Bester Jungwinzer Deutschlands gekürt
Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt zum zweiten Mal den „Besten Jungwinzer des Jahres“ gekürt. Junge Talente aus allen Anbauregionen Deutschlands bewarben sich in diesem Jahr um den Nachwuchspreis der deutschen Weinwirtschaft. Eine Fachjury aus Vertretern des Deutschen Weininstituts (DWI), des Europäischen Weinmagazins „Vinum“, der Fachzeitschrift „Deutsches Weinmagazin“ sowie der DLG hat jetzt die besten deutschen Weintalente und die Entdeckungen des Jahres gekürt. Bester Jungwinzer des Jahres wurde Andreas Laible vom badischen Weingut Laible (Durbach), „Vizemeister“ wurde Jürgen Bähr aus der Pfalz (Weingut Bärenhof, Ungstein). Den dritten Platz teilen sich Timo Eppelmann (Weingut Eppelmann, Stadecken-Elsheim/Rheinhessen) und Daniel Sauer (Weingut Rainer Sauer, Escherndorf/Franken). Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der DLG-Sieger-Gala der Bundesweinprämierung am 31. Oktober im Steigenberger Airport-Hotel am Frankfurter Flughafen statt.
Mit dem Preis des besten Jungwinzers fördert die DLG gezielt den deutschen Winzernachwuchs und vor allem nachhaltige Qualitätsarbeit als wichtigen Erfolgsfaktor. Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Leistungen sind beeindruckend und zeigen, dass die deutsche Weinwirtschaft über einen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs verfügt.
Herausragende Talente des deutschen Weins Die Teilnehmer mussten zunächst ihr weinbauliches Können im Rahmen der diesjährigen Bundesweinprämierung der DLG durch hervorragende Weine unter Beweis stellen. 35 Bewerber nahmen danach an einem Online-Test teil, über den sich die Jungwinzer für die Finalrunde in Frankfurt qualifizieren mussten. Vor einer Fachjury mussten die 15 Endrundenteilnehmer dann ihr Können und Fachwissen in den Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und internationale Weinwirtschaft in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Beeindruckt war die Jury vom hohen Fachwissen und weinbaulichen Know-how der Finalteilnehmer und ein besonderes Lob gab es von ihr für die Sieger. „Als Jungwinzer des Jahres 2007 repräsentieren sie auf vorbildliche Weise das fachliche Können und das Vermarktungstalent der kommenden Winzer-Generation“, zeigte sich der Leiter der DLG-Bundesweinprämierung Stephan Schöller beeindruckt. „Sie dürfen sich zu Recht als herausragende Talente und Vorbilder einer innovativen und zukunftsstarken deutschen Weinwirtschaft verstehen.“
Andreas Laible (32 Jahre) ist als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen und wird am 31. Oktober auf der DLG Sieger-Gala in Frankfurt als „Jungwinzer des Jahres 2007“ ausgezeichnet. Der gebürtige Durbacher und ausgebildete Weinbautechniker ist im elterlichen Weingut Laible in Durbach (Baden) tätig. Von der Rebe bis ins Glas ist er dort an allen weinbaulichen und kellerwirtschaftlichen Aufgaben beteiligt, die er mit viel Engagement und Leidenschaft ausführt. Um weiterhin erfolgreich zu sein, möchte Andreas Laible in naher Zukunft vor allem die vorhandenen Bewirtschaftungsmethoden in der Durbacher Steillage Plauelrain optimieren und den Ausbau von Bewässerungssystemen vorantreiben. Auch zum Thema „Wein und Architektur“ hat der badische Jungwinzer schon ganz bestimmte Zukunftspläne, die er in den gutseigenen Verkaufs- und Probierräumen umsetzen möchte.
Zweiter im Wettbewerb wurde der Pfälzer Jürgen Bähr (26 Jahre) vom Weingut Bärenhof in Ungstein. Im elterlichen Betrieb ist der Weinbautechniker seit dem Jahrgang 2004 für den Weinan- und -ausbau hauptverantwortlich. Seit seinem 18. Lebensjahr baut er Weine von in ihm allein bewirtschafteten Weinbergen aus, die er unter seiner Kollektion "JB" anbietet. In Zukunft will er sich verstärkt dem Ausbau von Premium-Rotweinen im Holzfass widmen. Mit seinem oenologischen Geschick möchte er sich auch an die Kaltmazeration beim Weißwein wagen.
Den dritten Platz teilen sich Timo Eppelmann (33 Jahre), Weingut Eppelmann aus Stadecken-Elsheim/Rheinhessen, und Daniel Sauer (24 Jahre) vom Weingut Rainer Sauer aus Escherndorf in Franken.
Von Beruf Winzermeister ist Timo Eppelmann im elterlichen Weingut für die Pflege der Weinberge und den Ausbau der Weine verantwortlich. Schwerpunkte seiner zukünftigen Tätigkeit sieht er in der Optimierung der Logistik sowie vor allem in der attraktiven Präsentation seiner Weine als Direktvermarkter. Dazu zählen die intensivere Nutzung der repräsentativen Räumlichkeiten und Außenanlagen des Weinguts, die Neugestaltung der Verkaufsräume sowie die Entwicklung weiterer innovativer Maßnahmen rund um die Erlebniswelt des rheinhessischen Weinguts.
Daniel Sauer ist studierter Diplom-Ingenieur für Weinbau und Oenologie. Nach Studienaufenthalten in Kalifornien und Österreich und erfolgreichem Studienabschluss ist er zurzeit im elterlichen Weingut tätig. Sein Arbeitsbereich im 9 Hektar großen Weingut erstreckt sich vom Weinberg über die Kellerwirtschaft bis zur Vermarktung. In den nächsten Jahren möchte er mehr Zeit in die Kundenakquise und –bindung investieren. Dazu zählen der verstärkte Auftritt bei Weinmessen, die Planung neuer Verkostungsräume sowie weitere bauliche Maßnahmen, um die Außendarstellung des Weinguts als Direktvermarkter weiter zu verbessern.
DLG-Sieger-Gala Mit der Preisverleihung auf der DLG-Sieger-Gala am 31. Oktober 2007 in Frankfurt am Main fand die diesjährige Bundesweinprämierung ihren Abschluss. Hier kürte die DLG aus rund 4.200 Weinen und Sekten von 500 deutschen Winzern die herausragenden Wein-Kollektionen und Weinerzeuger.

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