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Landwirtschaftsbetrieb Deumelandt erhält DLG-Nachhaltigkeitszertifikat

(DLG). Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat den Landwirtschaftsbetrieb von Peter Deumelandt aus Drewitz (Landkreis Jerichower Land/Sachsen-Anhalt) mit ihrem Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet. DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer überreichte die Urkunde im Rahmen der Woche der Umwelt am 7. Juni 2016 in Berlin.
 
Der Landwirtschaftsbetrieb von Peter Deumelandt wird im Nebenerwerb auf 70 ha betrieben. Die Bewirtschaftung erfolgt nach ökologischen Kriterien, wobei der Produktionsschwerpunkt eine 30-köpfige Mutterkuhherde mit Nachzucht darstellt. Die Hälfte der bewirtschafteten Flächen ist Grünland, auf denen im Sommer die Tiere grasen. Auf den Ackerflächen wird zum großen Teil Ackergras, Kleegras und Luzerne angebaut. Diese Kulturen werden einsiliert und als Futter für die Wintermonate verwendet. Außerdem sind einige Hektar des Betriebes für den Anbau von Getreide reserviert, um ausreichend Stroh und Kraftfutter für den Winter zu haben. Der Betrieb erhält Bestnoten bei den Indikatoren Stickstoff- und Phosphorsaldo, Pflanzenschutzintensität und Wassererosion sowie bei den Indikatoren Energieintensität und Treibhausgase als auch bei der Biodiversität.
 
Mit dem DLG-Nachhaltigkeitsstandard steht ein Zertifizierungssystem mit einer einheitlichen Methode für die Bewertung von Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zur Verfügung. Das Zertifikat ist gültig für die Erzeugung von Nahrungs- und Energiepflanzen ebenso wie für konventionell und ökologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe. Optimierungspotenziale werden für jeden Einzelindikator, zwischen den Indikatoren untereinander und für die Produktion insgesamt sichtbar. Die Landwirte erhalten damit ein vorzügliches Instrument für die eigene Betriebsanalyse sowie zur Kommunikation innerhalb der Wertschöpfungskette und nach außen.
 
Der Landwirtschaftsbetrieb von Peter Deumelandt hat die Analyse der Methode 2 des DLG-Nachhaltigkeitsstandards durchlaufen. Bei der Methode 2 werden die ökologischen Indikatoren anhand der Bewirtschaftungsdaten der letzten drei Bewirtschaftungsjahre auf Schlagebene ermittelt. Der Durchschnitt der einzelnen Ergebnisse der ökologischen Indikatoren muss die Nachhaltigkeitsschwelle erreichen, damit das Zertifikat verliehen werden kann. Außerdem müssen die Selbsterklärungen für Ökonomie und Soziales unterschrieben sein, mit denen der Betriebsleiter erklärt, dass er die Inhalte der sozialen Indikatoren in der Personalführung umsetzt und die ökonomischen Indikatoren bei der Betriebsführung berücksichtigt.
 
Weitere Informationen zum DLG-Nachhaltigkeitszertifikat erhalten Interessenten bei der DLG. Ansprechpartnerin ist Meike Packeiser, Tel.: 069/24788-302 oder E-Mail: m.packeiser@dlg.org. Informationen sind auch im Internet unter http://www.dlg.org/nachhaltigelandwirtschaft.html verfügbar.
 


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