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Energieschätzung beim Grobfutter passt!
Bei der Untersuchung von Gras- und Maissilage steht die Abschätzung der Energiegehalte im Vordergrund. Die Schätzgleichungen wurden 1996 bundesweit auf Basis der verfügbaren Verdaulichkeitsbestimmungen neu gefasst. Zur Überprüfung der Formeln wurden die in Haus Riswick seither durchgeführten Verdaulichkeitsbestimmungen an Hammeln herangezogen. Es standen 24 Gras- und 23 Maissilagen zur Verfügung. Im Mittel der Versuche stimmten die Gehalte an ME und NEL aus der Bestimmung an Hammeln und der Schätzung auf Basis der Analysendaten gut überein, nur im Einzelfall ergaben sich geringfügige Abweichungen. Die Beurteilung der Abweichungen über den Standardschätzfehler. Mit Schätzfehlern von 4,2 % bei Grassilage und 3,5 % bei Maissilage zeigte sich eine gute Schätzgenauigkeit. Die Anwendung der Formeln hat sich somit bewährt. Für den Landwirt liefern die Ergebnisse der LUFAen in Bonn und Münster damit eine gute Einschätzung der Qualität der eingeschickten Proben.
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Futtertyp |
Anzahl Versuche |
Energiegehalt (MJ ME/kg TM) |
Schätzfehler % |
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Bestimmung |
Schätzung |
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Grassilage |
24 |
10,19 |
10,16 |
4,2 |
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Maissilage |
23 |
11,27 |
11,12 |
3,5 |
Entscheidend für die Aussagefähigkeit der betriebseigenen Futteranalyse ist die Repräsentativität der Probe. Fehler in der Probenahme und späterer Futterverderb durch Nacherwärmung und Schimmelbildung können die Aussage verfälschen. Es empfiehlt sich eine Probenahme durch geschulte Probenehmer, die auch über die erforderlichen Geräte verfügen. Nacherwärmung und Schimmelbildung sind durch sachgerechte Anlage der Silagen (Verdichtung, Abdeckung, Vorschub) und die richtige Entnahme gering zu halten. Aktuell empfiehlt sich die Beprobung der Silagen des 1. Schnitts. Nach sechs Wochen Lagerdauer ist die Silierung weitgehend abgeschlossen.
Quelle: Dr. Hubert Spiekers, Referat 32 a der Landwirtschaftskammer Rheinland, Bonn
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