DLG e.V. - Pressemeldungen

Presseinformationen für die Landwirtschaft:

Tama Rundballenwickelnetz TamaNet+ Edge-to-Edge: Qualitätswicklung

Wer schon einmal schlechte Erfahrung mit Ballenwickelnetzen schlechter Qualität gemacht hat, weiß um die Kosten, die über Zeitverluste durch verstopfte Pressen und zerfallene Rundballen entstehen – von der schlechten Lagerfähigkeit abgesehen. Das DLG-Testzentrum hat ein hochwertiges Ballenwickelnetz von Tama untersucht.

(DLG). Vor Kurzem fragte ein Landwirt beim DLG-Testzentrum an, weshalb es denn 1,30 m breite Ballenwickelnetze auf dem Markt gäbe, wo ihm (und übrigens auch uns) keine Rundballenpresse bekannt wäre, die eine Kammerbreite von mehr als 1,23 m hätte. Zugegeben, auch DLGPrüfingenieure müssen in so einem Fall einmal kurz nachdenken, bis ihnen einfällt, dass Netze unter Zug zusammenlaufen. Das bedeutet, dass viele, gerade günstige Ballenwickelnetze in dem Moment, wenn sie zur Bindung unter Spannung in die Maschine eingezogen werden, in Längsrichtung gedehnt und verzogen werden. Kurz gesagt: Viele Netze werden unter Zug länger und schmaler. Einzelne Hersteller versuchen dieser Neigung dadurch zu begegnen, dass sie die Netze von vorneherein breiter machen. Per se wäre dies eine einfache und wirkungsvolle Lösung, wenn die Netzrollenkammern der Pressen groß genug wären. Dem ist aber nicht immer so.
Der israelische Hersteller Tama hingegen setzt auf seine patentierte Edge-to-Edge-Technik. Hier sorgt eine spezielle Webstruktur des Netzes dafür, dass die Netzbreite voll auf den Ballen übertragen wird, ohne schmal zu laufen.
 
„Wir ticken wie ein Farmer”
Das vor rund 60 Jahren aus einem Kibbuz heraus gegründete Unternehmen Tama liefert mit über 1.000 Mitarbeitern weltweit etwa die Hälfte der auf der Welt verbrauchten Netze und Garne – unter eigenem Markennamen oder als Zulieferer der Landtechnikhersteller. Die Grundzüge des Kibbuzlebens, d. h. einer ländlichen und landwirtschaftlich ausgerichteten Kollektivsiedlung, bestimmen auch heute noch die Arbeitsweise. So werden alle Produkte auf den Kibbuz-eigenen Feldern in unterschiedlichsten Pressen eingesetzt, umfangreichen Praxisprüfungen unterzogen und die Ergebnisse zurück in die eigene Entwicklung übernommen. Der Firmenslogan „Farm grown solutions“ drückt diese verzahnte Arbeitsweise aus, für die in Deutschland beispielsweise auch ein bekannter Hersteller von Bodenbearbeitungs- und Sägeräten aus der bayerischen Oberpfalz bekannt ist.
 
Prüfung in Labor und Feld
Die Prüfung, die ein Ballenwickelnetz durchlaufen muss, um letztlich ein DLG-Qualitätssiegel „kontinuierlich geprüft“ zu erhalten, umfasst technische Messungen der mechanischen und physikalischen Eigenschaften, Materialbeschaffenheit und Abmessungen sowie des Alterungsverhaltens im Labor. Denn auch wenn alle technischen Vorgaben eingehalten wurden, ist es doch die Praxiserfahrung, die Ballenwickelnetze hoher Qualität von denen mit Stopfneigung unterscheiden. Bröckelverluste, nicht ausreichende Ballenstabilität und dadurch im wahrsten Sinne unförmige Ballen, die möglicherweise sogar während der Lagerung zerfallen – all dies braucht kein Landwirt oder Lohnunternehmer, wenn es möglicherweise in der Ernte auch noch wetterbedingt auf jede Minute ankommt.
Für stabile Rundballen ist insbesondere die Festigkeit des Ballenwickelnetzes entscheidend. So schreibt der DLG-Prüfrahmen beispielsweise Mindestwerte für die Zugkräfte in Längsrichtung sowie Grenzwerte für die Bruchdehnung bei Höchstzugkraft sowohl im Neu- als auch im gealterten Zustand vor. Die Ballenwickelnetze werden dazu einer simulierten UV-bedingten Alterung unterzogen, die einer einjährigen Lagerung im Freien entspricht. Auch die Maßänderung des für Ballenwickelnetze in der Regel verwendeten Polyethylens hoher Dichte wird bewertet: Nach einer Stunde bei 120 °C darf ein DLG-geprüftes Netz nicht mehr als 30 % schwinden. Das Rundballenwickelnetz TamaNet+ Edge To Edge konnte in der kürzlich abgeschlossenen DLG-Prüfung alle technischen Anforderungen des Prüfrahmens für Rundballen-Wickelnetze erfüllen. Immer eine der ersten Fragen von Landwirten betrifft die tatsächliche Lauflänge. Die gemessenen Lauflängen übertrafen die angegebenen Nennlängen von 2.800 m, 3.600 m und 4.500 m jeweils um mindestens 3 %. Ob Festigkeit, im Neuzustand oder nach künstlicher Alterung oder Änderung der Eigenschaften nach Warmlagerung – alle auf den DLG-Prüfständen ermittelten Werte lagen innerhalb der DLG-Anforderungen oder übertrafen diese, wo es zulässig war, deutlich. Auch im praktischen Einsatz in der Vegetationsperiode 2016 traten weder in Heu noch in Stroh Handhabungsprobleme auf. Die Ballenabdeckung von Kante zu Kante war gut.

Fazit
Mit dem Rundballenwickelnetz Tama-Net+ Edge-to-Edge erwirbt man ein Produkt, das seine Eignung und die Einhaltung der technischen Vorgaben in einer neutralen und unabhängigen DLG-Prüfung unter Beweis gestellt hat. Detaillierte Prüfungsergebnisse können im DLG-Prüfbericht 6752 nachgelesen werden, der unter www.dlg.org/ernteaufbereitung.html kostenfrei verfügbar ist. Das Ballenwickelnetz in gleicher Qualität ist auch über die Vertriebswege von New Holland und John Deere als Eigenmarkenprodukt dieser beiden Unternehmen erhältlich.


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