DLG e.V. - Test BERGO CuraDes plus

Stalleinstreupulver BERGO CuraDes plus

Beurteilung – kurz gefasst

Das hier geprüfte Stalleinstreupulver BERGO CuraDes plus® wurde im Labor auf Wasseraufnahmekapazität, Rutschfestigkeit, Staubentwicklung, Korrosionseigenschaften, Hygienewirkung und in der Praxis auf Hautverträglichkeit bei Kühen untersucht.

Tabelle 1: Ergebnisse im Überblick

Das Produkt

Stalleinstreupulver BERGO CuraDes plus®

Alkalisches hellgraues Einstreumittel aus Calciummagnesium­dioxid und weiteren magnesium- und calciumhaltigen Verbindungen (wie beispielsweise Ca(OH)2, Mg(OH)2, CaCO3, MgCO3 und weiteren mineralischen Bestandteilen) zur Verwendung als Kalk­stroh­matratze, Trockenklauenbad und zur Hygienisierung des Liegebereichs von Rindern und Schweinen.
Gefahrenhinweis:

Bestandteile von BERGO CuraDes plus® können bei nicht sachgerechter Anwendung ggf. zu Reizungen der Haut und Augen führen.

Gefahrenbezeichnungen:

  • H315: verursacht Hautreizungen
  • H318: verursacht schwere Augenschäden
  • H335: kann die Atemwege reizen
  • P102: darf nicht in die Hände von Kindern gelangen
  • P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen
  • P305 + P351 + P310:

Bei Kontakt mit den Augen einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen und sofort Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen.

  • P302 + P352: Bei Berührung mit der Haut mit viel Wasser und Seife waschen
  • P261 + P304 + P340:

Einatmen von Staub vermeiden. Bei Einatmen die betroffenen Person an die frische Luft bringen und in einer Position ruhig stellen, die das Atmen erleichtert

  • P501: Inhalt und Behälter können in Übereinstimmung mit nationalen Vorschriften entsorgt werden.

Die Methode

Mikrobiologische Eingangsuntersuchung

Die mikrobiologische Beschaffenheit des Produktes wird im Labor untersucht. Dazu wird die Gesamtkeimzahl des Produktes mit dem Oberflächenspatelverfahren bestimmt.

Wasseraufnahmekapazität

Die Bestimmung der Wasseraufnahme wird nach einer von der DLG entwickelten Methode durchgeführt. Es werden fünf Proben in wasserdurchlässigen Beuteln für 24 Stunden in ein Wasserbad gelegt. Nach den 24 Stunden werden die Probenbeutel entnommen, zehn Minuten abtropfen lassen und gewogen (Frischmasse). Anschließend werden sie für 24 Stunden in einem Trockenschrank bei 105 °C getrocknet und danach erneut gewogen (Trockenmasse). Die trockenmassebezogene Wasserkapazität (WKTM) in g Wasser je g Trockenmasse (TM) wird aus der Gewichtsdifferenz von Frischmasse und Trockenmasse, bezogen auf die Trockenmasse berechnet [(Frischmasse-Trockenmasse)/Trockenmasse = Wasserkapazität pro g TM)].

Rutschfestigkeit

Zur Ermittlung der Rutschfestigkeit werden Gleitzugversuche mit einem runden Kunststofffuß (Aufstandsfläche ca. 75 cm²), mit einer Gleitgeschwindigkeit des Kunststofffußes von 20 mm/s auf zwei unterschiedlichen Liegeboxenbelägen für Rinder (beide DLG geprüft) durchgeführt. Dabei wird der zu überwindende Reibwiderstand zwischen Kunststofffuß und Bodenbelag gemessen.
Als Bodenbeläge werden eine Gummimatte mit Schaumstoffunterlage (Verformbarkeit über 20 mm, Oberfläche Siebdruckartig) und eine Gummimatte (Verformbarkeit unter 15 mm, Oberfläche Hammerschlag) verwendet.

Staubentwicklung

Die Ermittlung des Verstaubungsverhaltens erfolgt gemäß DIN EN 15051 mit der Methode A (Trommelverfahren) und nachgeschaltetem Kompaktor.

Hautverträglichkeit

Die Hautverträglichkeit des Produktes wird mind. bei einer Tierart (Rind, Schwein oder Geflügel) in einem Einsatzbetrieb untersucht.

Hautverträglichkeit Rind

Die Untersuchungen fanden in einem Laufstallbetrieb mit ca. 70 Kühen (überwiegende Rasse Holsteins) statt. Die Tiere waren auf einem planbefestigten Boden mit stroheingestreuten Tiefboxen aufgestallt. Die Matratzen der Liegeboxen bestanden aus Stroh (Grundlage Pferdemist, Alter der Grundlage ca. sechs Jahre). Kot und verschmutzte Strohbestandteile wurden täglich zweimal manuell zu den Melkzeiten aus den Boxen entfernt und alle zehn Tage wurde Stroh (ca. 520 kg geschnittenes Stroh für 80 Liege­boxen) nachgestreut. In der Anwendungsgruppe erfolgte täglich neben der Entfernung des Kotes eine Zugabe von BERGO CuraDes plus® zur Einstreu (Zugabe des alkalischen Einstreumittels nach Herstellervorschriften ca. 100 g/m²). In der Kontrollgruppe wurden die Boxen entsprechend der bis zum Beginn der Studie durchgeführten Routine gepflegt.

Hautverträglichkeit Schwein

Die Untersuchung wurde in zwei konventionellen Ferkelerzeugerbetrieben durchgeführt. Betrieb A
hält 1.180 Sauen der Herkunft BHZP und setzt Ø 26,9 Ferkel pro Sau und Jahr ab. In Betrieb B der Herkunft JSR werden mit 420 Sauen Ø 26,2 Ferkel pro Sau und Jahr abgesetzt. Beide Betriebe arbeiten im Wochenrhythmus.

Im Betrieb A waren die Sauen in einem 64er Ab­ferkelabteil aufgestallt, wobei die Versuchsgruppe von der Kontrollgruppe durch eine Reihe Abferkelbuchten und eine schulterhohe Wand getrennt waren. Im Betrieb B war die Versuchs- bzw. Kontrollgruppe in zwei getrennten 16er Abteilen untergebracht.

In beiden Betrieben wird routinemäßig Hygienestreu eingesetzt. Die Abferkelbuchten werden vor und
bei der Geburt sowie bei Bedarf eingestreut.

Im Betrieb B wird das Ferkelnest zusätzlich mit Sägespänen ausgestreut, damit die Ferkel schneller abtrocknen. Die Versuchsgruppe im Betrieb A bestand aus 14 Sauen, die Kontrollgruppe aus 16 Sauen. Im Betrieb B befanden sich 15 Sauen in der Versuchsgruppe und in der Kontrollgruppe 9 Sauen.

Die Sauen wurden ca. eine Woche vor der Geburt in den Abferkelstall eingestallt. Der erste Kontrollbesuch des Tierarztes des Schweinegesundheitsdienstes (SGD) fand vor der Geburt der Ferkel und vor der ersten Anwendung mit Desical statt, um die Sauen bzgl. Haut, Haare und Gesäuge sowie Verschmutzung zu beurteilen. Drei weitere Kontrollbesuche erfolgten wöchentlich ebenfalls durch einen Tierarzt des SGD. Die Befunde wurden für jede Sau/Wurf in einem einheitlichen Protokollbogen erfasst. Weitere Informationen ergaben sich aus den Sauenkarten.

Die Beurteilung erfolgte adspektorisch und wurde nach einem Scoresystem durchgeführt. Beurteilt wurden Haut und Haarkleid (Sauen und später Ferkel), wobei „0“ ohne besonderen Befund (obB), „1“ geringgradige Verletzungen, Rötungen oder Schuppen, „2“ mittelgradigen und „3“ starken und umfangreicheren (> 10  %) Verletzungen entsprach. Bei den Sauen wurde das Gesäuge auf Verletzungen untersucht, wobei 0 wieder obB., 1 geringe Verletzungen (1 Zitze oder 1 Komplex betroffen), 2 mittelgradige Verletzungen oder tiefere Verletzungen (2 - 3 Zitzen oder Komplexe betroffen) und 3 stark ausgedehnte Verletzungen zugeordnet wurde. Das Vorkommen von Gesäugeerkrankungen wurde mit ja oder nein erfasst. Die Juckreizbeurteilung erfolgte bei Sauen und Ferkeln mit 0 - 3 (0 = ohne Befund, 1 = gering, 2 = mittel, 3 = stark). Besonderheiten wurden schriftlich auf dem Protokollblatt jeder Sau vermerkt.

Korrosionseigenschaften

Die Prüfung erfolgt im Laborversuch. Das Produkt wird in der vom Hersteller bzw. Vertreiber empfohlenen Anwendung eingesetzt. Die Produkte werden hinsichtlich ihres Korrosionsverhaltens gegenüber jeweils 6 Prüfmustern aus verzinktem Stahl und Gummi geprüft. Prüfbleche aus verzinktem Stahl, Abmessungen: 100 x 50 x 1 - 2 mm, Reinzinkauflage: 20 - 25 μm. Prüfkörper aus einem elastischen Bodenbelag (Gummimatte) Muster 50 mm x 50 mm x 10 mm.

Die Versuchsdauer beträgt für beide Prüfvarianten 24 h und 28 d, wobei das Produkt im 28 d-Test wöchentlich neu aufgetragen wird.

Hygienewirkung

Zur Ermittlung der Hygienewirkung einer Hygiene­einstreu wird im Labor die bakterizide Wirkung bei hoher organischer Belastung nach DIN EN 14349 (Phase 2/Stufe 2 Test), Ausgabe: 2004, geprüft: Chemische Desinfektionsmittel und Antiseptika - Quantitativer Oberflächenversuch zur Bestimmung der bakteriziden Wirkung chemischer Desinfektionsmittel und Antiseptika für den Veterinärbereich auf nicht-porösen Oberflächen ohne mechanische Wirkung - Prüfverfahren und Anforderungen ­(Phase 2/Stufe 2). Die Untersuchungen nach DIN/EN 14349 wird mit hoher (10 g Rinderalbumin/l +10 g Hefeextrakt/l) organischer Belastung bei 60 Minuten Einwirkzeit durchgeführt. Prüftemperatur 10 °C + 1 °C.

Kontinuierliche DLG Überwachungsprüfung

Die Produktqualität wird gemäß DLG-Bestimmungen jährlich durch eine DLG-Überwachungsprüfung kontrolliert.

Die Testergebnisse im Detail

Mikrobiologische Eingangsuntersuchung

Eine mikrobiologische Eingangsuntersuchung ergab keine Beanstandung. Die Durchführung der Unter-
suchung erfolgte durch: ATK-Hygiene, Hüttenweg18, 16230 Chorin

Wasseraufnahmekapazität

Das Produkt hat eine Wasser­aufnahmekapazität von 0,63 g je g TM. Die Anforderungen für Hygieneeinstreu werden erfüllt.

Rutschfestigkeit

Die Ergebnisse der Rutschfestigkeitsmessungen sind in Tabelle 2 und 3 dargestellt. Die gemessenen Gleitreibbeiwerte (m) liegen nach Einsatz des Einstreupulvers BERGO CuraDes plus® über dem Grenz­wert von 0,45 µ, somit werden die Anforderungen erfüllt.

Staubentwicklung

Die Durchführung der Untersuchung erfolgte durch: SGS Institut Fresenius, Goerzallee 305A. 14167 Berlin. Die Auswertung erfolgt gemäß der Einteilung nach DIN EN 15051 (siehe Tabelle 4). Die Anforderung gilt als bestanden, wenn das Produkt in der Klassifizierungen nach den drei Staubfraktionen jeweils maximal als staubend oder besser eingestuft wird. Produkte, die mit stark staubend eingestuft werden, erhalten kein DLG-Qualitätssiegel. Die Anforderung bzgl. Staub­entwicklung werden vom Einstreupulver BERGO CuraDes plus® erfüllt.

Hautverträglichkeit

Hautverträglichkeit Rind

Die Durchführung der Untersuchung erfolgte durch: Tiergesundheitsdienst Bayern e.V., Grub/Fachabteilung Eutergesundheitsdienst und Milchhygiene, Senator-Gerauer Straße 23, 85586 Poing

Nach der vierwöchigen Verwendung einer Stroheinstreu mit dem Zusatz von DESICAL® plus in einem Laufstall mit Tiefliegeboxen mit Stroheinstreu konnte bei täglicher Anwendung nach den Vorschriften des Herstellers bei 15 geprüften Kühen keine Veränderung der Hautbeschaffenheit am Euter und an den Zitzen festgestellt werden. Die in die Studie aufgenommenen und zu beurtei­lenden Kühe wiesen zu Beginn der Untersuchungen eine glatte unversehrte Euter- und Zitzenhaut auf. Bei den Kontrolluntersuchungen in wöchentlichem Abstand und der Abschlussuntersuchung nach einem Monat waren Euter- und Zitzenhaut anlässlich der visuellen und palpatorischen Euter- und Zitzenuntersuchung glatt und unauffällig. Die Studie verlief ohne Störungen, Unverträglichkeiten traten nicht auf. Sechzehn Kühe, die in einer Kontrollgruppe ohne Anwendung eines Zusatzes mitgeführt wurden, waren gleichfalls am Studienende und während der der visuellen und palpatorischen Kontrolluntersuchungen ohne besonderen Befund. Sie zeigten keine Hautveränderungen oder Hautunverträglichkeiten. Die Studiendurchführung geschah in Anlehnung an gängige Prüfungen zur Hautverträglichkeit von Euter­hygienemitteln. Während der Stu­die wurde die im Betrieb übliche Arbeits­routine, Melkroutine und Melk­hygiene beibehalten.

Das Zitzen­tauchen erfolgte in unveränderter Form zweimal täglich nach dem Melken. Der Einfluss des angewendeten Dippmittels auf die Hautbeschaffenheit konnte nicht beurteilt werden. Die Beurteilung des Einflusses der Melkanlage, Melk­hygiene und Melkarbeit war nicht Gegenstand der Untersuchungen. Die Anforderungen bzgl. Hautverträglichkeit bei Rindern werden erfüllt. In der Versuchsgruppe wurden im Vergleich zur Kontrollgruppe durch das Produkt BERGO CuraDes plus® keine negativen Ein­flüsse verursacht. Es war keine nachteilige Beeinflussung der Euter- und Zitzenhaut erkennbar, Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten traten nicht auf.

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Tabelle 2: Gummimatte mit Schaumstoffunterlage (GS) – Rutschfestigkeit mit und ohne Einstreupulver

Einstreumenge Zustand der Oberfläche Mittlerer Gleitreibbeiwert
GS ohne Einstreu trocken 0,67
GS mit 150 g/m² BERGO CuraDes plus® trocken 0,59
GS ohne Einstreu nass 0,50
GS mit 150 g/m² BERGO CuraDes plus®
(ca. 70 g Wasser/m²)
nass 0,48

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Tabelle 3: Gummimatte (GM) – Rutschfestigkeit mit und ohne Einstreupulver

Einstreumenge Zustand der Oberfläche Mittlerer Gleitreibbeiwert
GM ohne Einstreu trocken 0,60
GM mit 150 g/m² BERGO CuraDes plus® trocken 0,66
GM ohne Einstreu nass 0,62
GM mit 150 g/m² BERGO CuraDes plus®
(ca. 70 g Wasser/m²)
nass 0,66

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Tabelle 4: Einteilung der Staubklassen nach DIN EN 15051

Staubklasse Bewertung einatembarer Staub [mg/kg] thorakaler Staub [mg/kg] alvoelargängiger Staub [mg/kg]
staubarm + + < 200 < 40 < 10
gering staubend + 200 bis 1.000 40 bis 200 > 10 bis 50
staubend o > 1.000 bis 5000 > 200 bis 1.000 > 50 bis 250

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Tabelle 5: Ergebnis Staubentwicklung BERGO CuraDes plus®

einatembarer Staub thorakaler Staub alvoelargängiger Staub
227 mg/kg 256 mg/kg 83 mg/kg

Hautverträglichkeit Schwein

Die Durchführung der Untersuchung erfolgte durch: Schweinegesundheitsdienst Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Sedanstraße 4, 26121 Oldenburg

Haut und Haare: Die Beurteilung von Haut und Haaren bei Sauen ergab durchschnittliche Scores von 0,07 bis 1. Die Werte waren zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe nur marginal unterschiedlich und nahmen zum Versuchs­ende tendenziell ab. Bei den Ferkeln waren die durchschnittlichen Score­werte noch niedriger: 0,05 bis 0,5. Die Werte waren in der Kontrollgruppe etwas höher.

Gesäuge: Bei der Begutachtung des Gesäuges reduzierte sich der durchschnittliche Score im Laufe der Säugezeit bis zum Absetzen. Es gab keine höheren Werte als 1 bei den Sauen. Im Betrieb A sanken die Werte von 0,28 in der Ver­suchs­gruppe auf 0,14 und in der Kontrollgruppe von 0,25 auf 0,12. Im Betrieb B sanken die Werte von 0,46 in der Versuchsgruppe auf 0 und in der Kontrollgruppe von 0,66 auf 0,44. Im Betrieb A wurde eine Sau in der Kontrollgruppe gegen MMA behandelt. Im Betrieb B 3 von 15 Sauen in der Versuchsgruppe und 2 von 9 in der Kontrollgruppe.

Juckreiz: Im Betrieb A wurde in der Versuchsgruppe 2-mal und in der Kontrollgruppe 4-mal Juckreiz bei Sauen beobachtet, bei den Ferkeln in jeder Gruppe nur 1-mal. Bei der Frequenz und der Verteilung des Auftretens kann dies als zufällige Beobachtung gewertet werden. Beim Betrieb B trat bei den Besuchen bei zwei Sauen in der Versuchsgruppe leichter Juckreiz auf. Bei den Ferkeln wurde kein Juckreiz beobachtet.

Die Anforderungen bzgl. Hautverträglichkeit bei Schweinen werden erfüllt. In den Versuchsgruppen wurden im Vergleich zu den Kontrollgruppen durch das Produkt DESICAL® plus keine negativen Einflüsse verursacht. Hautveränderungen oder Unverträglichkeiten traten nicht auf.

Korrosionseigenschaften

Die Anforderungen werden erfüllt. Beim elastischen Bodenbelag lagen Gewicht, Abmessungen und Shore-Härte nach Einwirkung des Produkts deutlich unter einer Abweichung von 10 % vom Aus­gangszustand. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 dargestellt. Beim verzinkten Stahl wurden ein Masseverlust von 0,005 g/(m² x 24 h) im 24 h-Test und von 0,113 g/(m² x 24 h) im 28 d-Test festgestellt. Eine örtlich begrenzte Korrosion ist nicht aufgetreten.

Hygienewirkung

Die Durchführung der Untersuchung erfolgte durch: ATK-Hygiene, Hüttenweg 18, 16230 Chorin Die Anforderungen werden erfüllt.
In Tabelle 7 ist die Verminderung der Lebendkeimzahl (R)/ml bei einer Prüfkonzentration von 60 % g/v bei hoher organischer Belastung dargestellt.

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Tabelle 6: Elastischer Bodenbelag; prozentuale Abweichung von Gewicht, Abmessungen und Shore-Härte vom Ausgangszustand nach Einwirkung des Produkts

Elastischer Bodenbelag Abweichung vom Ausgangszustand
Prüfdauer 24 h
Gewicht < 1
Dicke < 1
Shore -1,2
Prüfdauer 28 h
Gewicht < 1
Dicke -1,1
Shore -1,6

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Tabelle 7: Hygienewirkung bei hoher organischer Belastung, Einwirkzeit 60 Minuten (nach DIN/EN 14349)

Verminderung der Lebendkeimzahl (R)/ml in 10x
Prüfkeim Produktkonzentration 60 % g/v
Staphylococcus 102
Enterococcus 104
Pseudomonas 103
Proteus 104

Fazit

Die im vorliegenden Test geprüften Kriterien bewerten auf Basis von Labor- und Praxisuntersuchungen die Eigenschaften des Einstreupulvers BERGO CuraDes plus®. Das Einstreupulver BERGO CuraDes plus® hat die Anforderungen der Prüfbestimmungen hinsichtlich der untersuchten Kriterien erfüllt.

Kontakt

DLG e.V.
DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel
Max-Eyth-Weg 1
64823 Groß-Umstadt
Tel: +49(0)69/24 788-600
Fax: +49(0)69/24 788-690
E-Mail: tech(at)DLG.org

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Das Prüfzeichen DLG-QUALITÄSSIEGEL für Betriebs- und Verbrauchsmittel erhalten Produkte, die einer umfassenden Prüfung in den wertbestimmenden und ausgelobten Eigenschaften unterzogen wurden. Die geprüften Kriterien und die Anforderungen, die zu erfüllen sind, werden im unabhängigen Kommissionen festgelegt und orientieren sich – über die gesetzlichen Anforderungen hinaus – an der Zweckbestimmung des Produkts, den ausgelobten Eigenschaften und den Anforderungen aus der Praxis. Sie werden kontinuierlich von den zuständigen Fachabteilungen der DLG e.V. und der zuständigen Kommission in Anpassung an das geltende Recht sowie den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt weiterentwickelt. Die erfolgreiche Prüfung schließt mit der Vergabe des Prüfzeichens DLG-QUALITÄTSSIEGEL ab. Die ausgezeichneten Produkte werden veröffentlicht.

Der DLG-Qualitätssiegel-Test umfasst Untersuchungen im Labor und in der Praxis. Die Grundlage für die
in diesem Bericht dargestellten Prüfungen sind die Bestimmungen für die Verleihung und Führung des Prüf­zeichens „DLG-Qualitätssiegel für Hygieneeinstreu und Einstreumaterialien“, Stand Januar 2017.

Hersteller und Anmelder

Bergophor Futtermittelfabrik
Dr. Berger GmbH & Co. KG, Kronacher Straße 13,
95326 Kulmbach

Kontakt:
Telefon 09221 806-0,
Fax 09221 806-188,
service(at)bergophor.de
www.bergophor.de
kontakt(at)pur-hocl.eu

Prüfungsdurchführung

DLG e.V.,
Testzentrum Technik und Betriebsmittel,
Max-Eyth-Weg 1,
64823 Groß-Umstadt

DLG-Prüfrahmen
Qualitätssiegel-Test „Bestimmungen für die Ver­leihung und Führung des Qualitätssiegels ‚Kontinuierlich geprüft’ für Hygieneeinstreu und Einstreu­materialien“ (Stand 01/2017)

Fachgebiet
Betriebsmittel

Projektleiter
Dr. Michael Eise

Prüfingenieur
Dr. Harald Reubold *

Spezialuntersuchungen
ATK-Hygiene, Hüttenweg18, 16230 Chorin
SGS Institut Fresenius, Goerzallee 305A, 14167 Berlin
Tiergesundheitsdienst Bayern e.V., Grub,
Fachabteilung Eutergesundheitsdienst und Milch­hygiene, Senator-Gerauer Str. 23, 85586 Poing
Schweinegesundheitsdienst Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Sedanstraße 4, 26121 Oldenburg

* Berichterstatter