Presseinformationen für die Landwirtschaft:

Kamera-Monitor-Systeme: Ziel Praxiseinsatz in Sicht

DLG-Workshop zeigt einmalige Typprüfung ist möglich – Anforderungen durch Gesetzgeber sind definiert – Ausführungsanweisungen ergänzender Teilprüfungen in Arbeit – DLG-Datenbank für Schlepper-/ Anbaugeräte-kombinationen geplant

(DLG). Zwei Jahre nach der Umsetzung des Auftrags durch den Ausschuss „Normen und Vorschriften“ der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e. V.) hat das DLG-Testzentrum über die entsprechenden DLG-Prüfungen erreicht, dass das Bundesverkehrsministerium eine bundeseinheitliche Regelung für Vorbau-Kamera-Monitor-Systeme in Kraft gesetzt hat. Das Ministerium hatte kürzlich die umfangreichen Anforderungen an ein Kamera-Monitor-System veröffentlicht, das zum Ausgleich von Sichtfeldeinschränkungen bei einer Überschreitung des maximal zulässigen Vorbaumaßes von 3,5 m dienen kann und somit den Weg zu einer einmaligen Typprüfung für eine Traktor-/ Anbaugerätekombination gangbar gemacht.
 
Die technischen Systeme können damit als Ersatz für einen bisher gesetzlich vorgeschriebenen Einweiser dienen; die genannten Überschreitungen des gesetzlich zulässigen Vorbaumaßes von 3,5 m treten insbesondere bei Verwendung von Frontanbaugeräten auf. Dies betrifft land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge ebenso wie Bau- und Kommunalfahrzeuge, wie zum Beispiel Radlader, Bankettmäher oder auch Fahrzeuge im Winterdienst. Nicht zuletzt aufgrund der heute deutlich erhöhten Verkehrsdichte und einer damit verbundenen Gefährdung des Einweisers durch den Straßenverkehr, war die jahrzehntealte Einweiser-Regelung bereits in der Vergangenheit in der Praxis nicht umsetzbar und daher in die Kritik geraten.
 
Unter der fachlichen Leitung von Prüfingenieur Jürgen Goldmann vom DLG-Testzentrum diskutierten die Teilnehmer – vorrangig Entwickler von Herstellern von Traktoren, Anbaugeräten und Kamerasystemzulieferern – vor allem darüber, wie die drei vom Gesetzgeber über den DLG-Prüfrahmen hinausgehenden Anforderungen erfüllt werden können. Es handelt sich hierbei um einen Blooming-Test nach ECE-R46, d. h. eine Prüfung darauf, wie das Kamera-Monitor-System auf eine Überstrahlung durch eine starke Lichtquelle reagiert. Weiterhin müssen die Mindestdarstellungsgröße eines kritischen Objekts sowie eine geänderte Sichtfelddefinition in den Prüfrahmen übernommen und entsprechende Prüfanweisungen erarbeitet werden. Diese sollen im April 2017 fertiggestellt sein.
 
Zur Veröffentlichung geprüfter, und damit zur Verwendung zugelassener Kamera-Monitor-Systeme plant die DLG, auf ihrer Webseite www.dlg.org eine neue Datenbank mit Hinweisen auf die geprüften Schlepper-/Anbaugerätekombinationen aufzusetzen. So können sich Entscheider aus der Landwirtschaft, aber auch aus dem kommunalen Bereich oder dem Bausektor künftig einfacher und schnell einen Überblick verschaffen, welche Systeme für ihren jeweiligen Einsatz in Frage kommen.
 
Für weitere technische Fragen zur Veranstaltung steht Jürgen Goldmann unter j.goldmann@DLG.org bzw. 069 / 24 788-674 gerne zur Verfügung.


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