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DLG kürt „Jungwinzer des Jahres“

Sieger Jochen Gradolph (Pfalz), Thomas Schumacher (Rheingau) und Alexander Link (Württemberg) – Mainzer Weinsalon (Rheinhessen) ist Jungwinzervereinigung des Jahres – Förderung des deutschen Winzernachwuchses

(DLG). Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt den „Jungwinzer des Jahres“ gekürt. Junge Talente aus zahlreichen Anbauregionen Deutschlands bewarben sich in diesem Jahr um den Nachwuchspreis der deutschen Weinwirtschaft. Eine Fachjury wählte aus den besten deutschen Weintalenten die Sieger aus. „Jungwinzer des Jahres“ wurde Jochen Gradolph vom Weingut Neuspergerhof aus Rohrbach (Pfalz). „Vizemeister“ wurde Thomas Schumacher vom Weingut Offenstein Erben aus Eltville (Rheingau). Den dritten Platz belegte Alexander Link vom Weingut Wolf in Brackenheim (Württemberg). Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Mainzer Weinsalon (Rheinhessen) als die „Jungwinzervereinigung des Jahres“. Die feierliche Preisverleihung fand am 27. Oktober im Kurhaus Baden-Baden statt.
 
Vor einer Experten-Jury musste der Winzernachwuchs sein Können und Fachwissen in den Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und Weinwirtschaft in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Für die Endrunde hatten sich die Jungwinzer zuvor über einen Online-Test qualifiziert, der nicht nur Fachkenntnis, sondern auch ein Gefühl für die Branchenthemen der nächsten Jahre erforderte. Außerdem wurden die Weine der Jungwinzer von sensorischen Sachverständigen beurteilt. Die zehn Kandidaten mit dem besten Ergebnis wurden Mitte September nach Frankfurt am Main eingeladen, wo von einer Fachjury die drei Erstplatzierten ermittelt wurden.
 
Beeindruckt war die Jury vom hohen Fachwissen und weinbaulichen Know-how der Finalteilnehmer sowie von der Qualität ihrer Weine. Ein besonderes Lob gab es für die Sieger: „Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Leistungen belegen, dass die deutsche Weinwirtschaft über einen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs verfügt. Die Preisträger sind herausragende Talente und Vorbilder einer innovativen und zukunftsstarken deutschen Weinwirtschaft."
 
Porträt der Gewinner „Jungwinzer des Jahres“:
 
Jochen Gradolph (Jahrgang 1982) vom Weingut Neuspergerhof aus Rohrbach (Pfalz) ist als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen und wurde am 27. Oktober im Kurhaus Baden-Baden als „Jungwinzer des Jahres 2016/2017“ ausgezeichnet. Jochen Gradolph arbeitet gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Frau im Familienweingut. Seit 2009 ist er für die Vinifikation und den Ausbau der Weine verantwortlich. Zudem ist er für Marketing, Events und den Online-Vertrieb zuständig. Als Quereinsteiger geht der studierte Betriebswirt und Dozent für Bankwirtschaft gerne auch neue Wege. Eine im Jahr 2011 gestartete Qualitäts-Offensive trägt seine Handschrift und die bisherigen Erfolge bestätigen eindrucksvoll den eingeschlagenen Kurs. Mit seiner exklusiven Weinkollektion „J-Weine“ hat Jochen Gradolph einen Traum verwirklicht und vermarktet auf diese Weise die besten Weine aus ausgewählten Weinbergen, welche über Jahre hinweg die höchste Qualität liefern. „Spitzenwein anzubauen bedeutet für mich ein Team mit der Natur zu bilden und neue Ideen, Geduld und handwerkliches Können in meine Leidenschaft für den Weinbau einzubringen“, fasst
Jochen Gradolph seine Weinphilosophie zusammen.
 
Thomas Schumacher (Jahrgang 1989) vom Weingut Offenstein Erben aus Eltville am Rhein (Rheingau) wurde Zweiter im DLG-Jungwinzer-Wettbewerb. Von 2011 bis 2014 studierte Thomas Schumacher Weinbau und Oenologie an der Hochschule Geisenheim. Zuvor absolvierte er Praktika auf Weingütern in der Pfalz und in Neuseeland. Mit dem Schwerpunkt auf den An- und Ausbau von Spätburgunder beschäftigte er sich in Kalifornien. Einen völlig anderen Riesling-Stil lernte Thomas Schumacher nach seiner Ausbildung in Deutschland während eines Praktikums in Australien kennen. Seit seinem erfolgreichen Studienabschluss arbeitet Thomas Schumacher als Betriebsleiter auf dem elterlichen Weingut und gibt dabei viele neue Impulse. Bei einer Größe von 10 Hektar und einem Fokus auf Direktvermarktung, mit moderner Vinothek und Onlineshop, ist er dort im Weinbau, Weinausbau und der Vermarktung tätig, wobei der Ausbau der Weine den Schwerpunkt seiner Arbeit darstellt. Thomas Schumacher ist stolz darauf, als inzwischen 5. Generation im Familienweingut zu arbeiten und gemeinsam mit seinen Eltern den nachhaltigen Weinbau voranzutreiben. Umweltschonendes Arbeiten ist für den Nachwuchswinzer eine Herzensangelegenheit. Dabei ist es für ihn selbstverständlich, dass die Qualität der Riesling- und Spätburgunderweine immer im Fokus steht.
 
Alexander Link (Jahrgang 1989) vom Weingut Wolf in Brackenheim (Württemberg) wurde Dritter im Wettbewerb. Im Anschluss an seine Ausbildung zum Weinküfer absolvierte er ein Weinbaustudium in Geisenheim. Auf dem elterlichen Betrieb ist der Nachwuchswinzer heute für den Ausbau der Weine, die Vermarktung, Forschung und Entwicklung zuständig. Alexander Link baut seine Weine auf eine besonders authentische und natürliche Weise aus. Er legt Wert darauf, dass seine jahrgangstypischen Weine das Klima und die Eigenheiten der Gegend einfangen und ins Glas bringen. Seine Weinphilosophie lautet: „Weniger ist mehr“. Aus diesem Grund verzichtet Alexander Link grundsätzlich auf den Rebschnitt im Winter und vertraut auf die Kreisläufe der Natur. Bodentriebe und Unkraut lässt der Nachwuchswinzer lieber von Schafen „abmähen“ anstatt selbst mit der Rebschere Hand anzulegen. Passend hierzu vermarktet er seine Weine mit großem Erfolg deutschlandweit unter den Markennamen „Wildwuchs“ und „Wilde Ehe“ für Cuvée.
                      
Porträt „Jungwinzervereinigung des Jahres“:
 
Mainzer Weinsalon: „Ein Schluck Mainz!“ – so lautet das Motto des Mainzer Weinsalons, der 2008 von seinen Mitgliedern ins Leben gerufen wurde. Deren gemeinsame Mission ist es, mit ihren Weinen Freude zu den Menschen zu bringen, dem Rheinhessenwein die Bühne zu bieten, die er verdient hat und zusammen Spaß zu haben. Zueinander gefunden haben die Winzer aus 20 rheinhessischen Weingütern durch das Jungwinzernetzwerk der Landjugend. Inzwischen sind sie längst zu Freunden geworden, die zusammen Weine probieren, diskutieren, von anderen lernen und gemeinsam aktiv Wein-Momente gestalten. Seit 2009 veranstaltet der Mainzer Weinsalon regelmäßig eine After-Work-Party am Rheinufer. Und das mit so großem Erfolg, dass immer weitere Events folgen. Seit 2014 veranstalten die Jungwinzer eine stets ausverkaufte Weinverkostung mit anschließender Party auf einem Schiff. Zudem übernimmt der Weinsalon den Ausschank bei großen Events wie dem Rheinland-Pfalz-Tag, dem Rheinhessenumzug, der Feier zum Tag der deutschen Einheit in Frankfurt sowie der After-Show-Party der letzten „Wetten, dass..?-Sendung und bietet dem Rheinhessenwein auf diese Weise weitere öffentlichkeitsstarke Bühnen. Die finanziellen Mittel, die durch die Veranstaltungen erwirtschaftet werden, kommen allen Mitgliedern zu Gute. Dazu wird regelmäßig in Fortbildungen, Marketing-Aktivitäten und gemeinsames technisches Equipment investiert. Jedes Jahr spendet der Mainzer Weinsalon einen Teil seiner Einnahmen für wohltätige Zwecke. 


 


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