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Kalter Genuss?: DLG testete 183 Eis-Produkte
Umfassende Testkriterien – Hohes Qualitätsniveau bescheinigt
Wie steht es um die Qualität des sommerlichen Genuss-Produkts Nr. 1? Rechtzeitig für einen hoffentlich sonnigen Sommer-Endspurt hat das Testzentrum Lebensmittel jetzt die Ergebnisse seiner Qualitätsprüfung für Speiseeis veröffentlicht. Getestet wurden 183 verschiedene Eis-Erzeugnisse. Im Test waren alle wichtigen Produktgruppen: vom Eis am Stil bis zu den großen Familienpackungen für zu Hause. Die „Genuss-Produkte“ Eiskrem, Fruchteis und Wassereis wurden dafür mikrobiologischen und chemischen Labortests sowie einer umfassenden sensorischen Analyse unterzogen. Das Ergebnis überzeugt: 53 Produkte erzielten eine Gold-, 111 eine Silber- und 12 eine Bronze-Medaille. Nur sieben Proben fielen durch.
Die sensorische Prüfung von Speiseeis ist angesichts der Produktvielfalt keine leichte Aufgabe. Neben Standardprodukten, wie Eiskrem mit Vanille- oder Schokoladengeschmack, Fruchteis oder Eiskrem nach Fürst-Pückler-Art, die noch vor zehn Jahren dominierten, wird die Produktpalette regelmäßig durch neue Eiskombinationen und spezielle Rezepturen erweitert. „Flüssige, pastenartige oder feste Bestandteile, die mit den klassischen Eissorten kombiniert werden, machen die sensorische Prüfung zu einer Herausforderung für die Eis-Experten“, erläutert der wissenschaftliche Leiter der DLG-Qualitätsprüfungen, Dr. Stefan Lamprecht.
DLG-Qualitätsbewertung 15 geschulte Eis-Experten bewerteten in diesem Jahr die Qualität der Produkte, die am DLG-Test teilgenommen hatten. Die sensorische Methode der DLG basiert auf einer Prüfung nach dem DLG-5-Punkte-Schema. Mit dieser Skala werden die Qualitätsmerkmale beschrieben und bewertet. Die höchste Punktzahl, die ein Produkt erhalten kann, sind 5,0 Punkte. Geprüft werden Aussehen, Gefüge und Geschmack.
Die DLG-Experten bewerteten zum Beispiel die Farbe des Speiseeises, die Aromaintensität oder das Mundgefühl. „Das volle sensorische Speiseeis-Profil entfaltet sich erst im Mund bei einer Temperatur von 18 bis 20 Grad, die Verkostungstechniken und das Mundgefühl müssen von den Sensorikern besonders trainiert werden“, erläutert Christel Auler, Projektleiterin im DLG-Testzentrum Lebensmittel, diese sensorische Besonderheit. Die DLG-Tester überprüften ebenfalls, ob der Überzug mit Schokoladenglasur keine Risse aufzeigte, ob die Waffeln von Tüten- oder Hörnchen-Eis knusprig waren, Waffeln von Sandwich-Eis dagegen weich oder ob der Stiel von Stieleis nicht verschmutzt war und eine gerade und saubere Eintauchlinie aufwies. In Kombinationserzeugnissen mussten die verschiedenen Speiseeissorten sogar getrennt voneinander geprüft und bewertet werden, ebenso flüssige oder feste Zugaben, wie Fruchtstückchen oder Nüsse. Auch die Schokolade als Überzug bei Stieleis oder als Stückchen im Stracciatella-Eis wurde einzeln bewertet. So mussten Eisprodukte aus verschiedenen Sorten in manchen Fällen regelrecht „seziert“ werden, um ihre Qualität exakt beurteilen zu können. Sensorische Fehler, die am häufigsten auftraten, waren Aromamängel, Überaromatisierung oder Übersüßung. Ebenso führten eine zu „leimige“ oder „klebrige“ Konsistenz sowie kristalline Einschlüsse im Eis zum Punkteabzug.
DLG-Testzentrum Lebensmittel Dank seiner Fach- und Methodenkompetenz ist das DLG-Testzentrum führend in der Qualitätsbewertung von Lebensmitteln. Ein neutrales Experten-Netzwerk sowie Prüfmethoden auf Basis aktueller wissenschaftlich abgesicherter und produktspezifischer Qualitätsstandards garantieren Neutralität und Qualitätstransparenz. Im Rahmen der Qualitätsprüfungen verleiht das DLG-Testzentrum Lebensmittel die Auszeichnungen „DLG-prämiert“ in Gold, Silber oder Bronze.
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