Kurzumtriebsplantagen (KUP) erobern langsam aber stetig die landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland. Immer öfter sieht man Flächen in der Landschaft, auf denen Landwirte schnellwachsende Baumarten wie Pappeln oder Weiden anbauen. Allgemeine Fragestellungen zum Anbau und zur Pflege und Ernte einer KUP werden in dem DLG-Merkblatt „Kurzumtriebsplantagen – Anlage, Pflege, Ernte und Wertschöpfung“ (Nr. 371) betrachtet.

Grundlage der betrieblichen Entscheidung für oder gegen eine KUP ist eine transparente und umfassende Kalkulation der relativen Vorzüglichkeit zu anderen landwirtschaftlichen Nutzungen der Fläche. Die Erfahrungen zeigen, dass der mehrjährige Anbau und die – im Vergleich zu anderen landwirtschaftlichen Produktionszweigen – sehr jungen Praxiserfahrungen oftmals zu Unklarheiten bei der Kalkulation einer KUP führen. Zuweilen werden gar die falschen Methoden der Investitionsrechnung angewendet. Im Ergebnis dessen kommen Landwirte zu Fehlurteilen, die letztlich auch finanzielle Schäden durch entgangene Gewinne bewirken können.

Mit dem vorliegenden Merkblatt „DLG-Standard zur Kalkulation einer Kurzumtriebsplantage“ wird versucht, einen bundesweit einheitlichen Standard zur Kalkulation zu definieren. Ziel ist es, die Kalkulationsmethode zu definieren und die Datenquellen festzulegen. Es soll möglich sein, betriebsindividuelle Daten im standardisierten Verfahren zu verwenden, wenn diese vorliegen. Anderenfalls sollen DLG-Richtwerte in der Kalkulation angesetzt werden. Diese wurden aufgrund der Erfahrungen der Expertinnen und Experten des Runden Tisches KUP bei der DLG definiert und werden regelmäßig angepasst.

Der Aufbau des Merkblattes ist eng an den naturalen Abläufen orientiert. Im ersten Kapitel werden die Grundannahmen und Richtwerte für die Daten dargestellt und erläutert. Im zweiten Kapitel wird die Kalkulationsmethode dargestellt, die im dritten Kapitel beispielhaft angewendet wird.

Autoren:

- Prof. Dr. Peter Wagner, Universität Halle
- Dr. Jörg Schweinle, von Thünen Institut, Braunschweig
- Dr. Frank Setzer, DLG e. V., Frankfurt/Main
- Mathias Kröber, Universität Halle
- Martin Dawid, DLG e. V., Frankfurt/Main

- DLG-Ausschuss für Forstwirtschaft

Kontakt

Michael Biallowons
Servicebereich Marketing und Mitglieder
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