Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Naturschutz von DLG und WWF
Auf Initiative der Präsidenten von DLG und WWF hat sich im Frühjahr 1999 eine Arbeitsgruppe gebildet, die Themen im Überschneidungsbereich zwischen Landwirtschaft und Naturschutz bearbeitet. Dieses „Joint-Venture“ ist wohl einmalig und im aktuellen Zeitgeschehen besonders herausragend, sind doch die Beziehungen zwischen Vertretern beider Lager in der Regel mehr durch zünftigen und medienwirksamen Schlagabtausch als durch konstruktive und gemeinsame Sacharbeit gekennzeichnet. Die AG besteht aus landwirtschaftlichen Praktikern, Verbandsvertretern und Aktiven aus dem Bereich Naturschutz, Wissenschaftlern aus Ökologie, Pflanzenproduktion und Ökonomie sowie Verwaltungsspezialisten aus dem Agrar- und Umweltsektor der Länder- und der Bundesebene.
Ziele und Interessenschwerpunkte
Konstruktive Sacharbeit ist das Kerninteresse der AG. Dazu gehört die Identifikation von Problemen und die Erarbeitung gemeinsamer Lösungsansätze von Landwirtschaft und Naturschutz und deren Diskussion in der Fachöffentlichkeit. Auf der Agenda steht die gute fachliche Praxis, ebenso wie die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes. Fragen der Artenvielfalt und des Flächenverbrauches geben weiteren Diskussionsstoff. Auch das Umfeld von Cross Compliance und Modulation sind immer wieder Gegenstand der Erörterungen.
Aktivitäten und Aufgabengebiete
Bislang lieferten einzelne Mitglieder der AG Fachbeiträge auf einer Vielzahl von Veranstaltungen. Zum Beispiel auf dem DLG-Kolloquium, auf der DLG-Wintertagung, den DLG-Unternehmertagen 2004 und auf der Sommerakademie 2004 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. In diese Fachbeiträge sind auch Diskussionen und Standpunkte der AG eingeflossen. Schwerpunkt der Arbeit sind die Agrarumweltprogramme. Dazu wurde im Mai 2002 ein Papier verabschiedet, das der Öffentlichkeit von den beiden Präsidenten von DLG und WWF im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Das Papier skizziert die bisherigen Erfolge der Programme und beleuchtet das Potenzial, was in ihnen steckt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Biodiversität und Artenvielfalt. Im Mai 2004 legte die AG ein Papier zur Frage der Biodiversität in Kulturlandschaften mit 33 Vorschlägen und Lösungsansätzen vor.
Aktuelle Themen
Agrarumweltprogramme und Biodiversität werden Schwerpunkte der Arbeit bleiben, hinzu kommen die kritische Begleitung der Umsetzung des Bundesnaturschutzgesetzes, Fragen im Zusammenhang der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (z.B. Cross-Compliance und Modulation), die Bedeutung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) sowie die gute fachliche Praxis der Landwirtschaft.
Biomasse als Energieträger wird zukünftig erheblich an Bedeutung gewinnen. Sie hat das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas zu leisten, insbesondere bei der Einsparung von CO2. Es zeichnet sich jedoch ab, dass den unbestreitbaren ökologischen und ökonomischen Vorteilen auch Risiken gegenüber stehen. Diese Risiken und Konfliktpotenziale hat die AG Landwirtschaft und Naturschutz von DLG und der WWF auf der Tagung "Energie aus Biomasse - Herausforderungen für Landwirtschaft und Naturschutz" am 30./31. Mai 2005 in Berlin mit nahmhaften Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutiert.
Vertretene Bereiche
- Landwirtschaftliche Praktiker
- Verbandsvertreter und Aktive aus dem Bereich Naturschutz
- Wissenschaftler aus Ökologie, Pflanzenproduktion und Ökonomie
- Verwaltungsspezialisten aus dem Agrar- und Umweltsektor der Länder- und der Bundesebene
Ansprechpartner
Die Geschäftsführung der AG liegt gemeinsam bei DLG und WWF
AG-Geschäftsführung (DLG) Dr. Lothar Hövelmann Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. Telefon / Fax: 069/24788-306/-114 E–Mail:

AG-Geschäftsführung (WWF) Imke Lübbeke World Wide Fund for Nature WWF Telefon / Fax: 030-30874216/30874250 E–Mail: Luebbeke@wwf.de
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