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Archiv Presseinformationen für die Landwirtschaft

Themenzentrum „Bioökonomie“ auf den DLG-Feldtagen

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe Themenpartner – Im Fokus: Kulturen, Produkte und Erntetechnik für die stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe – Versuchsfeld Stand VG 42 – Forumsveranstaltungen

(DLG/FNR). Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) präsentiert als Partner der DLG unter dem Motto „Bioökonomie – Landwirtschaft als Rohstoffproduzent“ verschiedene Kulturen, Produkte und Erntetechnik für die stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe auf den DLG-Feldtagen 2016 auf dem Gut Mariaburghausen in Haßfurt (Unterfranken).
 
Als Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert die FNR unter anderem auch Züchtungsprojekte mit Bezug zur Bioökonomie. Der Begriff Bioökonomie, Biobasierte Wirtschaft oder Green Economy umschreibt ein zukunftsfähiges Wirtschaften, das weitgehend ohne fossile Rohstoffe auskommt und biologische und nachwachsende Ressourcen mittels moderner Verfahren nutzt. Neben Forstwirten sind Landwirte die wichtigsten Rohstofflieferanten der Bioökonomie. Welche Pflanzen sie heute und in Zukunft für welche Nutzung anbauen können, zeigen die FNR-Schauflächen im Versuchsfeld auf dem Stand VG 42: Dort wachsen Arzneipflanzen, Raps, Triticale, Mais, Lein und Zuckerrüben. Infotafeln und Produktbeispiele erläutern, welche Produkte und Energien sich aus ihnen gewinnen lassen.

Das Thema Arzneipflanzen bildet einen Schwerpunkt – passend zum diesjährigen Standort der DLG-Feldtage. Der Kräuteranbau hat Tradition in Franken, zum Beispiel in der Gemeinde Schwebheim oder im Steigerwald. Arzneipflanzen sind Kulturen, die Spezialkenntnisse und hohe Erstinvestitionen erfordern, dem Landwirt aber potenziell auch eine hohe Wertschöpfung ermöglichen.

Ernten für die Bioökonomie
Als Beispiel einer Erntetechnik für Sonderkulturen stellt die FNR einen Baldrianernter aus. Er ist das erste einphasige, vollmechanisierte Ernteverfahren für Baldrianwurzeln und wurde von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) im Rahmen des „Demonstrationsprojektes Arzneipflanzen (KAMEL)“ entwickelt. Dieses umfangreiche vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die FNR geförderte Verbundvorhaben zielt darauf, die Rentabilität des heimischen Arzneipflanzenanbaus zu verbessern. Da der Baldrianernter auf einem umgebauten Kartoffelroder basiert, kann sich, wer über die technischen Kenntnisse verfügt, das Ernteaggregat zu überschaubaren Kosten selbst aufbauen. Eine Anleitung dafür hat die LfL veröffentlicht: https://www.lfl.bayern.de/publikationen/informationen/062125/index.php.
 
Züchten für die Bioökonomie
Die FNR hat als Projektträger des BMEL im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“ den Förderschwerpunkt „Züchtung zur Verbesserung der Ertrags- und Qualitätseigenschaften von Rohstoffpflanzen aus landwirtschaftlicher Produktion“ veröffentlicht. Sie ist weiterhin an Projektvorschlägen für die züchterische Verbesserung von Agrarpflanzen interessiert, die neben Holz und aquatischen Kulturen die wichtigste Rohstoffquelle der Bioökonomie darstellen. Informationen zum Förderschwerpunkt und zur Antragstellung finden sich auf fnr.de im Menü Projektförderung.
 
Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Bioökonomie“ in den Foren:
 
Dienstag, 14. Juni 2016
 
Forum 1, Stand GB 62
 
12.30 Uhr Bioökonomie – Landwirtschaft als Rohstoffproduzent
Veranstalter: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
 
Mittwoch, 15. Juni 2016
 
Forum 1, Stand GB 62
 
13.30 Uhr (E)Mission Rapsanbau – Ausstoß von Treibhausgasen verringern durch angepasste N-Düngung
Veranstalter: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
 
Donnerstag, 16. Juni 2016
 
Forum 1, Stand GB 62
 
10.30 Uhr Zwei Amerikaner passen sich an – Kartoffeln und Mais im Fokus der Züchtung zur Trockentoleranz und Koppelnutzung
Veranstalter: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Weitere Informationen: www.dlg-feldtage.de
 


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