DLG e.V. - Länderreport Polen 2017 - Ackerbau

Länderreport Polen 2017 - Ackerbau Investitionsschwerpunkte Traktoren und Saattechnik, Hersteller- und Maschinenqualität ausschlaggebend für Investitionsentscheidungen

Marktfruchterzeuger in Polen sind zuversichtlicher für die Geschäftsentwicklung der kommenden 12 Monate als noch zu Beginn des Jahres 2017. Denn die Ernte ist besser ausgefallen als die Marktfruchterzeuger noch im Jahresverlauf erwartet hatten, und führt trotz des derzeitigen Preisdruckes durch die global umfangreiche Getreideernte zu mehr Zuversicht.

Die Landwirte modernisieren ihre Verfahren und haben konkrete Anforderungen an Hersteller und deren Produkte. DLG-Agrifuture Insights gibt Einblicke in die Einschätzungen der Ackerbauern in Polen zu den Themen Investitionsbereiche, und Erwartungen an Innovationen und Ansätze zur Entwicklung der Anbauprogramme.

  • 41 Prozent der in Polen befragten Marktfruchterzeuger wollen in den kommenden 12 Monaten investieren.
  • Investitionsschwerpunkte sind Traktoren, Direktsaattechnik und Mähdrescher.
  • Wichtige Aspekte der Kaufentscheidung sind der Bedienkomfort der Maschinen und die Anschaffungs- und Ersatzteilpreise.
  • Innovationen bei Technik für die bedarfsgerechte Düngung haben höchste Priorität für die befragten Marktfruchterzeuger.

Mit 41 Prozent liegt die Investitionsbereitschaft der Marktfruchterzeuger in Polen zwar unter dem langjährigen Durchschnitt, hat sich jedoch von dem Trend sinkender Getreidepreise abgekoppelt. Denn die befragten Betriebsleiter sind eher wachstums- und modernisierungsorientiert und entwickeln ihren Betrieb kontinuierlich weiter. Entscheidend für die Investitionstätigkeit ist die mittel- und langfristige Perspektive, und mit Preisen um 150 € / t. sind Investitionen auch in Phasen gut versorgter Getreidemärkte möglich. Die Marktfruchterzeuger erweitern bestehende Produktionskapazitäten und modernisieren die Maschinenparks.

Die aktuelle Befragung zeigt, dass die Investitionsschwerpunkte der befragten Marktfruchterzeuger bei Traktoren, Mulch- und Direktsaattechnik, Mähdreschern und Feldhäckslern liegen. Eine weniger große Rolle spielt die Anschaffung automatischer Lenksysteme.

Jeweils 90 Prozent der befragten Marktfruchterzeuger geben an, dass Anschaffungs- und Ersatzteilpreise wichtige Entscheidungskriterien für den Kauf von Landtechnik sind. Und auch der Bedienkomfort von Maschinen spielt eine wesentliche Rolle bei der Kaufentscheidung. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Faktor Marke des Herstellers, denn für 74 Prozent der befragten Marktfruchterzeuger ist dies ein wesentliches Kaufargument. So sind hohe Servicequalität und die Qualität der angebotenen Technik entscheidende Faktoren, um mit einem starken Image eine unverwechselbare Position am polnischen Technikmarkt zu erreichen. Verhältnismäßig weniger wichtig ist den in Polen befragten Marktfruchterzeugern die elektronische Ausstattung der Technik.

Bei den Technikinnovationen sind die Landwirte insbesondere an Innovationen bei digitalen Karten für die Bestandesführung und an Systemen zur Entscheidungsunterstützung interessiert. Denn die Marktfruchterzeuger nutzen die Software, um bestehende Produktionssysteme zu analysieren und um bessere pflanzenbauliche Entscheidungen zu treffen. Vor diesem Hintergrund ist die Mehrheit der befragten Landwirte daran interessiert, mit Innovationen bei bedarfsgerechter Düngung die Nährstoffeffizienz zu verbessern. Die Erkenntnisse der Analysen der Anbausysteme sind die Basis für die Optimierung der Anbauprogramme.

Die Innovationen in der bedarfsgerechten Düngerausbringung sind für 74 Prozent der befragten Landwirte wesentlicher Baustein, um die Anbauprogramme weiterzuentwickeln. Wichtiger ist den Landwirten nur noch die Nutzung neuer Sorten. Denn sich ändernde Klimaverhältnisse und der damit verbundene steigende Krankheitsdruck erfordern robuste Sorten, die auch unter den sich ändernden Bedingungen stabile Erträge bringen.

Auch wenn bei den Investitionsbereichen die Mulch- und Direktsaattechnik ganz oben auf der Liste stehen, ist für gut 60 Prozent der befragten Landwirte auch die wendende Bodenbearbeitung zentraler Baustein für verbesserte Anbauverfahren. Denn zunehmende Resistenzen bei Unkräutern erfordern eine erweiterte pflanzenbauliche Palette, zu der für viele der Befragten auch die wendende Bodenbearbeitung dazugehört.

Neben den technischen Ansätzen, um den Ackerbau zu verbessern, haben die Landwirte auch die Erweiterung des Anbauspektrums im Blick. So sind auch der Zwischenfruchtanbau und der Anbau von mehr Sommerungen Teil des pflanzenbaulichen Instrumentenkastens. Für die Marktfruchterzeuger gilt es, das für den Standort passende Anbauprogramm zu ermitteln und mit den Innovationen in Landtechnik und Entscheidungsunterstützung den Pflanzenbau weiterzuentwickeln.

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