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DLG hat Max-Eyth-Stiftungsprofessur „Mess- und Prüftechnik“ an der Universität Hohenheim eingerichtet

Erste Professur für Mess- und Prüftechnik in der Landtechnik - Stärkung der Agrarforschung und Landtechnik am Standort Deutschland

Stolz präsentieren DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer (links) und der Rektor der Universität Hohenheim Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Peter Liebig die unterschriebenen Verträge über die Einrichtung der Max-Eyth-Stiftungsprofessur Die DLG fördert ab kommendem Wintersemester 2008/2009 eine neue Stiftungsprofessur „Mess- und Prüftechnik“ an der Universität Hohenheim. Der Lehrstuhl wird am Institut für Agrartechnik angesiedelt sowie nach dem DLG-Gründer und Vater der modernen Landtechnik Max Eyth benannt. „Dies ist ein deutliches Zeichen zur Stärkung der Agrarforschung und insbesondere der Agrartechnik am Standort Deutschland“, hoben der Rektor der Universität Hohenheim Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Peter Liebig und DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer bei der feierlichen Vertragsunterzeichnung am 25. August 2008 im Hohenheimer Schloss hervor. Die besondere Bedeutung liegt auch darin, dass es der erste Lehrstuhl seiner Art ist, worauf Liebig und Bartmer in ihren Ansprachen hinwiesen. Beide sehen zudem in der neu errichteten Professur eine Stärkung des Verbundes von Wissenschaft und Praxis sowie eine große Chance, dem akuten Nachwuchskräftemangel zu begegnen.

Wachsende Bedeutung der Agrarforschung und der Landtechnik

Landwirtschaft habe heute für die Gesellschaft nach Auffassung des DLG-Präsidenten eine Jahrhundert-Herausforderung zu meistern, nämlich Ernährungssicherung, Energieversorgung und Klimaschutz. „Agrar wird daher zu einer Schlüsseldisziplin an den Hochschulen“, davon ist Bartmer überzeugt. Technischer Fortschritt sei dafür überlebensnotwendig, und die Landtechnik habe daher in der Landwirtschaft eine zentrale Bedeutung, die weiter zunehmen werde, wie DLG-Präsident Bartmer weiter betonte. Modernste Techniken in hoch entwickelten Maschinen ermöglichen eine qualitativ hochwertige Erzeugung von Agrarprodukten. „Vor allem sind modernste Technologien auch mit Voraussetzungen dafür, dass die aktuellen Jahrhundert-Herausforderungen gemeistert werden können“. Ganz im Sinne von Max Eyth werden durch die Stiftungsprofessur Synergien für den Fortschritt in der Landwirtschaft und der Landtechnik geschaffen, davon ist Bartmer überzeugt. In der Stiftungsprofessur sieht er einen wichtigen Zukunftsschritt der DLG für Landwirtschaft, Agrarforschung und Industrie.

Zielsetzung der Stiftungsprofessur

Max-Eyth StiftungsprofessurZielsetzung der Max-Eyth-Stiftungsprofessur sei die Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte auf dem Gebiet der Landtechnik. Schwerpunkte seien dabei, so Liebig und Bartmer, die Entwicklung anwendungsorientierter Testmethoden sowie die Entwicklung von Messtechnik und Prüfständen für aktuelle Testvorhaben in der Landtechnik. Dabei würden die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für Testmethoden landtechnischer Maschinen und Geräte sowie die Entwicklung, Konzeption und Konstruktion von Messtechnik zur Durchführung von Versuchen besondere Schwerpunkte darstellen.

Markt braucht technische Transparenz

Angesichts der zentralen Bedeutung der Landtechnik für die Praxis, brauche der Markt nach den Worten von Bartmer „technische Transparenz“. Die Landwirte benötigen mehr Informationen über „die inneren Werte der Maschinen“, wie der DLG-Präsident es bezeichnete. Daher werde die Bedeutung von Maschinenprüfungen für die Industrie wie auch für die Praxis zunehmen. Seit ihrer Gründung durch Max Eyth im Jahr 1885 hat die DLG den Auftrag, den Fortschritt in der Landwirtschaft zu fördern. Dazu zählen von Anfang an auch die Prüfungen von Landmaschinen. Grundlagen dafür sind Methoden, Messtechniken und Prüfstände. Der Konzeption und Weiterentwicklung von anwendungsorientierten Prüfprogrammen kommen dabei zentrale Bedeutungen zu. Diese auch wissenschaftlich kontinuierlich zu begleiten, ist wesentliches Ziel der Einrichtung der Stiftungsprofessur. Damit sichert die DLG Stetigkeit in Praxis, Forschung und Lehre. Zudem werden aktuelle Messmethoden für die landtechnische Praxis entwickelt.

Weitere Stärkung der Agrartechnik in Hohenheim

In der Errichtung des neuen Lehrstuhls sieht der für Forschung zuständige Prorektor Prof. Dr. Dr. h.c. Karlheinz Köller eine Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Universität Hohenheim in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Agrartechnik. „Die Stiftungsprofessur der DLG wird für wesentliche Bereiche in Forschung und Lehre einen Beitrag leisten“, so Prof. Köller weiter. Dazu zählen die Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte auf dem Gebiet der Agrartechnik sowie die Entwicklung wissenschaftlicher Grundlagen für Testmethoden landtechnischer Maschinen und Geräte. Weitere Aufgaben sind die Konzeption, Entwicklung und Konstruktion von Messtechnik zur Durchführung von Versuchen sowie die Umsetzung von Grundlagenuntersuchungen in anwendungsorientierte Prüfmethoden. Die Erprobung neu entwickelter Messverfahren soll durch Forschungsprojekte im Bereich „Mess- und Regeltechnik“ gemeinsam mit Industrie und der DLG initiiert werden. Die Projekte der Stiftungsprofessur erfolgen in enger Abstimmung mit dem DLG-Testzentrum Technik & Betriebsmittel in Groß-Umstadt, dem europaweit führenden Testzentrum in der Landtechnik.

Kontaktadressen:

Prof. Dr. agr. Thomas Jungbluth, Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften, Tel.: 0711/459-22322, E-Mail: agrar@uni-hohenheim.de

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Karlheinz Köller, Prorektor für Forschung, Fg. Verfahrenstechnik in der Pflanzenproduktion, Tel.: 0711/459-23139, E-Mail: koeller@uni-hohenheim.de

DLG e.V., Pressestelle, Friedrich W. Rach, Tel.: 069/24788-202, Fax.: 069/24788-112,
E-mail: F.Rach@DLG.org

 

 
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