DLG e.V. - Pressemeldungen

Presseinformationen für die Landwirtschaft:

Neue Kommunikationsperspektiven im Sonderkulturbereich

Workshop der DLG auf der HORTITECHNICA – Umfangreicher Austausch zwischen Praktikern, Beratern und Wissenschaftlern auf Anwenderseite sowie Entwicklern und Experten aus dem Entwicklungsprojekt „agriloc“ – gefördert im Rahmen des Programms `Integrierte Anwendungen (IAP, bzw. ARTES 20)´ von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA

(DLG). Im Rahmen der INTERVITIS-INTERFRUCTA-HORTITECHNICA führte die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e. V.) im Forum „Smart Horticulture“ einen Workshop zu den Perspektiven von neuen, satellitengestützten Kommunikationssystemen durch, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen. Der Workshop richtete sich an Praktiker, Berater und Wissenschaftler aus dem speziellen Anwendungsfeld Wein- und Gemüsebau. Die zahlreichen Teilnehmer wurden zunächst über das Entwicklungsprojekt agriloc informiert und hatten dann die Möglichkeit zum intensiven, fachlichen Austausch mit den Entwicklern und Experten.
 
Inhaltlich wurde der Workshop vom agriloc Konsortium gestaltet, das sich aus den Kooperationspartnern DLG, John Deere und Telespazio Vega Deutschland zusammensetzt. Agriloc ist ein im Rahmen des Programms „Integrierte Anwendungen (IAP, bzw. ARTES 20)“ von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA gefördertes Entwicklungsprojekt. Das Förderprogramm der ESA hat zum Ziel, neue, satellitengestützte Dienstleistungen mit hohem Anwendernutzen zur Marktreife zu bringen.
 
Die moderne Landwirtschaft ist häufig durch einen hohen Automatisierungsgrad geprägt. Nach Einschätzung von Experten können mit Hilfe von präziseren Positionierungssystemen zum Beispiel unerwünschte Überlappungen bei Feldüberfahrten reduziert werden. Hierdurch können die Produktivität gesteigert, Kosten gesenkt und Maschinen effizienter ausgelastet werden. Ferner ermöglichen hochpräzise Positionierungssysteme eine kleinflächigere, standortbezogene Flächenbewirtschaftung bis hin zur Einzelpflanzenbehandlung und damit eine optimierte Nutzung der Standortpotenziale. Im agriloc Projekt wird an der Entwicklung von solchen hochpräzisen Navigations- und Positionierungssystemen gearbeitet. Lösungsansätze bestehen in der Einbindung neuer Satellitenkonstellationen (Galileo/Beidou) und an der Verbesserung der Ausfallsicherheit bei der Datenübertragung (zum Beispiel von Korrektursignalen) durch satellitengestützte Kommunikationswege. Neben den mobilen Systemen arbeitet das Konsortium auch an stationären sowie portablen satellitengestützten Lösungen, die zukünftig eine Breitband Internet Anbindung an jedem Ort ermöglichen. Systeme für den stationären Einsatz auf Betrieben in bislang unzureichend versorgten ländlichen Regionen können schon heute angeboten werden. Die in der Entwicklung befindlichen portablen Systeme erlauben es dem Benutzer in naher Zukunft, seine `Satellitenanlage´ mit aufs Feld zu nehmen, und dort mit wenigen Handgriffen eine Internetverbindung einzurichten.
 
Begleitet werden die Entwicklungsarbeiten vom DLG-Testzentrum und einer ehrenamtlichen agriloc Expertengruppe, die sich aus Landwirten, Beratern und Wissenschaftlern zusammensetzt. Durch den regelmäßigen Austausch mit der Expertengruppe und die begleitenden DLG-Tests ist sichergestellt, dass die Abstimmung der Entwicklungen mit den Bedürfnissen der Anwender von der ersten Studie bis hin zum fertigen Produkt einer ständigen Kontrolle unterliegt.
 
Der durchgeführte Workshop diente dazu, die besonderen Anforderungen an solche Systeme im Wein- und im Gemüsebau herauszuarbeiten, da das agriloc Projekt bislang in erster Linie die Anwendungen des klassischen Ackerbaus im Fokus hatte. Die zahlreiche Teilnahme und die rege Diskussion zeigen, dass auch und gerade beim Anbau von Sonderkulturen teilweise bekannte aber auch sehr spezielle Probleme auftreten, zu deren Behebung das agriloc Projekt beitragen kann. Der vom agriloc Konsortium eingeschlagene Weg, die Landwirte von Beginn des Projekts an einzubinden, und den intensiven Austausch zwischen Praxis und Entwicklung zu pflegen, wurde durch den Workshop erneut als richtig und wichtig bestätigt.
 
Weitere Informationen erhalten Interessierte beim DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel. Ansprechpartner ist Dr. Ulrich Rubenschuh unter 069 / 24788-620 bzw. u.rubenschuh@DLG.org.


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