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Dieseleinsparung in der Pflanzenproduktion

Betriebsorganisation, Geräteeinsatz und Schleppereinsatz optimieren - DLG hat Merkblatt herausgegeben

Die Treibstoffkosten sind im landwirtschaftlichen Betrieb zu einem bedeutenden Kostenfaktor geworden. Maßgeblich verantwortlich dafür sind zum einen der gestiegene Rohölpreis und zum anderen die Änderung des Mineralölsteuergesetzes. Seit 1999 ist die Mineralölsteuer um knapp 50 Prozent angestiegen, und gleichzeitig ist der Anteil der Mineralölsteuererstattung für den Landwirt von 66 Prozent auf etwa 46 Prozent gesunken. Hinzu kommt, dass seit dem 1. Januar 2005 die Mineralölsteuererstattung nur bis zu einem jährlichen Dieselverbrauch von 10.000 Litern unter Abzug eines Selbstbehaltes von 350 EUR berücksichtigt wird. Für große Betriebe mit einem jährlichen Dieselverbrauch von deutlich mehr als 10.000 Litern bedeutet dies einen enormen Anstieg der Treibstoffkosten. Wegen des hohen Steueranteils von etwa 60 Prozent am Dieselpreis ist die Möglichkeit des Verkäufers, Rabatte zu gewähren, stark eingeschränkt. Daraus folgt, dass der Landwirt durch organisatorische Maßnahmen, wie den Bezug großer Chargen durch gemeinsamen Einkauf, die Dieselkosten nicht entscheidend verringern kann. Darüber hinaus ist auch die Verwendung von preiswerten alternativen Kraftstoffen, wie Biodiesel (RME, Rapsmethylester) oder Rapsöl, nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Der DLG-Ausschuss für Technik in der Pflanzlichen Produktion hat sich ausführlich mit Dieseleinsparpotenzialen in der Pflanzenproduktion befasst und jetzt unter der Federführung von Dr. Norbert Uppenkamp von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (Münster) ein neues DLG-Merkblatt dazu herausgegeben. Darin sind effektive Maßnahmen beschrieben, wie im Rahmen der Betriebsorganisation sowie beim Geräte- und Schleppereinsatz die Kraftstoffkosten gesenkt werden können. Das Merkblatt enthält zudem eine Checkliste „Diesel sparen“.

 
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